Ausgabe 2/2002   März/April

Stresemannallee
Radweg immer noch weg
Im Magistratsbericht B 854 vom 2.11.2001 hatte der Magistrat den Stadtverordneten auf eine Anfrage der SPD geantwortet:
„Die Wiederherstellung der Geh- und Radwegfläche wurde durch den Bauherrn der Neubaumaßnahme nach Rücksprache mit dem Straßenbauamt beauftragt. Bei Ausführung der Arbeiten wurde der Radweg offensichtlich nicht berücksichtigt.
Es ist vorgesehen, den Radweg in der ursprünglichen Führung als Asphaltband wiederherzustellen.
Die Radwegarbeiten sollen noch vor Freigabe der betreffenden Fläche (z. Zt. noch durch Bauzaun abgesperrt) durchgeführt werden.“
Das Bild zeigt die aktuelle Situation vier Monate später. Kein Bauzaun mehr weit und breit, aber der Radweg ist noch immer nicht wiederhergestellt. Stattdessen haben bereits wieder eine Reihe von Autofahrern den Gehweg als Sonderparkfläche requiriert. Nur das Schild erinnert noch daran, dass hier einmal ein Radweg war.
Auf Nachfrage des grünen Stadtverordneten Stefan Majer im Verkehrsausschuss am 19.2. konnte Baudezernent Franz Zimmermann diesen Widerspruch nicht aufklären, sagte aber zu, sich bis zur nächsten Sitzung darum zu kümmern. Der Bericht wurde daraufhin um eine Runde zurückgestellt.(fb)

Friedrich-Ebert-Anlage
Radweg endlich wieder da

Fast zehn Jahre ist es her, dass der seit Jahrzehnten bestehende Radweg entlang der Messe in Richtung Hauptbahnhof im Zuge des Messeturmbaus der Einrichtung eines Taxi-Standplatzes zum Opfer fiel. Ein weit entfernt von der Straße über den Vorplatz laufender, mit weißer Linie auf das Pflaster gemalter Radweg sollte als Ersatz dienen. Offenbar hatte es aber bei der Stadt niemand für nötig gehalten, die Einwilligung der Grundstücksbesitzer einzuholen, und so war der markierte Radweg bald wieder verschwunden. Stattdessen wurde die gesamte Fläche als Fußgängerzone ausgewiesen und für die Radfahrer im Schrittempo freigegeben. Wem das zu langsam war, dem blieb, gemeinsam mit vielen schnellen Autos die Fahrbahn der dreispurigen Friedrich-Ebert-Anlage zu benutzen, eine Übung, die selbst so einem alten Radlerhasen wie mir manchmal den Angstschweiß auf die Stirn trieb.
Nun kehrt der frühere Radweg wieder zurück. Stückweise schält er sich in edlem Schwarz aus dem Betonpflaster des Messevorplatzes (s. Foto). Wir wären ja gerne dem „Hammering Man“ durch die Beine geradelt, aber da ist es ein bisschen zu eng für einen StVO-gerechten Radweg. Also werden wir ihn umfahren. Die Wiederherstellung des Radwegs stand eine Zeit lang trotz abgestimmter Vorplanung noch einmal auf der Kippe. Es war Stadtrat Helmut Hemzal (CDU), zum damaligen Zeitpunkt frisch gekürter Baudezernent, der schließlich ein Machtwort sprach: Es wird so gebaut wie in der Vorplanung vorgesehen und mit dem ADFC abgesprochen! Nach einigem Hin und Her war schließlich ein Weg durch das Gewirr unterschiedlicher Interessen gefunden und seit einigen Monaten geht es nun mit großen Schritten baulich voran.
Noch ein weiterer aus der langen Reihe der Baudezernenten der letzten 12 Jahre hat sich um den Radverkehr in der Friedrich-Ebert-Anlage verdient gemacht. Auf Bitten des ADFC entschied Martin Wentz (SPD), dass auch die Radwege auf der Ostseite einer Totalsanierung unterzogen werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen (s. Foto). Erstmals werden die Geh- und Radwege an den Grundstückszufahrten nicht mehr unterbrochen und zur Abwehr von Falschparkern kommen statt der aus verschiedenen Gründen unbefriedigenden Rohrgeländer wieder sogenannte Bordsteinaufsätze zum Einsatz. (fb)

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