1. Tag, Donnerstag, 18. Juni 2026
Wir fahren mit der Bahn mit Radtransport von Frankfurt nach Tauberbischofsheim und setzten unsere Fahrt ab dort auf dem erst kürzlich geschaffenen Mundartradweg in Richtung Buchen fort. Der Mundartradweg bietet uns auf seinem Weg verschiedene Stationen an, um per QR-Code bzw. Internet die verschiedenen örtlichen Dialekte zu hören. An den Stationen sind diese Dialekte auch ins Hochdeutsch übersetzt worden, damit der Inhalt auch ganz verstanden werden kann. Hierbei werden z. T. auch sehr originelle Geschichten präsentiert. Mal ist es eine Anekdote, mal ein Gedicht oder Lied. Bis zu 14 Stationen fahren wir heute an und hören uns die Dialekte an.
Das Bezirksmuseum Buchen und einige seiner Mitarbeiter (1) versuchen mit dem Weg ein untergehendes Kulturgut (2) zu erhalten.
Die Route verläuft heute weitgehend auf dem Madonnenradweg und führt über Hardheim und Walldürn nach Buchen. Dort übernachten wir für die nächsten 2 Nächte.
Unterkunft: Buchen, ****Hotel
ca. 45 km, ca. 500 hm
2. Tag, Freitag, 19. Juni 2026
Wir fahren heute den Mundartradweg mit ca. 15 Vorträgen der verschiedenen Mundart rund um Buchen.
Wir beginnen unsere Runde im wunderschönen Morretal und fahren nach Hettigenbeuern. Von dort geht es stramm nach oben und wieder runter und wieder hoch. Wer dies vermeiden will, kann die Strecke nach Buchen bis zum Waldschwimmbad zurückfahren und auf einer gemäßigteren Strecke immer im Tal des Hollerbachs nach Hollerbach gelangen. Nach einigem Auf und Ab und verschiedenen Stationen der Mundartvorträge kommen wir zu der Tropfsteinhöhle in Eberstadt. Dort gibt es ggf. die Gelegenheit einer Besichtigung.
Über Götzingen und Rinschheim kommen wir in die Nähe von Walldürn und fahren noch ein kleines Stück des gestrigen Weges zurück in die schöne Altstadt von Buchen.
Unterkunft: siehe Tag 1
ca. 60 km, ca. 1200 hm (Entschärfung durch eine Abkürzung und kleinen Variationen unterwegs sind möglich, dadurch ggf. 400 Höhenmeter weniger.)
3. Tag, Samstag, 20. Juni 2026
Wir fahren durch das Hollertal nach Hollerbach und weiter über Langenelz nach Mudau. Bis Hesselbach bzw. Schöllenbach kommen wir an bis zu 8 Stationen des Mundartradweges vorbei. Die letzten ca. 16 – 20 Kilometer bis Erbach sind dann „nur noch“ Natur.
Wir versuchen frühzeitig in Erbach zu sein, um genügend Zeit zum Einchecken ins Hotel, Duschen und Umziehen zu haben und trotzdem rechtzeitig im Nachbarort Michelstadt per Rad oder Zug (ggf. Zusatzkosten) zur Musiknacht da zu sein.
Unterkunft: Erbach, *** Hotel
ca. 50 km, ca. 650 hm
4. Tag, Sonntag, 21. Juni 2026
Am letzten Tag fahren wir am Marbachstausee (Schwimmgelegenheit) vorbei und kommen über das Marbachtal bald nach Grasellenbach an. Von dort geht es ins Finkenbachtal bis Waldmichelbach. Über eine kurze Steigung zur Kreidacher Höhe gelangen wir zur Sommerrodelbahn (Gelegenheit dies auszuprobieren). Auf kurvenreicher aber wenig belebter Straße kommen wir nach Fürth ins Weschnitztal. Von dort geht es über Birkenau zur wunderschönen Altstadt von Weinheim. Der Bahnhof ist von dort nicht weit und es kann auf individueller Art heimgereist werden.
ca. 50 km, ca. 900 hm
(1) Hans Slama, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins in Mudau und
die Lehrerin und Sprachgeschichtlerin Isabell Arnstein vom Bezirksmuseum Buchen.
(2) Laut der Unesco sind von den weltweit bestehenden rund 6000 Sprachen die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Statistisch gesehen stirbt so alle zwei Wochen eine Sprache aus.
In einem interaktiven Unesco-Weltatlas der bedrohten Sprachen listet diese die Sprachen nach Region und Bedrohungsgrad auf. So sprechen in Deutschland immer weniger Menschen Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Niedersächsisch, Limburgisch-Ripuarisch, Sorbisch oder Jiddisch. Als ernsthaft bedroht gelten Nordfriesisch und Saterfriesisch sowie Jütländisch.