Leserbriefe

Naturfreund trotz Bodenversiegelung

Liebe Leserinnen und Leser, lieber Heinz-Peter,

bei meiner grundsätzlichen Haltung bleibe ich. Dass sie nur eine grundsätzliche ist und im Einzelfall eine abweichende Lösung sinnvoll sein kann, hält sie aus.

Ganz bewusst habe ich mir Deine im Einzelfall untergebrachte generelle Aussage herausgepickt, nach der der pauschale Eindruck entsteht, dass Radfahrer dann keine Naturfreunde seien, wenn sie eine weitere Bodenversiegelung unterstützen. Ich will dabei ausdrücklich nicht den ursächlichen Einzelfall in den Fokus stellen, sondern die grundsätzliche Einstellung dahinter. Die Einzelfalldiskussion werde ich aus vielerlei Gründen nicht führen.

Ich wollte genau das darlegen, was die zitierten Texte des FAF11 (siehe frankfurt aktuell 4/2004) trefflich aussagen: Wer Wege für Radfahrer asphaltiert, kann durchaus Naturfreund sein! Deine Ausführungen sind zwar plakativ, konnten die Aussagen im FAF11 aber nicht widerlegen. Provokativ und überspitzt gefragt: Sollen Radfahrer auf Qualität und Komfort verzichten, damit woanders weiter asphaltiert werden kann? Du siehst: Plakative Aussagen kann ich auch treffen...

Das Problem der Versiegelung wird sich anhand der von Dir genannten Zahlen von selbst regeln. Dabei sind nicht schmale Asphaltwege das Problem, sondern breite Asphaltbänder mit zerstörender Trennwirkung und die Notwendigkeit großflächiger Folgeversiegelungen wie z.B. für Parkplätze an allen Quell- und Zielorten. Die weitere Versiegelung wird nicht dadurch aufgehalten, dass bei marginalen Verschlechterungen Verzicht geübt wird. Sinnvoll gespart werden kann nur bei den Aspekten, die die massenhafte Versiegelung auch ausmachen – dazu zählen nicht nur die Flächen selbst, sondern auch z.B. das Mobilitätsverhalten. Asphaltierte Radwege spielen hinsichtlich der Flächen dabei kaum eine Rolle, wohl aber hinsichtlich des Mobilitätsverhaltens. Was man daraus schließen kann, steht im FAF11.

Optimal wäre natürlich der Rückbau der Straßenbänder zu schmalen Radwegen, wobei die gewonnene Fläche gesellschaftlich gewinnbringend genutzt wird, sei es für Naturräume, sei es für gesellschaftssoziale Zwecke – aber das sind momentan nur Traumphantasien. Ironischer Weise wird unsere Gesellschaft den teuren Rückbau angehen müssen, wenn kein Geld mehr da ist... Stefan Pohl

Toter Briefkasten?
In der „ADFC frankfurt aktuell“, Oktober, wurde das Thema „Entsorgung von Alträdern“ angesprochen. Ich habe diesen Gedanken gerne aufgegriffen, und an die Email-Adresse, die Gisela Becker in ihrem Artikel nannte, sicherheit@ stadt-frankfurt.de, eine Mail geschickt (siehe Kasten), in der ich auf Schrotträder in Frankfurt Bockenheim hinwies. Ich habe auf diese Email keine Reaktion erhalten. Ob es sich um einen toten Briefkasten handelt? Welche Behörde steht hinter dieser Adresse? Ich hätte zumindest eine standardisierte Rückantwort erwartet, „Wir haben Ihre Nachricht erhalten, ...“ usw., aber gar keine Reaktion ist schon seltsam.

Ich sende diese Email, mit der ursprünglichen Nachricht  im Textanhang,  noch mal an die Adresse bei der Stadt Frankfurt. Vielleicht passiert jetzt doch noch was.

Nette Grüsse, Thomas Oberhäuser

Sehr geehrte Damen und Herren,
durch den ADFC habe ich erfahren, dass sie Schrottfahrräder aus dem  Stadtbild entfernen können, sofern man Ihnen diese Fahrräder meldet. Dies möchte ich hiermit tun. 3 Fahrräder, die offensichtlich nicht mehr genutzt werden, stehen seit 24 Monaten oder länger am KIRCHPLATZ in BOCKENHEIM. 2 direkt am U-BAHN-Ausgang Richtung Schlossstrasse, ein Rad gegenüber der Bushaltestelle 34, gegenüber dem Lebensmittelladen. Die Fotos der Räder können sie hier sehen:

http://people.freenet.de/oberhaeusert/Schrott-Raeder/ Schrott-0240.JPG

http://people.freenet.de/oberhaeusert/Schrott-Raeder/Schrott-0239.JPG
(funktionieren beide leider nicht. Die Redaktion)

Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen Thomas Oberhäuser

 

Fahrradbeförderung weiter eingeschränkt
Liebe ADFCler,

wie ich in einer Zeitschrift der DB und auch in der Tageszeitung gelesen habe, plant die Bahn, nicht nur die Preise zu erhöhen, sondern auch zahlreiche ICs in ICEs umzuwandeln. Nach ihren eigenen Worten entfällt dann auch die bisherige Fahrradmitnahme auf den betroffenen Zügen. Vielleicht haben Sie diese Information längst und auch schon entsprechende Schritte unternommen. Falls nicht, fände ich es toll, wenn Sie sich dafür einsetzten, diese Pläne zu beeinflussen. Die Vorstellung, als Radfahrerin mit Gepäck nur noch mit Regionalzügen größere Strecken zu überbrücken mit schlechten Gleiswechselmöglichkeiten auf den kleinen Bahnhöfen (kein Fahrstuhl, keine Rampe) ist für mich als 65jährige Radfahrerin mit Gepäck (Taschen und Zelt) einfach total abschreckend, zudem kundenunfreundlich, die Umwelt schädigend. Ich denke, Sie sind die einzige Organisation, die von der DB respektiert wird und die bei deren Plänen Einfluss nehmen kann. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen.

Freundliche Grüße H. Müller

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01.12.2004 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt