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Speichen-NIPPEL seien wiederverwendbar...

MITNICHTEN: Wem ist nicht schon mal eine Speiche gerissen (aus technisch, jedoch nicht menschlich verständlichem Grund immer auf der Zahnkranz-Seite!) – und wer ist noch nicht in die Versuchung geraten, wie auch immer, ohne den Reifen zu demontieren, die neue Speiche einzufädeln und gleich wieder den alten Nippel draufzudrehen?? Ein solches Vorgehen kann fatale Folgen haben:
1. Der sich unter dem womöglich noch prall aufgepumpten Schlauch – da nützt dann auch das stärkste Felgenband nichts mehr – durchdrehende scharfkantige Nippelkopf schabt sich regelrecht durch und piekst kurz nach dem Antritt infolge der dann eintretenden Wechselbelastung mit dem unkontrollierbar durchgetretenen Speichenende ganz leicht den Schlauch an – und 2. diese neue Speiche verfehlt binnen kurzem genau den Zweck, zu dem sie eingezogen wurde, nämlich mit den anderen zusammen gleichmäßig die Kräfte im Laufrad zu übertragen – ihre Lockerung ist programmiert! Speichengewinde werden nicht (mit einem Gewindeschneider) geschnitten, sondern der Stahldraht wird (ohne Spanabhebung) verformt, gedrückt, und die letzte Gewindetiefe drückt nun mal der neue Nippel, wozu der alte, weil der seine Arbeit ja schon mal geleistet hat, gar nicht mehr in der Lage ist! In der Folge eines solchen Vorgehens dreht sich der Nippel ganz schnell wieder lose und dann war alle Arbeit wieder mal umsonst, was mit einem lauten Pläng unüberhörbar zu bemerken ist. Im übrigen nützt da auch das bewährte Eintauchen des Speichengewindes in (das schnell verharzende) Leinöl nichts, ein neuer Nippel frisst sich halt doch ganz anders im Material fest!!

NO-FLAT-REIFEN (aus Voll-Material) könnten den Platten-geplagten Radler in jedem Fall vom Flicken befreien...

MITNICHTEN: Bei den meisten Modellen ist auch hier Total-Zerstörung allein durch die Kraftübertragung auf die Straße vorprogrammiert, insbesondere beim hinten aufgelegten Reifen! Diese Reifen haben keine Karkasse mit ihren gekreuzten Fäden, die die Scherkräfte von der Felge auf die Straße aufnehmen, die Folge ist ein Zerfransen der Reifenflanken bis zum Doppel-T-Träger-Querschnitt einer Eisenbahnschiene. Und auf einer solchen lässt sichs nun mal gar nicht gut fahren (auf der Felge im vorderen Laufrad aufgelegt, tun die plattenlosen Reifen gut ihren Dienst, wenn man sich mit ihrem höheren Gewicht - und ihrer höheren trägen Masse, die ja einer Beschleunigung größeren Widerstand entgegensetzt, erst recht in der Kreisbewegung, abgefunden hat).

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