Kurzmeldungen aus dem Hochtaunuskreis

Radverkehrsnetz
Bad Homburg. Bei der Stadt bewegt sich was. Die verstärkten Aktivitäten des ADFC, die im Internet (www.adfc-hochtaunus.de) unter den derzeit 51 Kurzmitteilungen zu Bad Homburg abrufbar sind, und die zeitgleiche Aktion „Die größten Radlerfallen in Bad Homburg“ der Frankfurter Rundschau zeigen Wirkung. Der ADFC soll im Verkehrsausschuss zum Radwegenetz gehört werden. Die einzelnen Maßnamen aufzuzählen, würde hier den Umfang sprengen. Die Bandbreite reicht von Fehlern bei falschen Beschilderungen und Wegsperrungen auf Fahrradrouten bis hin zu eklatanten baulichen Mängeln an Radwegen, fehlenden Radverkehrsanlagen und mangelnder Berücksichtigung bei Neuplanungen, z.B. der PPR-Kreuzung. Gleichzeitig ignoriert die Verwaltung die Beschlüsse der Politik, wie zum Beispiel die Null-Absenkung bei Bordsteinkanten und die jährliche Überprüfung des Radwegenetzes. Der ADFC Bad Homburg ist gespannt, was die Politik zu den bisherigen Aktivitäten der Verwaltung sagen wird. Ein Hauptziel ist es, Kapazitäten in der Verwaltung für das Radwegenetz zu bekommen, damit die Verwaltung die ihr übertragenen Aufgaben auch wahrnehmen kann.

Fahrradkarten
Weilrod. Die Gemeinde Weilrod hat endlich auch die lang erwartete Ortskarte mit Radrouten. Der ADFC hat kostenlos die Abstimmung der Routen mit dem beauftragten Verlag mapdigital aus Neu-Anspach vorgenommen und so dafür gesorgt, dass alle Anschlüsse stimmen und bei benachbarten Karten genau dieselben Routen und Anschlüsse zu finden sind bzw. zu finden sein werden. Die Karte kann bei der Gemeinde Weilrod, Am Senner 1, 61276 Weilrod, Telefon: 06083 / 9509-0 angefordert werden. Allerdings wird für die Ortskarte mit zusätzlichen Informationen 1 Euro verlangt. Wie das bei Anforderungen in der Praxis aussieht, wird sich herausstellen. Lassen Sie sich jedenfalls den Flyer „Rund um Weilrod“ gleich dazu legen, er enthält zusätzliche Infos zur Rundroute um Weilrod.
Weitere Informationen zu verfügbaren Karten mit Fahrradrouten hat der ADFC Hochtaunus auf seinen Internet-Seiten veröffentlicht.

Bahnhofsumbau
Oberursel. Hin und Her ging es hinsichtlich der Breite der Unterführung und der Rampe zur Frankfurter Landstraße hin, die heute ein ebenerdiger Übergang ist, der beseitigt werden soll. Nachdem zunächst auch auf Drängen des ADFC eine Unterführungsbreite von 6 statt 5 Metern und eine Rampenbreite von 3 statt 2,5 Metern mit Mehrkosten von 300.000 Euro von allen Parteien im Verkehrsausschuss empfohlen wurde, ruderte die regierende CDU/FDP-Koalition zunächst zurück und wollte die Mehrkosten nicht tragen: Nicht alles, was wünschenswert sei, sei auch machbar – außerdem könne man ja nachrüsten. Das hat sich überraschend doch noch geändert, nun stimmt auch die Regierungskoalition zu. Aus Sicherheitsgründen, heißt es in der Zeitung, konnte man die vergleichsweise geringen Mehrkosten jetzt doch aufbringen. Eine vernünftige Entscheidung, sind die genannten Breiten ohnehin auch nur vom ADFC geforderte Minimalbreiten – was angesichts der Intensität der erwarteten Nutzung durch verschiedene Nutzergruppen durchaus noch etwas breiter hätte ausfallen dürfen.

Radweg Köpperner Tal
Friedrichsdorf. Seit Jahren schlummert der Radweg im Köpperner Tal entlang der Landesstraße selig in katastrophaler Qualität vor sich hin. Bestehende Pläne für die Verbreiterung und eine Brücke über den Erlenbach bei der Lochmühle werden einfach nicht umgesetzt. Der ADFC versucht, das Projekt in die Gänge zu bekommen. Ein erster Anlauf bei der Stadt Friedrichsdorf war schwierig, man verwies zunächst auf die Straßenmeisterei Usingen. Offensichtlich wurde bei der Stadt nicht genau genug recherchiert, denn der Ausbau wird normalerweise von den Eigentümern finanziert. Das Land Hessen gibt aber Radwege nach Herstellung in der Regel an die Kommune weiter, die dann für alles weitere Zuständig ist. Damit die Stadt die Eigentumsverhältnisse und damit die Zuständigkeiten herausfindet, ist ein Brief des ADFC an das Stadtplanungsamt notwendig, eine interne Weitergabe zur Klärung war nicht möglich. Das werden wir natürlich tun – aber Schilda grüßt da doch ein wenig...

Bürgermeisterwahl – wie geht’s weiter?
Kronberg. Der neue Bürgermeister ist gewählt, auch wenn noch etwas gestritten wird. Vorausgegangen ist unter anderem auch eine Podiumsdiskussion, in der der ADFC einige Fragen platzieren konnte. Neben einer allgemeinen Zustimmung zur Förderung des Radverkehrs war es Wunsch beider Kandidaten, noch vor der Wahl aktiv zu werden – Radfahren hat ein positives Image. Dem allzu durchsichtigen Manßverwunsch wurde aber vom ADFC Kronberg nicht entsprochen. Dafür soll es nach Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Befahrungen geben, in denen Schwachstellen auch in Kronberg aufgedeckt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

Mehr Abstellanlagen
Wehrheim. Die Gemeindevertretung hat einer Erweiterung der allzu knappen Kapazitäten am Wehrheimer Freibad für Fahrräder zugestimmt, so dass noch diese Saison mit einer Verbesserung der Situation gerechnet werden kann. Vorausgegangen war die Einbringung des Themas in die Radwegekommission, wo es allgemeine Zustimmung gab, dem aber keine schnellen Umsetzungsschritte folgten, und einem SPD-Antrag zur Erweiterung, dem dann gefolgt wurde.

Radwege an der L3006
Steinbach. Im Rahmen neuer Baugebiete in Steinbach links und rechts der L3006 nach Eschborn-Süd wird der vorhandene schlechte Radweg erneuert und auf der anderen Seite ebenfalls ein Radweg angelegt. Zudem kommt eine signalgesteuerte Querung hinzu, die für die Rundroute um Steinbach auch gebraucht wird. Noch in den Sommerferien soll ein Großteil der Arbeiten erledigt sein.

Autofreier Tag
Kronberg. Zwei Schüler der Altkönigschule wollen einen autofreien Sonntag in Kronberg initiieren. Die Stadt will das Vorhaben nach einer bereits erfolgten Präsentation in den Gremien unterstützen. Gedacht ist an eine Veranstaltung, in der auch Informationen zu Umweltthemen angeboten werden.

Stefan Pohl

ADFC-Kontakte im Hochtaunuskreis:
http://adfc-hochtaunus.de
www.adfc-bad-homburg.de
http://home.arcor.de/adfc-usinger-land

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