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HAIFISCHZÄHNE am Kettenblatt (1) bzw. ihr Fehlen vor der Straßenkreuzung oder -einmündung (2) sei kein Anlaß zum Nachdenken...

MITNICHTEN (1): Wer diese unsymmetrisch ausgeschliffenen Zähne an seinem Kettenblatt entdeckt, den hat längst die Tücke der Materie bestraft - diese Kraftübertragung kann nur noch bis zu ihrem schleichenden Ende (Riß der Kette oder ihr Überlaufen von Zahn zu Zahn) zerfahren werden... Da ist zur Pflege des Getriebes rechtzeitiger Kettenwechsel schon besser: spätestens nach 2000 km sollte die alte gegen eine neue ausgetauscht werden - ökonomischer noch in einem Turnus von jeweils ca. 1500 km mit insgesamt 3 Ketten (nach der 3. ist die gesamte Anlage so weit ausgeleiert, daß wieder die erste aufgelegt werden kann). Oder ist das alles heute kein Problem mehr, weil wir alle nach kurzer Zeit sowieso schon wieder alles neu haben müssen???

MITNICHTEN (2): Viele von uns Radfahrern und Radfahrerinnen kennen sie überhaupt nicht, die weißen, mit der Spitze in die Ankunftsrichtung weisenden, aneinandergereihten Dreiecke vor der Kreuzung mit der nicht Vorfahrt-berechtigten Querstraße oder der Einmündung in eine solche und dabei zeigen sie doch so wirkungsvoll an, daß der ankommende Verkehr sich dem von rechts kommenden unterzuordnen hat! Wie wirkungsvoll ließen sich damit z.B. für den (zugelassenen) Radgegenverkehr in Einbahnstraßen Gefahrenpunkte entschärfen! Auch in Hessen sind solche das gefahrlosere Radfahren fördernde Maßnahmen durchaus praktikabel, wie Beispiele an der Bergstraße zeigen ...

HANDVERLÖTUNG eines Rahmens als Herstellerangabe sei unbesehen ein Qualitätsprädikat...

MITNICHTEN: Wenn nicht ausdrücklich vermerkt, dass ausschließlich mit Silberlot gearbeitet wurde, kann immer noch Messing genommen worden sein und mit dem höheren Schmelzpunkt dieses Materials ist dann das spezifische Kristallgefüge des Edelstahls ebenso zerstört worden wie beim verpönten Schweißen...

HELMÜBERZÜGE seien (nichts anderes als) modischer Schnickschnack, bestenfalls – vor den Belüftungsschlitzen – Wespensperren, aber ansonsten keineswegs sicherheitsrelevant...

MITNICHTEN: Tragische (Genickbruch)-Unfälle auf sommertemperiertem Asphalt lassen die Vermutung aufkommen, daß der auf dem weichem Straßenbelag festklebende Bezug (vielleicht allein schon durch die entstehende Reibungswärme!) den über die Straße schlitternden Kopf ins Genick gerissen hat...

HYBRID - Einspeichung (Terminus technikus für seitenabhängig-unterschiedliche Einspeichungsarten im hinteren Laufrad) sei eine Marotte überspannter Rad-Freaks...

MITNICHTEN: Wer links mehrfach, z.B. 3-fach gekreuzt und rechts radial fährt, kann Ersatzspeichen auf der großen Tour gern zu Hause lassen! Erfahrungsgemäß reißen Speichen direkt hinter dem Speichenkopf in der Krümmung – und ausgerechnet immer auf der Antriebsseite, auf der das Ritzelpaket das Einfädeln unmöglich macht! Und das kommt so: Die durch die Kette übertragene Kraft greift am (rechten) Nabenflansch an und versucht ihn zu verdrillen, woran ihn im Falle mehrfach-gekreuzter Einspeichung die Elastizität des Naben-Materials und die Hälfte der rechten Speichen hindert – die ebenfalls vorgespannte andere Hälfte der rechten Speichen hingegen wird ein wenig entlastet! Dadurch werden bei jedem Kurbeltritt Speichen langgezogen, was die Krümmung (zumal sie kaltverformend vorgenommen wurde) nur eine begrenzte Zeit verkraftet - wenn aber die Speiche (radial eingesetzt) senkrecht zur wirkenden Kraft steht, wird das Kopf-Ende der kraftübertragenden Speichen lediglich in Richtung der im Nabenflansch ja peripher wirkenden Kraft verschoben und dementsprechend nur venachlässigbar gering gelängt (was auch, in allerdings ein wenig geringerem Maß, immer noch auch für den 'runden Tritt gilt)... Begrenzungen des Einsatzes dieser Antriebsart stellen einerseits die sehr viel stärkere Kraft des Rad-Athleten und andererseits Materialeigenschaften dar – erstere hebt den radialen Effekt durch Verdrillung der Hinterradnabe um einen sehr viel größeren Winkel auf und letztere führen bei minderwertigen Naben zum Ausreißen von Nabenlöchern.

HYBRIDEINSPEICHUNG (Fortsetzung aus Ffa 2/99)
Die DY(="Doppel-Ypsilon")-Einspeichung ist eine weitere Variante zur Vermeidung von Speichenbrüchen auf der Zahnkranzseite: Je zwei benachbarte Speichen so miteinander verdrillt, daß 3 Kreuzungen entstehen - also die ursprüngliche Richtung der einzelnen Speiche zwar ganz leicht versetzt, aber dennoch erhalten bleibt - sieht zwar recht exotisch aus (wie zwei gegeneinandergestellte Ypsilons), ist aber verläßlich stabil und hat sich im Einsatz bewährt. Die Kräfte werden auch bei dieser Art der Einspeichung aus dem 'Knackpunkt', der dehnungsgefährdeten Speichenkopfkrümmung nur einer Speiche, auf ein elastisches System zweier Speichen verlagert...

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