Andreaskreuze im Angebot

Erinnerst du dich, lieber Leser, an unseren Bericht über den schmalen Weg entlang des Erlenbruchs im Osten unserer schönen Stadt, der mangels vernünftiger Alternativen als Radweg genutzt wird, obwohl er dafür offiziell nicht vorgesehen ist (Drängeleien, Heft 4/2006)?

Vielleicht errinnerst du dich dann auch daran, dass dieser Weg seit Bestehen des neuen Betriebshofes der VGF durch eine Unzahl von Umlaufsperren, volkstümlich Drängelgitter genannt, geziert wird. Daran hat sich seit dem Juli des Jahres 2006 nichts verändert. Auch die Versuche der zwischen Asphalt, Stahl und Beton verbliebenen Restnatur, im Juli 2007 wieder die Herrschaft über das Areal zu erlangen (Foto links), war zum Scheitern verurteilt. Denn wenig später nahm die VGF offensichtlich den Kampf auf, es wurde aufgerüstet. Die U-Bahnlinie 4 sollte, über die Station Seckbacher Landstraße hinaus, durch den Betriebshof bis zum Erlenbruch fahren. Damit würde sie den beschriebenen, mit Drängelgittern offensichtlich nur unzureichend gesicherten Weg kreuzen. Andreaskreuze schienen plötzlich im Angebot zu sein, sicher zu günstigen Mitnahmepreisen, jeweils im Paket mit „Vorsicht Straßenbahn“-Schildern (Foto rechts). Denn, lieber Leser, wie auch du als versierter Teilnehmer im Verkehr zu wissen glaubst, nur Andreaskreuze sichern dem Schienenverkehr die Vorfahrt. Das ist richtig, gilt jedoch nicht für Bahnübergänge über Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwege. Hier hat der Schienenverkehr sowieso Vorfahrt. Auch ohne Andreaskreuze.
Und ohne die schönsten Drängelgitter. (ps)

Dieser Beitrag stützt sich weitgehend auf Vermutungen des Verfassers und entbehrt jeglicher journalistischen Sorgfaltspflicht!

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