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Vollsperrung Grüngürtel am Westkreuz – Protest artikuliert sich

AKTUELL --- Bessere Lösung von Hessen Mobil --- AKTUELL

  • Keine Vollsperrung in 2018
  • Auch 2019 Vollsperrung nur zeitweilig
  • Einer der beiden Uferwege bleibt die meiste Zeit offen
  • Umleitung über Oeserstraße verbessert: kürzer, sicherer

Kurzfristig gibt es in dieser Sache eine wichtige aktuelle Entwicklung. Am 28. Februar bekamen wir ein ausführliches Schreiben von Verkehrsminister Tarek Al Wazir. Er informiert uns in diesem Schreiben darüber, dass Hessen Mobil die Pläne des Baustellenablaufs und der Umleitung noch einmal überarbeitet hat, um die negativen Auswirkungen für die Radfahrer und Fußgänger so gering wie möglich zu halten. Manches wird also wohl doch nicht so schlimm wie befürchtet:

  • 2018 wird es keine Vollsperrung des Niddaufers geben. Das freut besonders auch unsere Freunde vom „Verein Umweltlernen Frankfurt“, die Veranstalter des beliebten „GrünGürtelTages“. Eigentlich stand die Veranstaltung kurz vor der Absage. Sie kann jetzt doch stattfinden, auch mit Fahrradtouren unter Leitung von ADFC-Tourenleitern.
  • einer der beiden Niddauferwege – Nordseite oder Südseite - bleibt im Normalfall offen. Für kürzere Zeitfenster, Näheres wird Hessen mobil noch kommunizieren, muss ab 2019 dennoch damit gerechnet werden, dass beide gesperrt werden müssen. Dann würde die Umleitung über Oeserstraße – Am Römerhof eingerichtet.
  • Die Umleitung über Oeserstraße – Am Römerhof wird verbessert. Sie wird etwas kürzer, weil sie aus Richtung Nied erst an der Straße Am Neufeld beginnt. Die Ampelzeiten an der Kreuzung Oeserstraße-Römerhof werden zugunsten von Radfahren modifiziert, auf der Straße Am Römerhof werden Schutzstreifen markiert, die – in Richtung Nied – besonders gefährliche Querung am Schreberweg wird durch provisorische Querungshilfen sicherer gestaltet. Übrigens: diese Querung ist schon lange ein übler Gefahrenpunkt! Aus dem Provisorium darf hier gern ein Dauerzustand werden!
  • die Alternativvorschläge des ADFC für eine kurze Umleitung in Gerüstbauweise werden aus verschiedenen Gründen verworfen. Wir sind zwar immer noch der Meinung, dass sie realisierbar wären, aber wenn die Umleitung jetzt nicht Jahre, sondern allenfalls wenige Monate greift, lassen wir es damit bewenden.

Wir haben uns bei Tarek Al Wazir bedankt, dass es doch zu einer besseren Lösung als ursprünglich befürchtet kommen kann. Auch der gemeinsame Antrag der Römer-Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN, doch noch einmal nachzubessern, war sehr hilfreich, ebenso wie die öffentlichen Stellungnahmen von Verbänden und Vereinen wie Umweltlernen oder FUSS e.V. Wir bedanken uns aber auch bei allen Radfahrerinnen und Radfahrern, Joggern und Spaziergängern, die in den letzten Wochen mit uns zusammen deutlich ihren Protest gegen eine jahrelange Vollsperrung des Niddauferwegs zum Ausdruck gebracht haben!

So langsam merken immer mehr Bürger und auch Umweltorganisationen, was da in diesem Frühjahr/Sommer an der Nidda auf Radfahrer und Fußgänger zukommt. Bei den Protestaktionen des ADFC und seiner Verkehrs-AG Mitte/Ende Februar zeigten sich fast alle angesprochenen Radfahrer, Jogger oder Spaziergänger mehr oder weniger entsetzt, dass damit bald auf Jahre Schluss sein soll. Die lokale Presse berichtete ausführlich.

Frankfurter Neue Presse

Frankfurter Rundschau

Hauptwache Adressat unserer Forderung nach kurzer und sicherer Umleitung ist der Verkehrsminister, und vom Magistrat erwarten wir mehr Engagement bei der Verteidigung des Leuchtturmprojekts "GrünGürtel" – eins von 4 Transparenten des ADFC an der Niddabrücke der A 648
Foto: Susanne Neumann

Die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen im Stadtparlament haben einen Antrag verfasst, in dem sie den Magistrat auffordern, sich bei Hessen Mobil für eine bessere Umleitungslösung einzusetzen. Der Verein „Umweltlernen in Frankfurt“ als Hauptorganisator des frühsommerlichen „Grüngürteltages“ sieht sich gezwungen, diesen beliebten Event komplett in Frage zu stellen, wegen der Untauglichkeit der von Hessen Mobil geplanten Umleitung insbesondere für Familien. Auch aus Kreisen des BUND wird Unmut vernehmbar. Die Fußgängerlobby FUSS e,V. protestiert auch.

Der Unmut wird aber erst richtig losbrechen, wenn plötzlich an einem schönen Frühsommer-Wochenende Tausende Frankfurter und Sulzbacher und Eschborner und Oberurseler zu Fuß oder mit dem Rad vor dem Schild stehen „Betreten der Baustelle verboten – fahren oder spazieren Sie 3 km Umleitung – viel Spaß“.

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