Gut gemeint – doch in der Umsetzung hapert es
In den letzten Wochen und Monaten des Jahres 2003 legte die Stadt Bad Vilbel eine rege Aktivität zur Beschilderung von Radrouten an den Tag. Das ist nur zu begrüßen. Wenn allerdings die Ortskenntnis derjenigen, die die Schilder montieren, hinter dem ehrenwerten Eifer der Straßenverkehrsbehörden zurückbleibt, dann kann sich dies schnell zum handfesten, praktischen Ärgernis auswachsen.

In Bad Vilbel-Massenheim ist ein Beispiel für einen solchen Fall zu besichtigen. Dort sind in der Mühlstraße an einem Laternenmast auf der Höhe der Erlenbach-Brücke zwei Schilder angebracht, die geradewegs zu einem anderen als dem angezeigten Fahrtziel führen. Radler, die von der Homburger Straße her kommen, werden geradeaus nach Nieder-Erlenbach geführt. Der tatsächliche Weg nach Nieder-Erlenbach zweigt allerdings nach rechts in den kleinen Park ab und folgt dem Lauf des Erlenbachs.

Leuten, die aus der entgegengesetzten Richtung, d. h. von der Straße An der Pfingstweide kommen, wird mit einem nach links weisenden Pfeil der Verlauf des Weges in die Bad Vilbeler Innenstadt angezeigt. Wer allerdings dieser Wegweisung folgt, gelangt nicht nach Bad Vilbel, sondern nach Nieder-Erlenbach.

Am 20. November 2003 haben wir uns an die Straßenverkehrsbehörde der Stadt gewandt und sie mit wohl abgewogenen Worten auf den Irrtum hingewiesen. Keine Frage: Wir erwarteten durchaus, dass er zügig korrigiert würde, handelt es sich doch um nicht mehr als eine technische Kleinigkeit. Eine Reaktion ist unterdessen bis heut (15. Dezember 2003) ausgeblieben. Nach mehr als drei Wochen Wartezeit fragen wir uns nun, ob die Stadt die Angelegenheit als Bagatelle betrachtet, die den – wahrlich nicht unbescheidenen – Aufwand der Richtigstellung nicht lohnt?

Dr. Ute Gräber-Seißinger

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12. Januar 2004 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt