Fahrradmitnahme im ICE: Aktion in Münster

Bahn drohte mit einstweiliger Verfügung

Auf den für Dienstag, 14.9.04, geplanten Dialog im Bahnhof Münster zum Thema „Fahrradmitnahme im ICE“ reagierte die Deutsche Bahn mit deutlicher Härte. Anstatt die Kundenwünsche gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz (CDU), Christoph Strässer (SPD), Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Die Grünen) und Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu diskutieren, drohte sie mit einer einstweiligen Verfügung. „Wer so auf Kundenwünsche reagiert, hat jedes Augenmaß verloren“, sagt Karsten Hübener, Bundesvorsitzender des ADFC und ergänzt: „Wenn sich Bundestagsabgeordnete direkt vor Ort informieren möchten, verhalte ich mich als Unternehmer eigentlich anders.“

Der ADFC zeigt im Rahmen der ICE-Kampagne auf, dass sich Fahrradmitnahme und Hochgeschwindigkeitszüge nicht ausschließen. Kurze Einstiegszeiten garantieren, dass sich Züge weder verspäten, noch andere Reisende behindert werden. „Da die Bahn zukünftig mehr und mehr fahrradfreundliche InterCity-Linien auf den ICE ohne Fahrradmitnahme umstellt, erreichen viele Radurlauber ihre Reiseziele nur noch umständlich über Nacht oder mit vielen Umstiegen im Nahverkehr“, warnt ADFC-Vorsitzender Hübener.

Pressemitteilung des

ADFC-Bundesverbandes

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