Länder sollen Radverkehr stärker fördern
Nationaler Radverkehrsplan braucht breite Unterstützung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat die Länder dazu aufgerufen, den Nationalen Radverkehrsplan der Bundesregierung zu unterstützen. Sie seien einer der größten Nutznießer dieses Regierungsprogramms, das Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) Ende April vorgestellt hatte. Darin stehen 100 Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen zur Verfügung. Außerdem können die Länder 1,7 Milliarden Euro aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nutzen. Diese Mittel böten Ländern, Städten und Kommunen die Chance, den Radverkehr deutlich zu fördern. Zu dieser Einschätzung kamen 141 ADFC-Delegierte aus ganz Deutschland auf ihrer Bundeshauptversammlung in Magdeburg.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Stephan Hilsberg, sagte auf der Tagung: „Ziel der Bundesregierung ist, das Fahrrad zum selbstverständlichen Bestandteil der Verkehrspolitik in Deutschland zu machen.“ Winfried Hermann, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, hingegen wünschte sich klarere Aussagen zur Finanzierung des Radverkehrs. „Bislang können Länder und Gemeinden die Gelder aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz für den Radverkehr ausgeben. Besser wäre es aber, wenn sie einen bestimmten Beitrag für den Radverkehr ausgeben müssten.“

In Magdeburg wurde neben intensiven verkehrspolitischen Beratungen auch ein neuer ADFC-Bundesvorstand gewählt. Ein Fünfer-Team mit Karsten Hübener aus Bremen an der Spitze erhielt ein deutliches Votum, die Geschicke des ADFC die kommenden zweieinhalb Jahre zu leiten.

(Pressemitteilung des
ADFC-Bundesverbandes)

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15. Juli 2002 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt