Schottisches Highland-Jahr
Über 300 Projekte und Veranstaltungen locken Besucher aus aller Welt

Frisches Grün junger Bäumchen und violett blühendes Heidekraut, so weit das Auge reicht. Nadelwald erstreckt sich am Horizont. Einst muss es am ehemaligen Moor von Culloden auch sehr sumpfig gewesen sein. An diesem historischen Ort in der Nähe von Inverness an der schottischen Ostküste fochten im Jahre 1746 überwiegend Hochland-Clans, die sich dem Jakobiten-Aufstand angeschlossen hatten, gegen britische Regierungstruppen vergeblich um die Krone und mehr Selbstbestimmung ihrer Heimat. Heute erinnern in Culloden ein steinernes Mahnmal und ein Museum an die „Bravehearts“.

Insgesamt über 300 Projekte und Veranstaltungen aus Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Sport sind von Januar bis Dezember im Rahmen des Themenjahrs Highland 2007 an verschiedenen Orten im schottischen Hochland und den vorgelagerten Inseln zu besichtigen und vor allem auch zu erleben.

„Zum ersten Mal präsentieren wir Hochländer uns in dieser Vielfalt einem internationalen Publikum“, erzählt voller Stolz Alison Bell, Kommunikations-Managerin des u.a. von der schottischen Regionalregierung und dem Highland-Rat geförderten Projekts. Einen Höhepunkt des Themenjahrs bildet das integrierte Blas-Musikfestival mit dem Fokus auf traditioneller schottischer Musik. In einer ganzen Serie von Konzerten können Musikliebhaber sich davon überzeugen, dass Musik aus den Highlands weit mehr zu bieten hat als die berüchtigten Dudelsack-Pfeifentöne. Bands wie beispielsweise Shooglenifty oder das Duo Julie Fowlis & Eamonn Doorle spielen keltisch-gälische Musik, die gemeinsame Wurzeln mit der irischen Folklore aufweist. Blas-Festival-Managerin Donna Cunningham erläutert: „Die schottische Musik ist nicht nur ihrer Tradition verhaftet, sondern lebt und nimmt auch moderne Einflüsse auf. Damit ist sie auch bei der Jugend sehr populär.“

Fahrradfahren in Schottland

Die phantastische Natur der Highlands kann zu Fuß, per Fahrrad und vom Meer aus per Boot hautnah erlebt werden: In dem schottischen Mittelgebirge gibt es viele ausgezeichnete Wanderwege und auch spezielle Mountainbike-Strecken. Liebhaber von Trecking-Touren haben eher schlechte Karten. Es fehlt in der landschaftlich wunderschönen Gegend an separaten Fahrradwegen. Fernverkehrswege werden zwar als Fahrradstrecken ausgewiesen, gefahren wird aber überwiegend auf normalen Landstraßen für den Autoverkehr ohne Randstreifen. Je weiter nördlich man kommt, werden diese „Fahrradstrecken“ immer öfter auch zu sog. „Single Tracks“, also einspurigen Wegen. Zum Glück ist der Verkehr nicht so dicht wie bei uns.

Um alle diese Schönheiten und kulturellen Blickfangpunkte in den schottischen Highlands, die oftmals etwas abseits liegen, auch zu erreichen, empfiehlt es sich auf jeden Fall , mobil zu sein: Viele Ortschaften und Städte sind auch gut mit öffentlichen Bussen zu erreichen. Für die Übernachtungen bieten sich Bed & Breakfast, Jugendherbergen, die in Schottland auch uns ADFC-„Senioren“ offen stehen, oder Camping an. Sterne-Hotels haben in dieser Umgebung gleich ein sehr gehobenes Preisniveau.

Harald Lutz

Links zum Thema

Festival-Aktivitäten:

www.Highland2007.com

www.blas-festival.com 

Wander- und Mountainbike-Touren:

www.visitscotland.com

www.visithighlands.com

www.wildernessscotland.com 

Schottische Musik:

www.musicscotland.com 

Öffentlicher Busverkehr:

www.citylink.co.uk

Allgemeine touristische Informationen:

VisitBritain
Hackescher Markt 1
10178 Berlin
Telefon: 01801-46 86 42
gb-info@visitbritain.org

HomeArchivnach oben

07.02.2007 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt