Aufzugbau im Blindflug

Seit wenigen Tagen ist er fertig. Er steht da, wo früher die Fußgänger liefen. Nun ist so ein nachträglicher Einbau eines Aufzuges in eine U-Bahn-Station wahrlich keine einfache Sache. Da gilt es so viele Vorgaben zu berücksichtigen, dass schon mal konkurrierende Interessen auf der Strecke bleiben können.

Aber warum an der Holzhausenstraße? Warum so völlig ohne Not? Warum bleibt den Fußgängern zwischen Aufzug und Radweg gerade mal ein halber Meter, eingeengt noch durch Ampel- und Schildermasten, obwohl links vom Radweg noch zwei Meter Platz bis zur Fahrbahn sind, der Radweg also ohne Probleme so weit in Richtung Fahrbahn hätte verlegt werden können, dass den Fußgängern nach dem Aufzugeinbau auch weiterhin eine komfortable Gehwegbreite zur Verfügung gestanden hätte? Stattdessen wurde der Radweg sogar noch weiter nach rechts verlegt, wie an den ausgefrästen früheren Furtmarkierungen unschwer zu erkennen ist (siehe Foto). Warum musste der gläserne Schaukasten jenseits der Aufzugskabine ausgerechnet so platzraubend quer auf dem Gehweg platziert werden, dass sogar nur eine Restbreite von 30 cm für die Fußgänger bleibt? Fragen über Fragen.

Wir wollen Antworten. Und wir wollen, dass diesem gefährlichen Unsinn schnellstens ein Ende gemacht wird. Der Radweg muss so verlegt werden, dass für Fußgänger und Radfahrer eine gefahrlose Benutzung ihrer Wege wieder möglich wird.

Derzeit wird eine Station weiter, an der U-Bahn-Haltestelle Grüneburgweg, der nächste Aufzug eingebaut. Es wird also höchste Zeit, noch einmal einen kritischen Blick auf die Pläne zu werfen,

meint sicher nicht nur Fritz Biel

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