1. Tag, Freitag, 29. Mai 2026
Am ersten Tag radeln wir vom Bahnhof Türkismühle nach Landsweiler-Reden. Auf der dortigen Bergmannsalm werden wir die Mittagspause einlegen und können unseren Blick über die Bergwerksregion schweifen lassen. Anschließend unternehmen wir eine Führung am Erlebnisort Reden. Wir entdecken die Vielfalt dieses einmaligen Industriekultur-Areals im Herzen des Saarlandes. Fast 150 Jahre lang wurde zwischen 1846 und 1995 auf dem Gelände des Erlebnisortes Steinkohle abgebaut. Danach machen wir einen Abstecher zur Halde Göttelborn, eine der massivsten im Saarland. Mit dem sogenannten „Weißen Riesen“, dem Förderturm des ehemaligen Förderschachtes, findet sich ein prominentes Relikt des Kohlebergbaus im Saarland in unmittelbarer Nähe. Auf dem Haldenplateau angekommen, bietet uns der Blick ein fantastisches Panorama auf Hunsrück, Pfälzer Wald und Vogesen. Abschließend radeln wir nach Neunkirchen und schauen uns auf dem Alten Hüttenareal um. Aus 40 Hektar Industriebrache entstand ein großes, grünes Innenstadtparadies, in dem sich auch der Hochofenkomplex mit Wasserturm befindet. Wir übernachten schließlich unweit der Innenstadt im ruhig gelegenen Hotel am Zoo in Neunkirchen.
Unterkunft: Hotel am Zoo, Neunkirchen
ca. 62 km, ca. 850 hm
2. Tag, Samstag, 30. Mai 2026
Am zweiten Tag machen wir uns auf den Weg von Neunkirchen zum Erlebnisbergwerk Velsen an der Grenze zu Frankreich. Wir besichtigen im Rahmen einer Führung das am Vollständigsten erhaltene Ensemble preußischer Montanindustriebauten. Nach der Mittagspause unternehmen wir einen Abstecher nach Frankreich. Wir erkunden den Carrière du Barois und den Parc Explor Wendel. Im Carrière du Barois versetzen uns die bunten, ockerfarbenen Klippen, die mal rosa und mal gelb sind, in eine Canyonlandschaft. Sein Aussichtspunkt in 80 m Höhe enthüllt die Teiche, die längst die Maschinen ersetzt haben. Der Sandstein wurde zu Sand für die Aufschüttung der Bergbaustellen zerkleinert. Der Parc Explor Wendel ist ein ehemaliger Standort zur Förderung von Kohle; die Zeche Wendel entstand 1862. Hier gibt es das Musée Les Mineurs Wendel, die Grube Wendel zu entdecken. Von dort aus erreichen wir schließlich in einer knappen Stunde unser in der Saarbrücker Altstadt gelegenes Hotel Madeleine. Am Abend haben wir ausreichend Zeit, den St. Johanner Markt zu erkunden.
Unterkunft: Hotel Madeleine, Saarbrücken
ca. 75 km, ca. 660 hm
3. Tag, Sonntag, 31. Mai 2026
Am dritten Tag radeln wir von Saarbrücken aus den Saarradweg entlang zunächst zum Saarpolygon in Ensdorf, einer begehbaren Großskulptur, die als Symbol des Wandels in abstrakter Formensprache vielgestaltige Bergbaumotive nachzeichnet. Von dort aus radeln wir weiter über den Ökosee in Dillingen, eine unweit der Saar gelegene Auenlandschaft zum Dillinger Stahlwerk. Wir bestaunen das Stahlwerk, das mit seinen 5.500 Beschäftigten weltweit Bleche liefert, mit denen Brücken, Meeresplattformen und vieles andere mehr gebaut werden. Das höchste Haus Europas, der Turm der Commerzbank in Frankfurt, wurde übrigens mit Dillinger Stahl errichtet. Von Dillingen aus machen wir uns dann auf zum Höhepunkt der Tour: das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, das weltweit einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung und zugleich das erste Industriedenkmal dieser Epoche, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Dort unternehmen wir eine mundartsprachliche Führung „uff de Hitt“. Von Völklingen aus geht es dann entlang der Saar zurück zum Bahnhof nach Saarbrücken, von wo wir – mit unseren zahlreichen Eindrücken- die Rückreise nach Frankfurt antreten.
ca. 74 km, ca. 330 hm