Schichtwechsel im Fahrgastbeirat von Traffiq

Unser langjähriger Vertreter im Fahrgastbeirat, Lutz Ritzel, zieht leider im Laufe des Sommers nach Friedberg. Da für die Mitgliedschaft im Fahrgastbeirat der Traffiq Voraussetzung der Wohnort Frankfurt ist, kann er dieses Amt nun nicht mehr ausüben. Der Vorstand hat mich mit dieser Aufgabe (bei einer Enthaltung) betraut.

Doch zunächst einmal ist es meine Aufgabe, Lutz im Namen des gesamten Vorstands für sein langjähriges Engagement für den ADFC im Fahrgastbeirat zu danken.

Ich weiß, dass ich mit seiner Nachfolge in diesem Amt einiges zu stemmen habe und hoffe, dass mir dies auch gelingt. Als Mitstreiter bzw. Abwesenheitsvertreter konnte ich Dirk Trull gewinnen, der für den ADFC auf dem Sektor Verkehrspolitik aktiv ist.

Wer oder was ist die traffiq?
Die Stadt Frankfurt am Main hat zum 1. September 2001 eine lokale Nahverkehrsgesellschaft als eine 100-prozentige Tochter gegründet, die inzwischen unter dem Namen traffiQ auftritt. Das Unternehmen nimmt für die Stadt als dem Aufgabenträger gemäß Hessischem ÖPNV-Gesetz obliegende Aufgaben im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) wahr. Eine Vielzahl dieser Aufgaben wurde früher von der kommunalen Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) bewältigt.

Mehr zu Hintergründen ist zu lesen unter: http://www.traffiq.de/traffiQ/traffiQ/traffiq.html 

Was ist der Fahrgastbeirat und was macht er?
Der Fahrgastbeirat vertritt die Fahrgastinteressen, weist auf Problembereiche und Schwachstellen im Nahverkehr hin und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung vor. Beispiele dafür sind die Einrichtung und Ausstattung von Haltestellen, die barrierefreie Ausgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs, kritische Fragen zu Takten und Linienwegen oder die Ausstattung neuer Fahrzeuge.

Seit 1998 trifft sich das Gremium vier Mal jährlich, um über die Anliegen der verschiedenen Fahrgastgruppen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Der Fahrgastbeirat wird für jeweils vier Jahre konstituiert.

Schwerpunkte der Arbeit des Fahrgastbeirates in den vergangenen Monaten waren und sind die Weiterentwicklung des Nahverkehrsplans, die kundenfreundliche Ausstattung von Bussen und Bahnen, die Weiterentwicklung des Fahrplans und natürlich die Vorbereitungen auf den Wettbewerb im Nahverkehr. Weitere Arbeitsgruppen wie z. B. für die neue Gestaltung von Haltestellen-Umgebungsplänen werden themenorientiert gebildet. Darüber hinaus spricht der Fahrgastbeirat natürlich viele Probleme im Einzelnen an, um deren Lösung sich traffiQ dann – gegebenenfalls in Kooperation mit dem betroffenen Verkehrsunternehmen – bemüht. 

Zusammensetzung des Fahrgastbeirats
Das Gremium besteht je zur Hälfte aus Vertretern von Verbänden oder Organisationen und aus Nutzern von Bussen und Bahnen. Zehn Mitglieder sind Fahrgäste, die ihr Interesse über ein Ausschreibungsverfahren bekundet haben und über ein Losverfahren für den Fahrgastbeirat ausgewählt wurden. Weitere zehn Mitglieder über Verbände und Organisationen delegiert, neben dem ADFC sind das der VCD, Pro Bahn, der AStA der Universität, die IHK, die Feministische Organisation von Planerinnen und Architektinnen (FOPA), die Frankfurter Behinderten-Arbeitsgemeinschaft (FBAG), der DGB, der Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt am Main und die StadtschülerInnenvertretung Frankfurt am Main.

Anregungen an den Fahrgastbeirat
Jeder Fahrgast kann seine persönlichen Anliegen schriftlich oder per E-Mail in den Fahrgastbeirat einbringen. Ansprechpartner:

traffiQ Frankfurt am Main
Unternehmenskommunikation
Kurt-Schumacher-Straße 10
60311 Frankfurt am Main
presse@traffiQ.de
Fax: 069 / 212 24 430

Radrelevant konnte der Fahrgastbeirat auch schon einiges bewirken, so ist die kostenlose Radmitnahme auf Eingaben durch dieses Gremium ebenso bewirkt worden, wie die deutliche Kennzeichnung der Abstellmöglichkeiten in den Fahrzeugen, sowie der zugänglichen Türen

Mehr dazu unter
http://www.traffiq.de/traffiQ/Fahrgastbeirat/fahrgastbeirat.html

Jürgen Johann, stv. Tourenreferent

Radmitnahme im lokalen Nahverkehr in Frankfurt
Mit der Fahrkarte erwirbt man die Berechtigung, ein Fahrrad in allen U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen der VGF kostenlos mitzunehmen. Gleiches gilt für die S-Bahnen und Regionalzüge. Damit das reibungslos geht, sollten die Spielregeln möglichst eingehalten werden: Montag bis Freitag vor 6 Uhr, von 8.30 bis 16 Uhr und ab 18.30. Ganztägig am Wochenende und an gesetzlichen Feiertagen sowie während der hessischen Schulferien.

Es empfiehlt sich, die mit Piktogrammen gekennzeichneten Türräume zu nutzen. Kinderwagen und Rollstühle haben Vorrang.

Hintergrund: In Hannover wurde gerade die Mitnahme bei Nichtbeachtung der Sperrzeiten mit dem „Schwarzfahrergeld“ von Euro 40,- belegt, weil sich zahlreiche andere Fahrgäste über Behinderungen beschwert haben. Damit das nicht auch bei uns mal so kommt, möge sich bitte jeder an die oben genannten Spielregeln halten. Allerdings wird sich auch innerhalb der Sperrzeiten niemand ernsthaft in einem leeren Zug wg. Radmitnahme beschweren. (üstra)

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16.07.2007 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt