„Radfahren in Frankfurt“
Frankfurter Rundschau macht mobil für den Radverkehr

Die „Stadtgespräche“ der Frankfurter Rundschau im Kundenforum der Frankfurter Sparkasse haben schon eine Tradition. Bislang waren sie eher den „großen Themen“ gewidmet. Das Stadtgespräch zum Radverkehr bildete den (vorläufigen) Abschluss einer bislang beispiellosen Serie von Artikeln zum Thema „Radfahren in Frankfurt“ im Lokalteil der FR. Die rege Beteiligung von Lesern und Zuhörern macht Hoffnung und Lust auf mehr.

Was ist denn mit der Rundschau los, haben sicher viele Leser des Frankfurt-Teils in den letzten Wochen gedacht. Seit Ende März ist eine Vielzahl von Artikeln erschienen, die sich mit der Situation des Radverkehrs in Frankfurt auseinandersetzen. Meistens mit den Problemen, seltener mit den Freuden und Chancen, noch seltener mit den Fortschritten.

Bis zu fünf Zeitungsseiten umfassten die beiden „Themen des Tages“ an zwei Samstagen. Fast täglich kamen weitere Artikel unter dem etwas unglücklich gewählten Logo „Radwege in Frankfurt“ hinzu. Die Leser/innen waren aufgerufen, ihre Erfahrungen einzubringen und Schwachstellen des Radverkehrsnetzes zu melden. Sie machten in zahlreichen Leserbriefen regen Gebrauch von der Möglichkeit, Kritik zu äußern. Aus der Zusammenschau sollte eine Mängelkarte entstehen, die die Grundlage bilden sollte für eine „zeitgemäße Radverkehrskonzeption“. Ein Anspruch, bei dem die Latte wohl doch etwas hoch lag, zumal dabei die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre weitgehend ausgeblendet wurde.

Was da zusammenkam hatte sehr unterschiedliche Qualität, deckte sich aber an vielen Punkten mit den Themen, die dem ADFC seit vielen Jahren vertraut sind. Die auf zwei Zeitungsseiten abgedruckte Mängelliste ging zur Bearbeitung an das Verkehrsdezernat, das alle Ressourcen mobilisierte, um innerhalb von drei Tagen Stellung zu nehmen. Die Antworten bargen wenig Überraschendes: Viele Punkte sind schon in Arbeit. Es gibt dafür bereits beschlossene Pläne, die auf Umsetzung warten. Manches beruhte auf Missverständnissen, einiges ging in die falsche Richtung. Im Detail kann das hier nicht aufgelistet werden, aber der ADFC hat die FR gebeten, ihm die gesammelten Werke in anonymisierter Form zur Verfügung zu stellen, um sie in die laufende Arbeit einbeziehen zu können. Das wurde zugesagt.

Auffällig war, dass die Redaktion den Fokus fast ausschließlich auf die Hauptverkehrsstraßen legte. Die bestehenden Fahrradrouten kamen in den Artikeln nicht vor. Keine einzige wurde prüfend unter die Räder genommen, obwohl es da durchaus einiges zu berichten gäbe. Sogar Gutes! Und daran mangelte es eindeutig in der Kampagne. Wo bleibt das Positive? Das war die Frage, die man sich manchmal stellte angesichts der geballten Auflistung des Ungemachs, das dem armen Radfahrer in Frankfurt alltäglich widerfährt. Dazu passte die Überschrift, die den allerersten Artikel der Serie am 29. März zierte: „Selbst schuld, wer da Fahrrad fährt“.

Am Ende waren es über 80 Artikel und Leserbriefe. Am Ende? Die Lokalredaktion versichert hoch und heilig, dass dies keine einmalige Frühjahrskampagne gewesen sei. Sie will sich künftig regelmäßig dem Thema widmen. Der ADFC ist bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten,

verspricht Fritz Biel

Wer mehr über das Stadtgespräch und die FR-Kampagne erfahren will, wird auf der Internetseite der FR (www.fr-online.de) reichlich bedient, man muss allerdings etwas suchen. Deshalb hier der Hinweis: Schauen Sie mal unter FR-Freizeittipps!

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26.05.2008 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt