Editorial

Hat es jemand gemerkt? Wir sind dünner geworden. Die vorliegende Ausgabe von frankfurt aktuell hat nur 16 Seiten statt der gewohnten 20. Und das zur besten Fahrradzeit, mitten im (kalendarischen) Sommer. Während der Wintermonate wuchs die Halde der nicht gedruckten Beiträge stark an, jetzt ist sie arg flach geworden. Wenn dann fest zugesagte Texte dem Layouter wenige Stunden vor Drucklegung vorenthalten werden, muss dieser improvisieren – ohne dicke Halde, die es erlauben würde, interessante, aber zeitunabhängige Berichte ins aktuelle Heft zu heben. Deshalb an dieser Stelle wenigstens ein Dankeschön vom Layout an die Bauämter dieser Region. Sie haben durch ihre Arbeitsweise dazu beigetragen, eine kurzfristige Improvisation für die Titelseite zu ermöglichen. Weitere Recherchen zu den beiden Asphaltthemen auf Seite 1 konnten leider mangels Zeit nicht durchgeführt werden. Vielleicht geben ja unsere Leser eventuell vorhandenes Insiderwissen demnächst an dieser Stelle preis. Mir bleibt nur hilfloses, verärgertes Kopfschütteln angesichts dieses Umgangs mit den Radverkehrsanlagen.

Wo sollen wir eigentlich Rad fahren, wenn der Schaumainkai saniert wird, hunderte von Flaneuren auf dem Tiefkai unterwegs sind und auf dem nördlichen Mainufer Mainfeste oder Ironmänner den Weg blockieren? Am besten in der Schweiz (bin gerade zurück aus den Ferien). Dort ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber nach langem Anstieg auf schmaler steiler Straße ist irgendwann die Luft raus, sich über Radverkehrspolitik Gedanken zu machen. Die einzige Sorge bleibt, ob der örtliche Supermarkt rechtzeitig vor Ladenschluss erreicht wird. Denn ohne ein paar Dosen Bier auf einem wunderbaren Bergcamping zu sitzen, verschwitzt mit müden Knochen, ist nur der halbe Spaß in den Ferien. Und wir wollen doch den ganzen Spaß.

Schöne Ferien für die, die sie noch vor sich haben, wünscht

Peter (für das Redaktionsteam)

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