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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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„Räume schaffen, in denen sich junge Menschen fürs Rad engagieren“

Manchmal braucht es nur ein gutes Gespräch zur richtigen Zeit. Beim HessenForum, dem Aktiventreffen des ADFC Hessen, begegneten Oliver Martini (27), Franka Günther (24) und Matthias Rohr (27) einander erstmals und beschlossen sofort, in Frankfurt eine Gruppe des Jungen ADFC zu gründen. Ihr Ziel: jungen Menschen einen niedrigschwelligen Einstieg in die ADFC-Arbeit zu ermöglichen und neue Räume für Engagement rund ums Fahrrad zu öffnen. Im Gespräch erzählen sie, wie die Idee entstand, was sie konkret planen und wie sie dabei unterstützt werden können.

Matthias Rohr, Franka Günther und Oliver Martini sind bisher die Gesichter des Jungen ADFC in Frankfurt
Matthias Rohr, Franka Günther und Oliver Martini sind bisher die Gesichter des Jungen ADFC in Frankfurt

Wie kam es zu der Idee, eine Gruppe des Jungen ADFC in Frankfurt zu gründen?

Matthias: Oliver und ich sind da ein bisschen vorbelastet (lacht). Wir waren beide bereits auf Bundesebene in der AG Junge Menschen im ADFC aktiv und haben die Gründung des Jungen ADFC mit vorbereitet. Als wir uns Ende letzten Jahres auf dem HessenForum getroffen haben, kam im Gespräch ziemlich schnell die Idee auf, auch in Frankfurt einen Jungen ADFC zu starten.

Oliver: Beim Mittagessen haben wir dann Franka getroffen.

Franka: Genau. Als ich für mein Studium nach Frankfurt gezogen bin und beim ADFC Hessen als Werkstudentin angefangen habe, war ich ehrlich gesagt überrascht, dass es in Frankfurt – und auch darüber hinaus – kaum Angebote speziell für junge Menschen im ADFC gibt. Deshalb war ich sofort begeistert von der Idee, eine Gruppe junger Menschen im ADFC Frankfurt zu gründen.

Was ist euer Ziel?

Oliver: Wir möchten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Frankfurt und Umgebung Räume schaffen, sich für den Radverkehr zu engagieren. Aktuell werden junge Menschen im ADFC oft abgeschreckt, weil vor Ort nur wenige Gleichaltrige aktiv sind. Das ist ein Teufelskreis – und den möchten wir durchbrechen. Dabei lassen wir bewusst offen, wie sich die Gruppe engagiert: Das kann die Organisation von Demos und Aktionen sein, aber genauso gut Reparaturen, der Bau von Open-Bike-Sensoren oder das Leiten von Radtouren.

Franka: Uns ist außerdem wichtig, dass die Interessen junger Menschen im Verband stärker gehört werden. Damit junge Mitglieder an Versammlungen teilnehmen, sich vielleicht für ein Vorstandsamt oder als Delegierte für die Landesversammlung aufstellen lassen, braucht es zunächst attraktive Angebote vor Ort.

Wie möchtet ihr dabei vorgehen?

Franka: Als ersten Schritt laden wir alle fahrradinteressierten jungen Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet zu einem Kick-off-Treffen am 23. April in die Räume des ADFC Frankfurt in der Brotfabrik ein. Dabei wollen wir gemeinsam darüber sprechen, was die jungen Menschen interessiert, und idealerweise direkt eine erste Aktivität festlegen, die wir angehen. Natürlich gibt es auch organisatorische Dinge zu klären.

Matthias: Aktuell liegt unser Fokus auf der Vorbereitung und Bewerbung dieses Treffens. Wir planen das Programm, erstellen Flyer und Social-Media-Posts und stehen im Austausch mit dem Kreisverband zu den organisatorischen Fragen.

Welche Altersgruppe sprecht ihr mit „jungen Menschen“ genau an?

Oliver: Auf Bundesebene gehören zum Jungen ADFC offiziell alle Mitglieder unter 27 Jahren. Für Frankfurt haben wir uns bewusst für eine etwas höhere Altersgrenze entschieden. Wir möchten junge Menschen von 16 Jahren bis Anfang 30 ansprechen – also insbesondere Schüler:innen, Auszubildende, Studierende und junge Berufstätige.

An wen können sich Interessierte wenden?

Oliver: Zum Kick-off-Treffen sind alle in dieser Altersgruppe herzlich willkommen – auch ohne vorherige Anmeldung. Wer sich darüber hinaus an der Organisation beteiligen möchte, kann sich gerne per E-Mail wenden an: junger@adfc-frankfurt.de

Wie können unsere Leser:innen euch unterstützen?

Matthias: An alle jungen Menschen: Kommt zum Kick-off und erzählt euren Freundinnen und Freunden davon. Und an alle anderen: Sprecht junge Menschen in eurem Familien- und Freundeskreis gezielt auf das Angebot an.

Oliver: Außerdem freuen wir uns sehr, wenn unsere Flyer und Plakate verteilt werden. Diese gibt es während der Öffnungszeiten in der Brotfabrik oder auf Anfrage per E-Mail.

Franka: Und natürlich hilft es enorm, wenn ihr die Social-Media-Posts des ADFC Frankfurt zum Kick-off-Treffen liked und teilt.

Gibt es zum Abschluss noch etwas, das ihr den Leser:innen mitgeben möchtet?

Oliver: Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung, die wir im ADFC erfahren. Schon bei der Gründung des Jungen ADFC auf Bundesebene haben wir viel Rückenwind aus den lokalen Gliederungen bekommen – und auch diesmal ist diese Unterstützung unverzichtbar.

Franka: Uns geht es ausdrücklich nicht darum, einen Keil zwischen die Generationen zu treiben. Im Gegenteil: Wir möchten junge Menschen in den Verein integrieren, damit der ADFC auch in Zukunft stark und wirkungsmächtig bleibt.

Matthias: Und an alle jungen Menschen: Gemeinsam können wir etwas bewegen. Die Welt ist gleich viel schöner, wenn man sich für sie einsetzt – oder sie bei einer Radtour erkundet. Also seid bei dem Auftakttreffen dabei!

Noch steht der Junge ADFC Frankfurt ganz am Anfang. Doch die Offenheit für neue Ideen, die Unterstützung aus dem Verband und die Begeisterung der Beteiligten lassen viel Raum für Entwicklung. Wir sind uns nach dem Gespräch sicher: Die Gruppe des Jungen ADFC wird wichtige Impulse setzen – im Verein, aber sicherlich auch darüber hinaus.

Redaktion Torsten Willner

Infoladen Brotfabrik Kickoff-Treffen Junger ADFC

Donnerstag, 23. April, 18 Uhr