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PLASTIKSÄTTEL seien allein schon wegen ihrer Pflegeleichtigkeit den ledernen überlegen ...

MITNICHTEN: Mancher Plastik-Bezug stösst schnell an die Grenze seiner Brauchbarkeit, wenn mal an einem Sonnentag Rad gefahren wird – erst recht in südlichen Gefilden! Plastik leitet denn doch nicht so schnell die Wärme ab wie das altbewährte Leder (das unangenehm teuer, zudem noch eingefahren und laufend gepflegt werden muss).

Standard-PACKLISTEN seien inzwischen nachgerade für jeden Bedarf veröffentlicht worden, wer brauche schon eine individuelle...

MITNICHTEN: Irgendetwas hat man bzw. frau unterwegs kennengelernt, bei anderen gesehen, nötig gehabt und nun findet sichs dann doch nicht im Gepäck – vergessen!! Lieber etwas mehr auf die Liste schreiben – bewusst zu Hause lassen ist doch immer noch möglich. Erst wenn alles zusammengetragen ist, mit dem Packen beginnen – Habichdasschon??Woisdasdenn?? – und jeden Gegenstand bei jeder Tour immer schön in die gleiche Ecke – dann gibts keine Wühlerei mehr!

PACKTASCHEN sollten mit möglichst tiefem Schwerpunkt aufgehängt werden – es gibt ja schließlich speziell dafür die Lowrider...

MITNICHTEN: Für die hinteren bzw. die vorderen Packtaschen sind jeweils andere Kriterien wesentlich ausschlaggebender (für die vorderen sogar im eigentlichen Sinn des Wortes)! Für hinten gilt: So weit nach vorn wie möglich – die unabdingbare Hackenfreiheit setzt hier den Maßstab. Keinesfalls sollte der gemeinsame Schwerpunkt der Taschen hinter der Hinterradachse liegen (Nichtbeachtung dieser Regel bringt den Rahmen leichter ins Flattern)! Und: Packtaschen so befestigen, dass sie beim In-die-Kurve-legen nicht – der Schwerkraft folgend – senkrecht nach unten baumeln!
Für vorne gilt: am geringsten wird das Lenkverhalten beeinträchtigt, wenn der gemeinsame Schwerpunkt beider Vorderradtaschen, gleich schwer (besser leicht!) beladen, genau auf der Gabelschaft-Achse liegt (die ist genau die Fortsetzung des Klemmbolzens, mit dem der Vorbau im Gabelschaft steckt und geht bei allen gebogenen Gabeln hinter der Vorderradachse vorbei; bei neueren Lenkerbefestigungen ohne den antiquierten Klemmbolzen muss dieser halt gedacht werden).

PROFILTIEFE beim Fahrradreifen sei unabdingbar wie beim Auto...

MITNICHTEN: Erst über 80 (km!) fahren Sie Wasserski... (bei hohen Geschwindigkeiten wird das Wasser nicht schnell genug aus den Profilrillen verdrängt). Der Slick (= profilloser Reifen) bewährt sich insbesondere auf glatter Oberfläche, es gibt ihn sogar als Breitreifen für Mountainbikes; etwas teurere Fahrradreifen haben oft einen ganz glatten Laufsteg in der Mitte, was den Rollwiderstand zusätzlich minimiert (leider ist der dann auch bald wieder abradiert – insbesondere auf dem hinteren). Ein Slick ist ein solch abgefahrener Reifen aber nicht: die (etwas tiefer liegenden) Profilstollen auf beiden Seiten neben dem Steg kommen jetzt zur Bodenberührung und verrichten ihr Hemm-Werk (was sich oft durch Singen bemerkbar macht).

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