In der Ruhe liegt die Kraft
Porträt: Christian Martens

Tja, seit wann kenne ich Christian? Oder seit wann kennt er mich? Ich glaube, es war zu Beginn meiner Zeit als Aktiver im ADFC Bad Vilbel im Jahr 1999. Damals war er schon dabei, und das seit rund einem Jahr. Richtig kennengelernt habe ich ihn bei gemeinsamen ADFC-Radtouren  im Odenwald und Spessart. Und, na klar, danach bei unseren Mehrtagestouren im Vogelsberg und beim Weinradeln durch den Rheingau.

Christian ist ein ruhiger, sachlicher Mensch, der in Ludwigshafen aufgewachsen ist und dort ganz in der Nähe von Altkanzler Helmut Kohl gewohnt hat. Er ist schon immer vor allem in den Naturwissenschaften zu Hause gewesen. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass er sich für ein Chemieingenieur-Studium entschieden hat. Das hat er 1997 erfolgreich absolviert, und seitdem arbeitet er als Chemieingenieur, derzeit für eine Firma im Bereich Industrieanlagenplanung.

Christian ist mit Wiebke verheiratet. Die beiden haben das Tandemfahren für sich entdeckt und auf diese Weise auch schon so manchen Urlaub genossen. Vor gut zwei Jahren haben die beiden eine Familie gegründet und seither zwei süße Kinder bekommen. Hanka ist eineinhalb Jahre alt, ihre Schwester Tineke ist letztes Jahr im September geboren. Nach jeder Geburt war Christian ganz stolz, Vater des jüngsten Bad Vilbeler ADFC-Mitglieds zu sein, und das kostete er bei unseren Treffen mit der Präsentation des neuesten ADFC-Ausweises ausgiebig aus.

Christian ist der Mitglieder-Beauftragte in unserer Ortsgruppe und sorgt als solcher „live“ mit dafür, dass die Mitgliederzahl stetig ansteigt. Mal sehen, wer demnächst noch dazukommt. Er begrüßt Neumitglieder, informiert sie über unsere Aktivitäten und versorgt alle ADFC-Mitglieder in Bad Vilbel regelmäßig mit der frankfurt aktuell. Auch für ADFC-Touren findet er trotz des Familienzuwachses nach wie vor Zeit. Er ist sowohl als Tourenleiter aktiv als auch als Teilnehmer – allein oder auch auf dem Tandem zusammen mit Wiebke. Von seinem Engagement für den ADFC macht Christian nicht viel Aufhebens, doch wer ihn kennt, der weiß, wie verlässlich, wohlüberlegt und präzise er zu Werke geht.

Natürlich war früher mehr Zeit auch für private Touren mit dem Rennrad. Doch derzeit stehen die beiden Töchter im Vordergrund, und so beschränkt sich das Radeln bis auf weiteres fast vollständig auf das Pendeln zur Arbeit. Hierfür bietet sich der Niddaradweg abseits des Verkehrs vorzüglich an. Wochentags morgens um sieben Uhr lässt es sich dort wunderbar zügig pedalieren, sodass Christian spätestens bei der Ankunft im Büro seiner Firma im Industriepark Höchst hellwach ist.

Ob er in Zukunft Touren mit der ganzen Familie mit Tandem und Anhänger fahren wird, weiß ich nicht. Solch ein Gespann wird sich aber schnell in den Verkehrsmeldungen im Radio herumsprechen ... Ansonsten hoffe ich, dass wir auch künftig noch viele Touren zusammen fahren und ich dann auch wieder die Chance bekomme, endlich einmal eine Bergwertung zu gewinnen!

Text und Foto: Armin Möller

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