Ein Leserbrief zu Radschnellwegen zeigt: Schon jetzt entstehen Kompromisse, etwa bei Mindestbreiten oder Streckenführung, um schneller Ergebnisse zu erzielen. Wassergebundene Decken wie am Welscher Weg gelten als ungeeignet, da sie schnell verschleißen. Beim FRM1 sieht der ADFC nach Überwindung politischer Widerstände dennoch gute Fortschritte für die Anbindung Neu-Isenburgs.
Leser:innen äußern sich zur A5-Demo und dem Gerichtsurteil, zu gefährlichen Überholvorgängen auf zu schmalen Radwegen wie an der Adickesallee, zur Würdigung des Radfahrbüros und zum neuen, aus ihrer Sicht nur halbherzigen Radstreifen an der Eschersheimer Landstraße im Dornbusch.
Henning Kaufmann schildert, wie schnellere Radfahrende ihn als langsamerer Radler häufig rechts überholen, oft ohne zu klingeln, besonders auf schmalen oder zugeparkten Radwegen. Er kritisiert fehlenden Platz zum Linksüberholen, gefährliche Ausweichmanöver auf Gehwege und wünscht sich vom ADFC konkrete Verhaltenstipps für ein friedliches Miteinander von langsamen und schnellen Radfahrenden.
Ein Leser begrüßt den neuen „Leitfaden Radverkehr an Baustellen“ der Stadt Frankfurt und fordert, dass auch andere Kommunen im Rhein-Main-Gebiet solche Regelungen erstellen und umsetzen. Besonders in Eschborn erlebt er immer wieder widersprüchliche, dilettantische Beschilderungen, die Radfahrer und Fußgänger gefährden, während Kontrollen durch Ordnungskräfte oft fehlen.
Ein Leser schildert, wie er in Emmerich (NRW) vergeblich eine Fahrradkarte am Automaten suchte und schließlich ohne Ticket losfuhr. Bei der Kontrolle drohte der Schaffner mit der Bahnpolizei, sah davon aber ab, da er annahm, der Reisende aus Hessen kenne die NRW-Regelung nicht.
Die Gerichte geben Gas – für <nobr>Autofahrer</nobr>
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof erklärt den Verkehrsversuch in Gießen für rechtswidrig – nach nur zwei Monaten Verfahrensdauer, während Klagen sonst durchschnittlich über 16 Monate dauern. Der Leserbrief kritisiert die hessische Verkehrspolitik: der Radschnellweg Darmstadt-Frankfurt bleibt unvollendet, nur 27 Kilometer Radwege entstanden in neun Jahren, während das Verkehrswendegesetz seit Oktober 2022 unbearbeitet beim Staatsgerichtshof liegt.
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