Ostfrankreich
Hübsche Städte in Lothringen an der La Voie Bleue, sanfte Durchquerung der Südvogesen und Weinörtchen im Elsaß
Mit der Bahn fahren wir nach Metz. Die dortige Altstadt bezaubert uns mit historischen Bauwerken, zahlreichen gotischen Kirchen und barocken Platzanlagen. Fast immer an der Mosel entlang gelangen wir nach Nancy. Neben dem zentralen Place Stanislas sowie weiteren Plätzen, die mit Ihrem architektonischen Ensembel seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, wird die Stadt auch durch das einstige Zentrum des französischen Jugendstils geprägt. Später erreichen wir Epinal, was die Hauptstadt des franz. Departements Vosges ist. Auf ehemaligen Bahntrassen und einem kleinen Pass vorbei an der Moselquelle mit anschießender rasanten Abfahrt kommen wir in die Nähe des Lac de Kruth-Willdenstein. Weiter geht es im Tal der Thur über Thann (mit der Eglise St. Thiébaut, große gotische Kirche) und Cernay zur südelsässischen Weinstraße. Vorbei an Weinorten wie Guebwiller nach Gueberschwihr und weiter über Eguisheim, Turckheim, Kayersberg, Requewihr, Ribeauville und Bergheim nach Colmar. Zwischendrin auch einen Abstecher ins Munstertal. Bahnrückfahrt von Colmar nach Frankfurt.
Unsere Leistungen für diese Reise:
- An- und Abreise ab Frankfurt (Hbf) mit Fahrrad per Bahn
- 6 Übernachtungen/Frühstück
- 2 Übernachtungen/Halbpension
nicht Enthalten:
- Essen und Getränke abends und tagsüber
- Eintritte für verschiedene evtl. Besichtigungen
ADFC Reiseleitung:
Rainer Griga
1. Tag, Montag, 07. September 2026
Nach einer voraussichtlich geglückten Anreise mit der Bahn nach Metz verbleibt uns hoffentlich noch Zeit für einige Erkundungen. Metz mit seinen knapp 120.000 Einwohnern ist neben einer modernen Stadt auch reich an historischen Bauwerken, zahlreichen gotischen Kirchen und barocken Platzanlagen. Schon der Bahnhof sowie die nahegelegene führere Post überrascht uns mit seinen Elementen aus dem Jugendstil. Das beeindruckendste Bauwerk ist die Cathedrâle Saint-Etienne (Stephansdom)(1). Ein Kontrast hierzu bildet das Centre Pompidou-Metz, ein modernes, zeitgenössisches, architektonisches Kunstzentrum mit drei Galerien. Das an einem Moselarm gelegene Temple-Neuf ist die evangelische Kirche in mittelalterlicher Architektur (erbaut im 20. Jh.). Hier wurde der Dom zu Speyer nachempfunden. Unweit davon die Opéra-Théâtre sowie der Place de la Comédie (beides von 1738 – 1752 erbaut). Auch verschiedene Stadttore, wie auch die Porte des Allemands (1230 – 1480) sowie ein Marché, der uns am nächsten Morgen regionale Produkten offeriert. Vielleicht besuchen wir auch die romanische Kirche Saint-Maximin (12. – 15. Jh.) mit seinen wunderschönen Glasmalereien von Jean Cocteau sowie einige schöne Plätze (Place de la République und Place St.-Louis, 13. – 15. Jh.). Wir übernachten unweit der Altstadt in einem IBIS Hotel direkt an der Mosel (ÜN/Fr.***).
ca. 20 km (Anreise mit der Bahn, Besichtigungstour in Metz)
(1) Die Kathedrale gehört mit ihren 42 m hohen Kirchenschiff zu den größten gotischen Kirchengebäuden in Europa und ihre Kirchenfenster mit einer Gesamtfläche von 6.500 mq (aus dem 13. – 21. Jh., darunter auch einige von Chagall) haben ihren Beinamen „die Laterne Gottes“ verliehen.
2. Tag, Dienstag, 08. September 2026
Auf unserer Fahrt nach Nancy kommen wir an Pont-à-Mousson vorbei. Dort finden sich die sehenswerte Kirche Saint-Martin (13. Jh.) sowie die Abbaye des Prémontres (1705-1735), ein Beispiel der Lothringer Klosterbaukunst. Vielleicht machen wir unterwegs auch einen kleinen Abstecher nach Dieulouard zur Kirche Saint-Sebastian (1482) und seinem Château. Die Festungsanlage wurde im 10. Jh. errichtet und im 15 Jh. zu einer imposanten Burg ausgebaut (heute ein galloromanisches Museum). Wenig später können wir in Millery einen kleinen Abstecher zu einem Le Lavoir communal (Waschhaus) vornehmen. Dieses sicherte Mensch und Tier den Zugang zu Quellwasser durch 3 Brunnen (1811 errichtet). Es wurde nach historischen Plänen wieder aufgebaut und 2014 mit dem Regional Heritage Ribbon Award ausgezeichnet. Einige Zeit später verlassen wir die Mosel und gelangen meist an einem Kanal nach Nancy und dort in die historische Altstadt. Die Hauptstadt des Départements Meurthe-Moselle (rd. 105.000 Einwohner) als lebhafte Universitätsstadt bietet neben schönen Bürgervillen vor allem durch das architektonische Ensemble des Place Stanislas, des Place de la Carrière sowie des Place d`Alliance ein typisches Beispiel für aufgeklärt-absolutistischen Städtebau (seit 1983 UNESCO Welterbe). Die einstige Stadt des französischen Jugendstils lockt jährlich viele kulturinteressierte Besucher an. Auch Feinschmecker kommen auf ihre Kosten. Hier werden die berühmten Bergamotte-Bonbons hergestellt und auch weitere kulinarische Spezialitäten, die Makronen von Nancy und der Baba au Rhum (ein mit Sirup und Rum getränkter Napfkuchen), sind durchaus eine Kostprobe wert. Wir verbringen die nächsten zwei Nächte in einem Hotel (ÜN/Fr.***) nahe dem UNESCO-Welterbe in einem eher ruhigeren Fußgängerbereich. Unsere Räder müssen wir in einem nahe gelegenen Parkhaus unterbringen.
ca. 70km (Fahrt auf der La Voie Bleue an der Mosel entlang bis Nancy, überwiegend flach)
3. Tag, Mittwoch, 09. September 2026
Ausgiebige Stadtbesichtigung in Nancy (zu Fuß und ggf. mit Rad) und ggf. kürzere Radausflüge zu dem Château d Montaigu1 und/oder zu dem Château de Fléville (Hin- und Rückfahrt ca. 25 -30 km) ist eine Alternative.
Das letztgenannte heutige Renaissanceschloss wurde inspiriert von der Architektur der Schlösser im Loiretal und wurde 1533 fertiggestellt. Leider können wir es in dieser Zeit nur an Wochenenden und Feiertage von Innen besichtigen und müssten uns von daher mit dem Themengarten und dem romantischen Park begnügen. Ein weiterer kürzerer Abstecher ist zu der Mittelalterstadt Liverdun möglich (ca. 37 km als Hin- und Rückfahrt). Dieser Ort stammt aus dem 12. Jh. und diente lange Zeit als Sommerresidenz für die Bischöfe von Toul. Damit würde es sich auch anbieten,die Cathédrale Saint`Étienne deToul zu besichtigen, die im gotischen Stil mit Einflüssen aus der Champagne im 13. – 15. Jh. errichtet wurde. Um diese beiden sehenswerte Orte zu besuchen, sollten wir die Moselschleife westlich von Nancy abfahren, die uns aber mit knapp 80 km (meist eben) etwas herausfordern könnte.
bis zu 80 km (Fahrt auf der Moselschleife und/oder Stadtbesichtigung oder kürzere Radausflüge ca. 25 – 36 km)
(2) der klassizistische Bau aus dem 18. Jh. ist umgeben von einem 14 ha. großen Park, der Englische und Französische Stilelemente mit altem Baumbestand vereint.
4. Tag, Donnerstag, 10. September 2026
Wir verlassen Nancy und kommen meist an einem Kanal entlang nach knapp 20 km wieder an die Mosel. Auf unserem Weiterweg überqueren wir bei Flavigny-sur-Moselle eine 160 m lange Kanalbrücke mit 10 Stützbögen (1880 errichtet) und diese führt den Canal des Vosges über die Mosel.
Ca. 10 km später können wir einen kleinen Abstecher nach Bayon mit seiner Église Saint-Martin (1881 erb. im Stil der lothringischen Neorenaissance) und zu dem Château- néo-Renaissence (jetzt Herrenhaus, erb. 1874 im Stil der Neorenaissance) erwägen (zusätzlich 2-3 km).
Anschließend fahren wir 3,5 km lang durch ein Naturschutzgebiet der wilden Mosel mit seinen Auenwäldern und vielfältigen und teils seltenen Tier- und Pflanzenwelten.
Dann fahren wir durch den Ort Charmes mit seiner L`Église Saint Nicolas. Die 1493 fertiggestellte Kirche hat viele Veränderungen erfahren und vereint ein gotisches Kirchenschiff und die Kapelle im Renaissancestil mit einem modernen Betonglockenturm.
Nach weiteren 10 km können wir von Nomexy einen Abstecher nach Châtel-sur-Moselle unternehmen (zzgl. ca. 2 km), um eine mittelalterliche Festung (Ursprünge reichen bis ins 11 Jh.) von 5 ha, die damit einer der größten Burgen in Europa darstellt.
Ca. 7 km später können wir in Thaon-les-Vosges die La Rotonde sehen. Es ist ein Gebäude in Form eines Lothringer Kreuzes und wurde 1910 erbaut und erst 1923 in seiner heutigen Form vom Architekten Hébrard, nach dem Vorbild des Châtelet-Theaters, fertiggestellt.
Wenige Kilometer später wird bei Golbey die Mosel über eine 100 m lange Kanalbrücke überquert und wir kommen längs des Kanals ins Stadtzentrum von Épinal. Vielleicht haben wir noch Lust eine kleine Runde über das Château d´Épinal mit seinem dazugehörigen 27 ha großen Park zu drehen (zzgl. ca. 6 km) oder auch nur einen kleinen Fußweg zur Basilique Saint-Maurice (12. – 19. Jh. erb.) zu unternehmen. Wir übernachten jedenfalls am Moselufer in der Nähe der kleinen Altstadt (ÜN/Fr.****) und könnten uns u.a. der hiesigen kulinarischen Spezialität den „Spinadors“ widmen, die von einem Schokoladenfabrikanten aus Épinal hergestellt wird.
ca. 80 km (Fahrt nach Épinal auf der La Voie Bleue Moselaufwärts, meist fast eben mit einer kürzeren Steigung).
5. Tag, Freitag, 11. September 2026
Wir fahren überwiegend auf einer ehemaligen Bahntrasse nach Bussang, die von 1864 – 1891 erstellt und mit Zügen befahren und 1989 eingestellt wurde. Der Radweg hierzu wurde 1999 eröffnet und ist jetzt einer der „La Voie verte des Hautes Vosges“, der mit einem European Greenways Award 2005 ausgezeichnet wurde.
Unterwegs im Ort Le Thillot könnten wir uns ggf. für eine Führung durch eine alte Kupfermine der Herzoge von Lothringen anschauen. Gute Schuhe und warme Kleidung wären hier ratsam.
Eine andere kulturelle Alternative wäre ein Besuch (ca. 10km weiter) in Bussang das „Théatre du Peuple“. Es wurde 1900 am Waldrand errichtet. Berühmt ist es vor allem wegen der Bühnenrückwand, die sich zur Natur hin öffnet. Dort werden jeden Sommer Theaterstücke geprobt und uraufgeführt. Dort mischen sich Laiendarsteller und professionelle Schauspieler, dort treffen klassische Repertoirestücke auf zeitgenössische Bühnenwerke. Der Besuch einer Vorstellung während des engen Zeitplans einer Radreise ist sicherlich ausgeschlossen, aber vielleicht erhalten wir eine kleine Führung zu diesem originellen Veranstaltungsort.
Wenig später auf einer kurzen stärkeren Steigung kommen wir auf einer Höhe von 680 mtr. an der Moselquelle vorbei.
Wenig später geht es rasant auf einer Länge von nur 6 km knapp 300 Höhenmeter auf einer Bundesstraße hinab.
Anschließend sind es nur noch wenige Kilometer in dem Tal der La Thur zu unserem Übernachtungsquartier für 2 Nächte in Kruth, einem typischen elsässischen Hotel (ÜN m. HP**).
ca. 80 km, ca. 750 hm (Fahrt nach Kruth über den Pass Bussang, meist unmerklich ansteigend mit einer rasanten Abfahrt).
6. Tag, Samstag, 12. September 2026
Heute haben wir verschiedene Optionen, da wir am Abend wieder am gleichen Quartier sind:
Entweder man legt einen kleinen Ruhetag ein, fährt wenige Kilometer mit dem Rad zum Lac du Kruth-Wildenstein und gleitet dort ggf. mit einem geliehenen Tret- oder Ruderboot auf dem Stausee herum. Dieser Stausee liegt umgeben von hohen Bergen der Vogesen. Mehrere Bergrücken von über 1.200 Metern umgeben den See.
Eine andere Alternative wäre eine Wanderung zu den umliegenden Bergen.
Für Sportive mit E-Bike böte sich eine Radtour auf den höchsten Berg der Vogesen, dem Grand Ballon an. Die letzten 90 Höhenmeter muss man zu Fuß auf den 1.422 mtr. hohen Berg erklimmen. Im Übrigen sammelt man auf den gut 30 km dorthin ca. 1.300 Höhenmeter.
Eine schöne Alternative ist aber auch, ein Stück des nächsten Tages im Tal der Thur abwärts nach Husseren-Wesserling zu fahren, um den dortigen Park und ggf. das Textilmuseum zu besuchen. In der ehemaligen königlichen Manufaktur befindet sich das Textilmuseum mit regelmäßigen Sonderausstellungen und diversen Veranstaltungen. Die fünf, teilweise künstlerisch dekorierten Gärten von Wesserling zählen zu den schönsten des Elsass.
Ruhetag oder 30 km, 1200 hm
7. Tag, Sonntag, 13. September 2026
Wir fahren leicht talabwärts im Thurtal über Saint-Amarin und kommen nach ca. 20 km in Thann an. Hier beginnt die Elsässische Weinstraße. Das zentral gelegene, dem heiligen Theobald geweihte gotische Gotteshaus ist die größte Sehenswürdigkeit der Stadt (erbaut von 1320 – 1516). An dem Hauptportal (Westfassade) findet sich ein einzigartiges Ensembel aus 500 Figuren. In unmittelbarer Nähe des Kirchenbaus erblicken wir auch schöne mittelalterliche Gebäude, z.B. <Haus-Nr. 24 in der Rue de la Halle.
Weiter geht es bis Cerrnay in östlicher Richtung, ehe wir anchließend tendenziell nach Norden fahren. Hier kommen wir auch nach Guebwiller. Neben den steilen Rebenterassen ist die Eglise St. -Léger (erbaut 1200, erweitert im 14 und 16. Jh.) sicherlich ein Besuch wert. Am eindrucksvollsten ist die Westfassade: Ein Rautenmuster schmückt den Giebel zwischen den beiden mächtigen Türmen, deren Fensteröffnungen von reich verzierten Säulchen gegliedert sind. In diesem Ort findet sich auch ein sehenswertes Rathaus , ein spätgoisches Patrizierhaus, die Eglise Notre-Dame sowie das Château de la Neuenbourg. Etwas außerhalb die Burgruine Hugstein.
Weiter geht es über den Ort Soultzmatt ( hier wird mineralienhaltiges Quellwasser abgefüllt).
Wenn wir Zeit haben können wir zuvor auch noch einen Abstecher in den Ort Rouffach vornehmen. Hier haben die Hexen das Sagen. Hier gibt es den schönsten Hexenturm im Elsass, gleich neben dem Rathaus. Weiterhin gibt es hier eine beeindruckende Kirche, kopfsteingepflasterte Gassen und schöne Plätze mit gemütlichen Lokalen.
Wenige Kilometer später erreichen wir Gueberschwihr, unseren nächsten Übernachtungsort (ÜN/Fr.***). Hier finden sich fast authentische mittelalterliche Gassen, prächtige blumengeschmückte Winzerhäuser, ein zentraler Platz, der nahezu die Ausmaße einer italienischen Piazza hat und nette Gasthäuser. Es ist ein besonderes Kleinod, dass auch dem Arte-Team als der ideale Drehort für die 1996 ausgestrahlte 4-teilige Fernsehproduktion „Die Elsässer“ erschien.
ca. 75 km (Fahrt talabwärts im Tal der Thur bis Cernay, dann hügelig an der Elsässischen Weinstraße bis Gueberschwihr)
8. Tag, Montag, 14. September 2026
Nach wenigen Kilometern erreichen wir das malerische Eguisheim, die vielleicht größte Attraktion der südlichen Weinstraße. Eguisheim wurde in drei konzentrischen Kreisen um die zentrale achteckige ehemalige Wohnburg der hiesigen Grafen erbaut. Die Burg wurde im 8. Jh. errichtet und soll der Geburtsort des späteren Papstes Leo IX gewesen sein. Neben den malerischen vielen Fachwerkhäusern besticht Eguisheim durch drei hoch über dem Ort stehende Burgruinen.
Bei der Weiterfahrt ins Munstertal, eines der schönsten Täler des Vogesenmassivs, kommen wir auch durch Munster durch. Dieser Ort ist besonders bekannt für den dort hergestellten Münsterkäse, der sich mit einem Glas Wein aus der Region herrlich genießen lässt. Diese Möglichkeit hätten wir in dem Ort Gunsbach, im dortigen Musée de la Maison du Fromage (um 13 Uhr wäre immer eine deutsche Führung). Alternativ wäre auch ein Besuch des Albert-Schweitzer-Hauses möglich. Der Friedensnobelpreisträger hat dort 1928 sein Haus erbaut.
Wir fahren ein gutes Stück ins Munstertal bis nach Metzeral hinein und auf ähnlichem Weg wieder zurück nach Wintzenheim (wer will, kann mit der Bahn ggf. auch einen großen Teil dieser Strecke zurücklegen), um die letzten wenigen Kilometer in das charmante und historische Turckheim zu gelangen. Hier dürfen wir für eine Nacht bleiben (ÜN/Fr.***). Eine Weinprobe ist in diesem Ort gegen Zusatzkosten vorgesehen. Vielleicht können wir auch eine Runde mit dem dortigen Nachtwächter drehen, der dort nach wie vor sein Lied zur „güedi Nacht“ singt.
ca. 70 km (Fahrt über Eguisheim, Wintzenheim in das schöne Munstertal bis hinter Metzeral und auf weitgehenst ähnlichem Weg zurück nach Turckheim)
9. Tag, Dienstag, 15. September 2026
Von Turckheim geht es ein wenig bergig weiter nach Kaysersberg. Auch hier findet sich ein Museum über Albert Schweitzer. Seine reizvolle Lage verdankt es aber auf der einen Seite von Vogesenbergen und auf der anderen Seite von Weinbergen eingerahmt zu sein und seinen vielen mittelalterlichen Gebäuden. Wir werden wenige 100 Meter uns in diesem alten Ortskern umschauen.
6 km und über 100 Höhenmeter weiter kommen wir zur nächsten Perle der elsässischen Weinorte, Riquewihr. Es gehört zu den schönsten und meistbesuchten Dörfern Frankreichs. Romantische Gassen, buckliges Kopfsteinpflaster, wunderschöne Fachwerkhäuser, mächtige Türme und Mauern prägen diesen pittoresken Ort. Vieles blieb erhalten, wie es vor Jahrhunderten erbaut worden ist. Wir durchschreiten den ganzen mittelalterlichen Kern.
Es geht weiter hinauf und wieder hinab und wir treffen nach weiteren 6 Kilometern in Ribeauvillé ein. Auch hier ist noch ausgesprochen viel mittelalterliche Bausubstanz ersichtlich. Weiterhin wird der Ort gleich von drei Burgen überragt. Wir nehmen uns die Zeit, den Ort von oben nach unten zu durchschreiten.
Gemächlich geht es dann nach Bergheim (4 km weiter), was ebenfalls einen schönen Ortskern hat. Die ältesten Häuser aus dem 15. Jh. bestehen aus Mauer- und Fachwerk und stehen mit dem Giebel zur Straße.
Auf der Radstrecke der elsässischen Weinstraße geht es dann meist eben in südliche Richtung. Nach ca. 20 km erreichen wir dann Colmar, bevor die späte Rückreise mit der Bahn über Basel nach Frankfurt erfolgt.
ca. 45 km (Fahrt über Weinorte oberhalb der elsässischen Weinstraße über Kayersberg, Riquewihr, Ribeauville und Bergheim und südlich nach Colmar über die elsässische Weinstraße.)
Im Übrigen ist dies nur ein Angebot, ein Besuch in Colmar ist aus Zeitgründen wegen der Tourenlänge bzw. der Rückreise am gleichen Tag nicht vorgesehen. Es steht aber jedem offen, am vorletzten Tag vom Munstertal einen Abstecher (am Besten unter Zuhilfenahme eines Bahntransportes oder am letzten Tag zeitiger in Colmar zu sein und Erkundungen auf eigene Faust vorzunehmen.
Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt strahlt eine Atmosphäre aus, die ihresgleichen sucht. Die Erker, Giebel und Mauervorsprünge der zahlreichen Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter und der Renaissance schmiegen sich im Schatten der Martinskirche(3) aneinander.
3) Die Stiftskirche wurde von 1234 bis Ende des 14. Jh. erbaut. Sie ist ein Hauptwerk der gotischen Architektur im Elsass.
Streckenverlauf
Die Tourenleitung behält sich vor, den Streckenverlauf der Tour zu ändern oder zu kürzen falls sie es für erforderlich hält (z. B. wetterbedingt, Pannen, etc.)

Hinfahrt
Montag, 07. September 2026:
Treffpunkt ist Frankfurt Hauptbahnhof, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben, Zugfahrt nach Metz
Rückfahrt
Dienstag, 15. September 2026:
Zugfahrt von Colmar nach Frankfurt
Reisedetails
Datum:
Mo. 07.09. – Di. 15.09.2026
buchbar bis: 31.03.2026
- 9-tägige Etappenreise
- 8 ÜF
- DZ, EZ
Teilnehmerzahl:
min. 12 Teilnehmer:innen
max. 14 Teilnehmer:innen
Schwierigkeitsgrad: * * *
mittelschwere Tour :
- bis 21 km/h auf ebener Strecke
- 20-80 km je Tagesetappe
ADFC Reiseleitung:
Rainer Griga
Reisepreis: 1030,00 €
für ADFC-Mitglieder: 1005,00 €
EZ-Zuschlag: 400,00 € (begrenzt verfügbar)
Buchungscode: 2026-01
Reiseanfrage
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