Aufbruch im VerBUND
Blick auf die Aktion einer „Nachbar“-Organisation,
bei der es um Umweltschutz im alltäglichen Leben geht. Mitmachen erwünscht!

Der Austausch zwischen Menschen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen, gibt Unterstützung für das eigene Engagement, bringt Anregungen und lädt ein, Neues auszuprobieren. Das war für mich Anlass, in meiner „Doppel-funktion“ als ADFC-Mitglied und BUND-Projekt-Betreuerin hier eine neue Aktion des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) Landesverband Hessen vorzustellen. Wir haben sie „Aufbruch im VerBUND“ getauft und möchten mit ihr im alltäglichen Leben mehr Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit verwirklichen.

Umwelt- und Naturschutz ist nach wie vor ein wichtiges Thema, denn dabei geht es schlicht und ergreifend um die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Umwelt- und Naturschutz ist von daher auch zugleich „Menschenschutz“. Eine Verringerung der Schadstoffe in unserer Umwelt zum Beispiel wäre gleichzeitig eine aktive Gesundheitsvorsorge; wie die starke Zunahme von Allergien in den letzten Jahrzehnten zeigt.

Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet, die natürlichen Ressourcen so zu nutzen, dass sie in Zukunft weiterhin zur Verfügung stehen. Also der Natur nicht mehr zu entnehmen, als sie „nachproduziert“ und nicht mehr „Dreck“ in Luft, Wasser und Erde abzulassen, als sie verkraften können. Radfahren ist also nachhaltiger als die Nutzung des Autos, denn es werden weniger Ressourcen verbraucht (Herstellung, Verkehrswege) und RadfahrerInnen pusten keine Schadstoffe in die Luft.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zum einen Sache der Politiker aller Parteien und der Wirtschaft, die der BUND auch weiterhin nicht aus ihrer Verantwortung entlassen wird. Zum anderen wollen wir aber auch selbst ein positives Zeichen setzen und mit dem „Aufbruch im VerBUND“ im alltäglichen Leben kleine Schritte in Richtung Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit gehen. Wir laden alle Leser und Leserinnen des frankfurt aktuell herzlich ein sich zu beteiligen.

Es geht hierbei um folgende Zielsetzungen:

  • die Nutzung umweltfreundlicherer Verkehrsmittel (worin RadfahrerInnen ja Übung haben)
  • den Umstieg auf sogenannten „grünen“ Strom (d.h. aus erneuerbaren Energiequellen, nicht aus fossilen Energieträgern oder gefährlichen Atomkraftwerken). Wie wichtig gerade die Verminderung des Treibhausgases Kohlendioxid ist, zeigen ja die ungewöhnlich starken Regenfälle des letzten Jahres mit den damit einhergegangenen „Jahrhundert“überschwemmungen.
  • eine verstärkte Ernährung mit Lebensmitteln aus Bio-Erzeugung, die – im Falle von Dritte-Welt-Produkten – auch fair gehandelt sind. Das heißt, die Erzeuger erhalten angemessene Preise für ihre Produkte (und keine Dumping-Preise, die ihre Armut noch verschärft).
  • die Bildung von Tauschringen für Güter und Dienstleistungen (weg von einer Wegwerf-Mentalität hin zur Langlebigkeit von Gütern und deren gemeinschaftlicher Nutzung)

Zu den einzelnen Themen haben wir praktische Tipps zusammengestellt, z.B., was man tun muss, um auf „grünen“ Strom umzusteigen. Beigefügt ist auch eine Tabelle von Stromanbietern, deren Produkt mit dem „Grünen Strom Label“ ausgezeichnet wurde, sowie deren Tarife. (Das ist übrigens längst nicht mehr so teuer wie in der Anfangszeit. Ich bin im „Selbstversuch“ auf „grünen“ Strom umgestiegen und zahle nun bei einem Jahresverbrauch von 800 kWh gerade mal 16 _ mehr fürs ganze Jahr.) Oder wir erklären, was Bio-Lebensmittel sind und woran man sie eindeutig erkennen kann. Beim Thema umweltfreundliche Verkehrsmittel hat uns der ADFC Frankfurt mit wichtigen Informationen versorgt. Das Ganze ist im Internet unter www.bund-hessen.de, Rubrik „Projekte“, Stichwort „Aufbruch im VerBUND“ zu finden. Gerne senden wir die Unterlagen auch in „papierner“ Form zu.

Einen Nutzen solcher Schritte in Richtung Umweltfreundlichkeit hat nicht nur die Natur, sondern haben wir auch selbst. Eine (teilweise) Umstellung der Lebensweise bedeutet keineswegs nur Verzicht, sondern es wird dabei auch etwas „gewonnen“. So berichtete zum Beispiel einer der Aktions-Teilnehmer, dass ihm die Fahrt mit dem Rad zum Arbeitsplatz zunächst schwergefallen sei, aber dann führt er weiter aus: „...diese Zeit genieße ich inzwischen als Frühsport.“

Wir freuen uns über alle ADFC-Mitglieder und LeserInnen des frankfurt aktuell, die sich gerne an der Aktion beteiligen möchten, stehen mit Rat und Tat dabei zur Seite und fänden Anregungen dazu sowie einen weiteren Gedanken- und Informationsaustausch zwischen ADFC und BUND höchst reizvoll.

Regine Müller (Projektbetreuung)
BUND Hessen, Triftstr. 47
60528 Frankfurt-Niederrad
Tel: 069/67 73 76-10

regine.mueller@bund-hessen.de

www.bund-hessen.de

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25. März 2003 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt