Editorial

Es war wie verhext. Da standen wir nun vor dem ADFC-Laden, der an diesem Abend geschlossen war, und alle „Schlüsselfiguren“ waren entweder verhindert (Peter) oder hatten ihre Schlüssel nicht dabei (Ralf und Michael). Aufgrund der Jahreszeit war an eine Besprechung auf dem Trottoir nicht zu denken und so hieß es: „Lokalbegehung“ im Nordend im Namen von frankfurt aktuell. Man sollte meinen, es sei ein Leichtes, dort eine geeignete Kneipe zu finden, aber dem war nicht so. Die Urteile über das Angebot reichten von „zu ungemütlich“, „zu teuer“, „zu voll“, „zu verraucht“, „zu klein“ bis „zu dunkel“. Die Runde über Eschersheimer Landstraße und Oeder Weg zurück zur Fichardstraße war fast komplett, als wir endlich etwas passendes fanden: einen Eissalon – warum auch nicht, bei angenehmen -5°C im Dunkeln. Zu unserer Rettung gab’s nicht nur Eis, sondern auch Kakaospezialitäten, für die sich die Suche in der Kälte allemal lohnte. Und so kam es doch noch zu dem Redaktionsklatsch, den wir schon fast abgeblasen hatten. Ralf, ganz Gentleman, zeigte größtes Verantwortungsgefühl und lud ein. Seither gibt es einen weiteren Schlüssel an seinem Bund und, sollte er den mal verlieren, nicht mehr die Möglichkeit, in der Fichardstraße zu übernachten.

Nachdem Fritz Biel in der letzten Ausgabe (fast) alle Verunreinigungen auf Radwegen aufgezählt und ihre Entfernung erklärt hatte, gesellte sich nach Redaktionsschluss eine weitere hinzu: Das Hochwasser im Januar bescherte dem Mainuferweg eine Schlammschicht, die des Nils würdig gewesen wäre. Von der kosmetischen Wirkung dieser Masse konnten sich mein Fahrrad, meine Schuhe und sogar meine Haare ein Bild machen. Inzwischen ist zum Glück kein Ackerbau mehr jenseits der Schrebergärten am Main möglich und die Strecke wieder fast sauberen Reifens befahrbar. Vielleicht kann Fritz noch die Info nachliefern, bei welchem Amt wir uns dafür bedanken dürfen.

Christine für das Redaktionsteam

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25. März 2003 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt