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GANGZAHL-ANGABEN seien aussage-kräftige Kriterien z.B. für die Bergtüchtigkeit eines Fahrrads...

MITNICHTEN: Aus dieser Angabe sind weder Schlüsse auf die Entfaltungsbreite, noch auf die Einsetzbarkeit des Rades am Berg bzw. auf Schotterwegen oder bei rasanten Abfahrten zu ziehen – lediglich die Anzahl der Kettenblätter (am Tretlager) und die Anzahl der Ritzel (auf der Hinterachse) liegt damit fest. Wer sich nicht gerade eine der funkelnagelneuen Superschaltungen mit dem Übersetzungsbereich von ca 0,6 bis 8,und etwas zugelegt hat, sollte darüber nachdenken, was für den Einsatzbereich wichtiger ist: steil bergauf oder rasant bergab – dementsprechend sollte die Übersetzung dimensioniert sein: in einem möglichst weiten Mittelbereich eng (dh. mit Entfaltungs-Abständen von – nutzbarem – Gang zu Gang um die 6%), die jeweils beiden untersten bzw. obersten Gänge dann bis zu 15% ansteigend...

VORDERRAD-GABELN seien nach dem Anprall auf ein Hindernis durchaus noch verwendbar...

MITNICHTEN: Erstens zeigen sie deutlich unterschiedliches Fahrverhalten in der Links- gegenüber der Rechtskurve, das dadurch zustande kommt, dass die Gabelachse (das ist die verlängerte Mittellinie durch den Steuerkopf) im Gabelkopf einen Knick nach hinten abbekommen hat und zweitens daß sichtbare oder unsichtbare Risse an dieser Stelle die Auswechslung fordern – ganz abgesehen von einem Rahmenschaden, dem Unterrohr-Knick direkt hinter der Verbindungsstelle zum Steuerrohr (leicht mit den Fingerspitzen zu ertasten: eine wellige Verformung der Unterseite des Rahmenrohrs oder gar bereits Lackabsplitterungen zwingen in einem solchen Fall zum Austausch des Rahmens!

GESEHENWERDEN sei die Parole von Flaneuren auf dem Hamburger Jungfernstieg...

MITNICHTEN: Wer am Verkehr teilnehmen will, muss sich sehen lassen (können) – andernfalls wird er übersehen und anschließend überfahren... Auch am Tage sind Reflexstreifen – zu tragen als Gürtel, Schulter'riemen', Arm- bzw. Fußgelenkbänder, reflektierende, zumindest auffällige Flächen auf Jacken – hilfreich und in der Nacht unabdingbar! Schwarzgekleidet hebt sich im übrigen nachts niemand vom ebenfalls scharzen Hintergrund ab – nicht nur Fußgänger!

Die GEPÄCKVERTEILUNG am Rad sei dann optimal, wenn die Packtaschen möglichst tief hingen und der Abstand der Lenkertasche vom Lenker möglichst gering sei...

MITNICHTEN: Zuerst mal muß festgehalten werden, daß jede Zuladung das Schwingungsverhalten und damit das Fahrverhalten des Gesamtsystems Rad-Mensch-Zuladung (in Wechselwirkung, auch untereinander!) verändert. In Tests hat sich erwiesen, daß es am günstigsten ist, wenn 1. die Hinterradtaschen (schwere Sachen nach unten!) unter Berücksichtigung der Hackenfreiheit möglichst weit vorn am Gepäckträger (auch unten!) eingehängt werden und
2. der Massenschwerpunkt des Systems Vorderrad-Gepäcktaschen/Lenkertasche auf der Lenkachse (d.i. die gerade Mittellinie durch den sich im Steuerrohr drehenden Gabelschaft) liegt: dann ändert sich zumindest das Lenkverhalten nur unwesentlich. In praxi bedeutet das in jedem Fall immer schwere Sachen näher am Lenker und je schwerer die Lenkertasche vollgestopft wird, umso weiter muß der Schwerpunkt der Vorderrad-Gepäcktaschen (hier besonders wichtig: gleiche Massenverteilung rechts und links!) hinter die Lenkerachse rücken – wobei selbstverständlich auch hier das Hebelgesetz gilt: Kraft x Kraftarm = Last x Lastarm, d.h. die in den beiden Massenschwerpunkten vereinigt gedachten Massen der Gepäcktaschen und der Lenkertasche multipliziert mit dem jeweiligen Abstand von der Lenkachse sollten gleich groß sein. Zu bewerkstelligen ist dies mit relativ einfachen Mitteln, indem zum Ausgleich der Lenkertaschen-Masse keine schwergewichtigen Vorderradtaschen angehängt werden, sondern lange schmale Packbeutel oben am Lenker mit der Kordel, in der Mitte an der Gabel und unten an der Schutzblechstrebe per Spannriemen – da muß niemand zu Handwaage und Zollstock greifen und bei langen Gepäckfahrten danken es die Arme...

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