Leitartikel der Ausgabe 4/2011:

Kontrastreiche Rippen- und Noppenplatten, an denen sich Blinde mit dem Stock oder den Füßen orientieren, sind unbedingt freizuhalten. Abgestellte Fahrräder an Blindenampeln verhindern, dass die Ampeln von blinden und sehbehinderten Menschen genutzt werden können, da sie direkt an den Drücker am Pfosten kommen müssen.
Foto: Brigitte Buchsein

Mehr Rücksicht, bitte!

Alltagsbegegnungen von blinden und sehbehinderten Menschen mit Radfahrern

Seit vielen Jahren sind Bemühungen fehlgeschlagen, Radwege auf die Fahrbahn zu verlegen. Das ist nicht nur für Radfahrer und alle Fußgänger von Nachteil, sondern besonders auch für blinde und sehbehinderte VerkehrsteilnehmerInnen, die in der Regel selbständig zu Fuß unterwegs sind.

Niveaugleiche Radwege, direkt angrenzend an den Gehweg, stellen sich für blinde und sehbehinderte Menschen als eine sehr schwierige Situation dar. Sie sind nur optisch gekennzeichnet, taktil sind sie nicht wahrnehmbar. Blinde und sehbehinderte Menschen können dadurch leicht versehentlich auf den Radweg geraten.

Schwierig sind aber auch Situationen, bei denen der Verkehrsraum gemeinsam genutzt werden muss, also an Haltestellen und Querungen, wo sich die Wege von Radfahrern und Fußgängern kreuzen, auf Bürgersteigen, die auch für den Radverkehr freigegeben sind. Im Normalfall regelt sich hier ja meist alles fast von selbst - man sieht sich und achtet gegenseitig aufeinander. Für blinde und sehbehinderte Fußgänger liegt aber genau da der Haken: Sie können nur sehr begrenzt auf Radfahrer reagieren und die Verkehrssituation nicht vorausschauend einschätzen.

Brigitte Buchsein, Rainer Hahn, Margit Thomas

..hier gibts mehr zum Thema Sehbehinderte und Radverkehr



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Ausgabe 4 (Jul/Aug) / 2011:


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