ABGESPERRT
Es waren Sommerferien und somit wurden auch die üblichen Baumaßnahmen an vielen Stellen durchgeführt. Dabei gab es, wie jedes Jahr, Licht und Schatten inmitten in der Rekordhitze.
Am südlichen Reuterweg zeigten z. B. die Baufirmen ihre Kreativität: mit unzähligen selbst gedruckten „Fahrradfahrer bitte absteigen“-Zetteln versuchten sie, die so wohl kaum genehmigte Sperrung des Radwegs zu vertuschen. Wer sich an diese Bitte hielt und zu Fuß weiterging, kam aber auch nicht weit: Nach nur wenigen Schritten wurde der Fußverkehr per offiziellem Verkehrszeichen verboten. Dort sollte man sich wohl in Luft auflösen oder auf der Fahrbahn laufen – wie es einige machten. Nach einer Beschwerde beim Wochenende-Notdienst der Absicherungsfirma wurde nachgebessert. Die Kontaktdaten finden sich auf der Rückseite jeden Schilds und jeder Absperrbake.
Ganz anders lief es bei den Bauarbeiten auf der Eschersheimer Landstraße am Polizeipräsidium: Dort wurde wegen der Sperrung des Rad- und Fußweges ein asphaltierter (!) Ersatzweg angelegt. Das ist löblich, mit Blick auf die aufheizende Flächenversiegelung aber gleichzeitig auch fragwürdig. Direkt nebenan standen sechs bzw. stellenweise sieben bereits asphaltierte Fahrstreifen zur Verfügung, über die eine Umleitung möglich gewesen wäre. Das hätte allerdings Einschränkungen für den Kraftverkehr bedeutet, weshalb diese Option vermutlich nicht in Erwägung gezogen wurde. Ein asphaltierter und damit zerstörter Grünstreifen schickt eben keine E-Mail an die Verantwortlichen der Stadt, um sich zu beschweren.
Beschwerden zu Baustelleneinrichtungen können, am besten mit
Foto und genauer Ortsangabe, an
radverkehr-an-baustellen@stadt-frankfurt.de gesendet werden.














