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Schluss mit der Angstmacherei vor der Straße!

Eine leider notwendige Polemik zu einer Diskussion im ADFC

Bild zum Artikel Der Homo Frankfurtensis, bekannt für seine hohe Radfahrer-Vermehrungsrate, auf dem Rad. Angstmache der ADFC-Zentrale kümmert ihn offenbar nicht

Völlig unfassbar: Verdoppelung des Radverkehrs in sechs Jahren, und das in einer Stadt mit einer fahrbahndominierten Fahrrad-Infrastruktur und nur einer einzigen protected-bike-lane von gerade mal 50 Metern Länge! Eigentlich dürften die Frankfurter Radler/innen das nicht, wenn es nach dem derzeitigen ADFC-Medien-Mainstream geht. Pausenlos twittern oder pressetexten Geschäftsführung, Vorstand und Pressestelle, wie grauenhaft doch die Verhältnisse in deutschen Städten sind im Vergleich zu Groningen oder Kopenhagen. Sekundiert wird das noch von einer Handvoll Fahrrad-Jammer-Blogger, die ständig mit Schockvideos die Gefahren des Radfahrens auf der Straße visualisieren. Und trotzdem erdreisten sich jedes Jahr zehntausend Frankfurter/innen mehr, ganz normal auf der Straße Rad zu fahren. Wie machen die das? Ist etwa der „Homo Frankfurtensis“ eine besondere menschliche Spezies?

Der „innere Kordon“, an dem in Frankfurt die Zählstellen stehen, umfasst nicht nur das Gebiet der zentralen Geschäfts-City, sondern umfasst den größeren Teil der die City umgebenden Gründerzeit-Wohnviertel. In anderen Metropolen Deutschlands wäre so ein „innerer Kordon“:

  • der S-Bahn-Ring in Berlin
  • der Ring Altona – Eimsbüttel – Winterhude – Barmbek – Hamm in Hamburg
  • der mittlere Ring in München
  • Gürtel und Rheinbrücken in Köln
  • die B8-Ringstraße Unterbilk – Flingern – Derendorf in Düsseldorf
  • der Gründerzeitkern von Connewitz über Lindenau, Gohlis, Reudnitz in Leipzig
  • die äußere Ringstraße in Nürnberg

Frage an die ADFC-Freunde in den genannten Städten: gibt es dieses erstaunliche Phänomen auch bei euch? Es muss ja nicht gleich eine Verdoppelung in den letzten sechs Jahren sein, aber wir vermuten stark, dass dieser Trend keine lokale Besonderheit Frankfurts ist. Es liegt einfach daran, dass es sich in den zentraleren Vierteln deutscher Großstädte viel leichter mit dem Fahrrad als mit dem Auto lebt. Diese Erkenntnis setzt sich bei ganz normalen Menschen durch.

Diese neuen Radfahrer sind keine Kampfradler oder „vehicular cyclists“ (diesen Begriff kennt höchstens ein Prozent von ihnen). Sie haben vielleicht anfänglich Probleme mit dem Radfahren in der Infrastruktur wie sie sie vorfinden, aber irgendwann probieren sie´s und siehe da, sie kommen ohne Unfall von A nach B, weil sie normal reaktionsfähige Erwachsene sind. Als nächstes ziehen sie sich die Goretex-Jacke an und stellen fest, dass man auch bei Regen und im Winter Rad fahren kann.

Bild zum Artikel Jammer-Blogger guckt lieber weg: hier muss man in Frankfurt Rad fahren können! Auf einem Schutzstreifen! Und tatsächlich, es geht! Wir schaffen das!

Die Radverkehrs-Infrastruktur Frankfurts besteht zu einem sehr großen Teil aus Fahrbahnlösungen (Tempo 30, Einbahnstraßen in Gegenrichtung frei, Schutz- und Radstreifen) und ist nach den strengen ADFC-Kriterien oft nicht geeignet für „8 bis 88 Jahre“. Meistens aber für „15 bis 75“, also für Menschen mit entwickelter Physis und Koordinations- und Reaktionsvermögen. In dieser Zielgruppe gibt es noch sehr viel Luft nach oben!

Diese neuen Radfahrer können nicht warten, bis wir ihnen Kopenhagen herbeigezaubert haben. Wir vom ADFC Frankfurt kämpfen dafür, dass sich die Bedingungen für diese Radfahrer bessern, und zwar mit dem ganzen Instrumentarium an Führungsformen, jeweils an die lokale Situation angepasst. Das kann eine protected-bike-lane sein (etwa dort wo ein Radstreifen ständig zugeparkt wird), muss es aber nicht. Wir ermuntern die Leute zum Rad fahren, auch auf der Fahrbahn, denn dort findet nun mal der meiste Radverkehr statt. Angstmache von „oben“ wirft uns dabei Knüppel zwischen die Beine, sie kann schlimmstenfalls sogar als self-fulfilling-prophecy wirken, und das können wir nun gar nicht gebrauchen.

..hier gibt's die Details zur "Stadtrandzählung 2017" der Stadt Frankfurt am Main

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