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Bild zum Artikel

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links: Tourenleiter Günter Tatara gibt Erläuterungen zum begehbaren ­Vogelnest aus Robinienhölzern.
rechts: So viele Pedersens auf einmal gab’s wohl noch nie auf dem Römerberg.
Fotos: Thomas Fuchs

Frankfurt trifft Pedersenfreunde

Dieser Plan war wohl doch zu ambitioniert. Als ich die Idee hatte, das diesjährige 12. Rhein-Main-Pedersentreffen mit einer gemeinsamen Ausfahrt einer ADFC-Tour zu verbinden, vermutete ich viel Interesse von Frankfurter Fahrradbewegten an diesem außergewöhnlichen Fahrrad und seinen Fahrer/-innen.

Am Startpunkt Römer standen am 11. August 2018 drei über das ADFC-Tourenprogramm informierte Teilnehmer/-innen 17 Pedersenfreunden gegenüber. Ein Pedersenfreund und seine Partnerin konnten nicht rechtzeitig aus Würzburg zum Römer kommen. Wir vereinbarten daher ein Zusammentreffen auf der Strecke.

Bei der Aufstellung zu dem traditionellen Gruppenbild haben die Teilnehmer/-innen ohne Pedersen noch gefremdelt und wollten nicht mit aufs Foto. Spätestens im Sattel verflog dieses Verhalten und wir fuhren als erkennbare Gruppe quer durch die Stadt nach Norden. Zunächst wurden markante Punkte angesteuert, die es in Frankfurt zu zeigen gibt: Paulskirche, Goethehaus, Katharinenkirche und Hauptwache, Alte Oper, Uni Campus Westend und Volkspark Niddatal. Dazwischen lagen kurze Strecken durch Parks und verkehrsberuhigte Straßen.

Nach einem kleinen Schlenker durch den „Niddapark“ und einer Ehrenrunde im Ginnheimer Wäldchen stellte ein Pedersenfreund den Verlust seiner Satteltasche mit allen Wertsachen fest. Eine sofort eingeleitete Suche durch Thomas vom ADFC, dem Pedersenfreund und mir bis zu der Stelle, an der die Tasche noch am Rad war, verlief ergebnislos. Mit dem Verlust der Tasche ging auch der Schwund zweier Pedersenfreunde einher, die zur Schadensbegrenzung sofort nach Hause fuhren.

Da wir für 14 Uhr in einer Pizzeria in Karben angemeldet waren, wurde das Tempo nun etwas erhöht und die letzten Sehenswürdigkeiten (Arboretum am Bubenloch, Gemaa Pump in Alt Heddernheim) schnell abgehandelt oder auf die Rückfahrt verlegt (Alter Flugplatz Bonames, Grüngürteltier, Altarm im Nordpark Bonames und Sondermann). Danach sind wir bis Karben durchgefahren und haben lediglich am Kunstobjekt „Vogelnest“ hinter Gronau kurz Halt gemacht.

Im Garten des Ristorante-Pizzeria Da Mario in Karben haben wir uns von der mediterranen Küche verwöhnen lassen. Bis auf eine Panne bei der Bedienung waren wir sehr zufrieden. Denn wenn 20 Gäste nach ihrem Essen die Serviette zufrieden auf den Teller legen und der 21. Gast dann erst sein Essen serviert bekommt, ist das nicht gruppenerheiternd.

Endpunkt Alter Flugplatz
Die Rückfahrt bis nach Bonames verlief zügig und ohne Zwischenfälle. Dort wurden die noch ausstehenden Sehenswürdigkeiten „abgearbeitet“. Die Konzentrationsfähigkeit war da schon etwas herabgesetzt. Oder waren es vielleicht die zwischenzeitlich in Gang gekommenen Gespräche, die interessanter schienen als meine Hinweise zur Komischen Kunst, zu Brücken über Altarmen und zum Grüngürtel? Am Alten Flugplatz trennten sich dann die Wege. Einige fuhren von hier aus nach Hause. Eine kleine Gruppe kam noch mit zur Schlusseinkehr ins Jahnvolk. Damit war der Teil des Pedersentreffens zu Ende, der als gemischte Veranstaltung mit dem ADFC Frankfurt geplant war.

Zu Hause angekommen, sah ich dann die SMS meines Pedersenfreundes, dessen Tasche verloren ging. Er konnte sie auf einer Polizeiwache abholen – mit dem gesamten Inhalt. Der Finder wollte nicht einmal den ihm zustehenden Finderlohn. Es gibt doch noch gute Menschen!

Günter Tatara

Inhalt Ausgabe 5 (Sep/Okt) / 2018

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