Ausgabe 4/2001   Juli/August

Erfolg zu vermelden!

"Was lange währt, wird nicht immer gut", so lautete die Überschrift des Artikels in FRANKFURT aktuell nr. 1/2000. Darin beklagte Fritz Biel den Zustand des Radweges in der Eckenheimer Landstraße entlang des Hauptfriedhofes und die angelaufenen Maßnahmen der Stadt.
Der ehemalige Radweg entlang der Straße wie auch der Gehweg waren übersät von Wurzelaufbrüchen und für Radfahrerinnen und Radfahrer ein gefährlicher Parcours. Durch Aufstellen von Schildern wurde zunächst der Radweg in einen Parkstreifen umgewandelt und der Gehweg mittels des Zeichens 240 zu einem gemeinsamen Geh- und Radweg erklärt, ohne allerdings an dem Zustand der Oberfläche etwas zu ändern. (Siehe Abb 1, im Vordergrund noch getrennter Rad- und Gehweg, im Hintergrund das Schild mit dem Zeichen für gemeinsamen Weg.) Fritz Biel forderte damals in seinem Artikel die Aufhebung des gemeinsamen Geh- und Radweges entlang des Hauptfriedhofes und: "Bis zu einer StVO-konformen Sanierung bleibt der bisherige Radweg ein nicht benutzungspflichtiger &Mac226;Anderer Radweg’."

Zunächst wurden damals nur die Schilder entfernt. In der Zwischenzeit war Fritz nicht untätig und auch die Stadt ließ arbeiten. (Siehe auch FRANKFURT aktuell Nr. 4/2000 unter "Nachgefragt: Radweg am Hauptfriedhof") Allerdings wurden die Forderungen nur teilweise erfüllt und andere, für uns Radfahrer unangenehme Bedingungen lassen sich nicht ohne weiteres verändern.
Der Weg entlang des Hauptfriedhofes zwischen Neben- und Haupteingang wurde saniert, eine glatte Asphaltoberfläche wurde aufgebracht. Der gemeinsame Geh- und Radweg in einen getrennten Rad- und Gehweg umgewandelt. Nach mehreren Hinweisen an die zuständigen Verwaltungsbehörden wurde der Zustand auch durch die Markierung und Beschilderung deutlich gemacht und so rechtlich abgesichert.
In dem oben genannten Artikel hatte Fritz Biel auch die Situation vor dem Blumenladen am Eingang zur Trauerhalle bemängelt. Hier wären Radfahrer, der ursprünglich aufgebrachten Markierung folgend, mit den Auslagen vor dem Blumenladen oder mit Fußgängern kollidiert oder sie wären schließlich unsanft eine nicht abgesenkte Bordsteinkante heruntergefahren. (Siehe die Abb. in Heft Nr. 1/2000). Auch hier wurde Abhilfe geschaffen und die Markierung geändert. Auf dem letzten Abschnitt nach der Friedhofseinfahrt vor dem Blumenladen verläuft wieder ein Radweg direkt neben der Straße. Abbiegende Autofahrer können die radelnden Mitmenschen auch wieder rechtzeitig erkennen.
Die Unsitte, vor dem Friedhofsnebeneingang das Auto schräg bis auf den Radweg zu parken, wird nun ebenfalls unterbunden. Gemäß unserer Forderung wurden Schutzgitter angebracht, die dieses verhindern. (Siehe Abb. 2). Für diese Maßnahmen darf die Stadt gelobt werden, also so weit, so gut!
Anderes wird nicht unterbunden oder kann/soll nicht geändert werden. Nicht zu ändern ist der beklagenswerte Zustand, dass es zwischen Richard-Wagner-Straße und Nibelungenallee auf der Eckenheimer Landstraße für Radfahrer oder Radfahrerinnen ausgesprochen eng wird. Immerhin hat man vor der Ampel in Richtung Norden eine mit Fahrradpiktogrammen markierte Aufstellfläche geschaffen, die allerdings nicht von allen Autofahrern beachtet wird. Wenige Meter weiter, jenseits der Kreuzung, kann es allerdings trotz deutlich sichtbaren Radwegs wieder sehr eng werden. Die Kunden der hier angesiedelten Pizzerien, manchmal auch die Auslieferungsfahrzeuge dieser Firmen, stehen teilweise oder ganz auf dem Radweg, ja sogar auf dem Rad- und auf dem Gehweg, so dass selbst für einzelne Fußgänger vor dem Blumenladen ein Durchkommen zur Kletterpartie über Autostoßstangen wird. Hier könnte das Ordnungsamt seine Einnahmen per Bußgeldbescheiden täglich erhöhen.
Das Ende des Radweges, jenseits des Parkplatzes vor dem Haupteingang des Friedhofes ist keineswegs eine Patentlösung. Vielmehr ist dies für die Radfahrer eine Gefahrenquelle, wenn sie der dort noch vorhandenen, älteren Markierung folgend, in scharfem Bogen auf die Straße fahren, zumal hier die Autos oft mit überhöhter Geschwindigkeit gen Norden fahren und Linksabbieger, vor den Straßenbahnschienen stehend, die linke Fahrbahn für Geradeausfahrer blockieren. An dieser Stelle sind bessere Lösungen denkbar, zumal im weiteren Verlauf für die Autos nur noch eine und zwar sehr breite Fahrspur zur Verfügung steht. Hier wäre Platz z.B. für einen Radstreifen, der Anschluss fände an den Radweg vor der Postbank.
Fitz Bergerhoff

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