Ausgabe 2/2002   März/April

Editorial
Ruhe ist vorbei. Ihr werdet Euch erinnern: Es war schon einmal recht warm in diesem Jahr. Befreit von Handschuhen, „Hot Ears“ und dicken Schals radelte man gemächlich dem Arbeitsplatz entgegen, wohl wissend, dass diese Wärmeperiode nicht von Dauer sein kann (was sich während der Arbeit an der vorliegenden Ausgabe von FRANKFURT aktuell bestätigt hat). Nach langen Wochen der Kälte, die half, den Radverkehr in dieser Stadt nahezu zum Erliegen zu bringen und dem kleinen Häuflein der Unermüdlichen ungeahnte Freiheiten auf den innerstädtischen Radverkehrsanlagen bescherte, beginnt nun langsam wieder das normale Alltagsradlerleben.
Schutzblechklappernd versucht der offensichtlich zu spät aus dem Bett gekommene Jungkaufmann noch vor den entgegenkommenden Fußgängern zu überholen, kettenknirschend drängt von rechts überraschend eine Dame vorbei. Flaneure auf den Wegen des Anlagenrings werden mit Minimalstabstand umfahren, flotte Biker kürzen in unübersichtlichen Kurven elegant zwischen Schulkind, Hund und Gegenverkehr den Weg zur Arbeit ab. Vor gefährlichen Kreuzungen wartende Velofahrer werden lässig umfahren, um sie anschließend auf schmalem Radweg ohne Überholmöglichkeit mit gemütlicher Fahrt auszubremsen. Und auf dem abendlichen Heimweg kommen zunehmend lichtlose Gefährte aus dunklen Ecken, unvermutet den Weg kreuzend.
Meistens geht es gut. Und zum Glück für uns und die „niederen“ Verkehrsteilnehmer bringen wir mit unseren Maschinen in den seltensten Fällen genug Energie auf, um Unfälle zu provozieren. Aber nach den langen Wochen der Kälte scheint nun die Ruhe erst einmal vorbei zu sein.
Hoffen wir trotzdem auf steigende Temperaturen. Und, nicht nur für die lichtlosen Abenteurer, auf längere Tage.

Peter für das Redaktionteam

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