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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Editorial

Dekobild Editorial
Meldeplattform Radverkehr

Vollmundige Wahlversprechen, mit Flyern ­geflutete Briefkästen und sichtbehindernde Plakate – all dem begegnen wir in den Wochen vor einer Kommunalwahl. Auch wenn wir uns über eines oder mehrere dieser Phänomene ­ärgern: Demokratische Wahlen sind eine Errungenschaft, die wir heutzutage gar nicht genug wertschätzen können. Und auch für Radfahrende geht es diesmal um einiges, wie Ansgar ­Hegerfeld auf Seite 11 erläutert.

In der Demokratie beschränkt sich die Beteiligung der Bürger:innen nicht auf Wahlen. Es gibt viele Arten des Mitwirkens am Gemeinwohl. Zum Beispiel ganz praktisch per Mitteilung an die Meldeplattform Radverkehr, wo im Frankfurter Radnetz welcher Missstand beobachtet wurde, so dass sich die Verwaltung darum kümmern kann. Auf dem Kartenausschnitt rechts sind die behobenen Probleme grün abgehakt.

Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr ­online zu melden, ist eine weitere Beteiligungsmöglichkeit. Knapp 50.000 Privatanzeigen sind so 2025 beim Frankfurter Ordnungsamt eingegangen. Davon seien – wir glauben es kaum – 100 Prozent auch bearbeitet worden, wenngleich das nicht bedeutet, dass jeweils auch ein Bußgeld verhängt wurde. Die davon Betroffenen müssen übrigens nicht bemitleidet werden: ­Solche Anzeigen sind ebenso legitime wie angemessene Reaktionen auf die galoppierende ­Ignoranz vieler Verkehrsteilnehmender, die durch ihr Verhalten andere behindern, oft sogar gefährden. Menschen, die sich per Anzeige dagegen wehren, als „Denunzianten“ zu bezeichnen, bedeutet eine üble Täter-Opfer-Umkehr und normalisiert dieses rüpelhafte Verhalten. Wer es für sein persönliches Recht hält, auf Radwegen zu parken, ist mitnichten ein mutiger, freiheitsliebender Rebell, sondern schlicht ein rücksichtsloser Egoist.

Eine ganz unaufgeregte Art von Bürger:innen-Beteiligung im Radverkehr ist schließlich die zahlreiche Teilnahme am STADTRADELN, das in Frankfurt am 1. Mai startet, kurz vor Erscheinen der nächsten Ausgabe dieses Hefts. Roberts Team und das KfW-Radelteam, die in den vergangenen Jahren bereits mit sehr vielen Stadtradelnden am Start waren, haben den Ehrgeiz, die Teilnehmendenzahl in Frankfurt dieses Jahr deutlich zu erhöhen. Dazu haben sie sich mit Radbegeisterten aus mehreren anderen Unternehmen der Mainmetropole kurzgeschlossen, um mit verschiedenen Aktionen noch mehr Mitarbeitende zu motivieren, am STADTRADELN teilzunehmen. Dass dies gelingt – und bei den frisch Mobilisierten auch über den Drei-Wochen-Zeitraum des STADTRADELNS hinaus Bestand hat, hofft

Torsten für das Redaktionsteam