Skip to content
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt
ADFC Logo
Burger-Logo
Artikel dieser Ausgabe
Burger-Logo
Artikel dieser Ausgabe

Ü1

Kronberg

Viel Potenzial für fahrradfreundlichen Wandel

Gibt es Kommunen ohne Verbesserungsbedarf bei der Fahrradfreundlichkeit? Eher nicht. So ist es auch in Kronberg,
das bei den Fahrradklima-Tests des ADFC der vergangenen Jahre schlecht abgeschnitten hat.

Um das Verbesserungspotenzial konkret benennen zu können, hatten wir die – nicht neue – Idee, mit unserem ADFC-Knowhow die Schwachstellen zusammenzutragen. Wir haben diese aufgelistet, beschrieben, fotografiert und mögliche Lösungen vorgeschlagen.

Bisher sind es 18 Schwachstellen. Das sind längst nicht alle, wir haben uns vorerst auf die wesentlichen beschränkt. Die Analyse haben wir in Absprache mit der Stadt an den gerade wiedergewählten Bürgermeister geschickt. Auf ein Gesprächsangebot warten wir schon seit Längerem.

Die Bandbreite der Schwachstellen ist groß. Es gibt einfach zu lösende Probleme, wie mit dem Rad in Gegenrichtung zu befahrende Einbahnstraßen, wo nur die Beschilderung angepasst werden müsste, oder zusätzliche Fahrradständer in der Altstadt und an der Burg Kronberg (Bild unten links). Ebenso könnten Drängelgitter, die Mofafahrern das Leben schwer machen sollen, aber effektiv nur Lastenräder oder Räder mit Anhängern behindern, entfernt werden (Bild unten rechts). Es gibt auch komplizierte Situationen, wie die abgeknickte Vorfahrtsstraße Schönberger Straße/Limburger Straße, die für alle Verkehrsteilnehmenden unbefriedigend ist.

Ebenso ein Dauerbrenner ist die Diskussion um die Hainstraße (wir berichteten in Frankfurt aktuell). Auch in der Frankfurter Straße, wo es stadtauswärts gar keinen und stadteinwärts keinen durchgehenden Fahrradweg gibt, besteht Verbesserungsbedarf. Und freuen würden wir uns, wenn man von der Kronberger Kläranlage kommend (Im Tries) über die Schwalbacher Straße auf den Fahrradweg gelangen könnte, ohne Mountainbiker zu sein (Bild rechts).

Wie wir aus informellen Gesprächen mit Verantwortlichen der Stadt wissen, ist bei einigen der Schwachstellen Abhilfe in Sicht. So ist zum Beispiel eine Bedarfsampel für den Übergang der vielbefahrenen Sodener Straße in Richtung Niederhöchstadt geplant. Wann die realisiert wird, wissen wir leider nicht.

Und selbst bei vermeintlich einfachen Lösungen dauert es ewig, sobald Hessen mobil involviert ist. Ampeln, die auf Fahrradfahrer nicht reagieren, wie in der Le-Lavandou-Straße, oder neu zu bauende Ampeln, die Radfahrern das Leben erleichtern würden, wie am Falkensteiner Stock, wird es deshalb wohl in nächster Zeit nicht geben.

Aber wir bleiben dran und werden berichten, sobald die Stadt sich bei uns meldet. Die bisherigen Ergebnisse sind auf unserer Website www.kronberg.adfc.de unter dem Reiter „Fahr Rad“ dokumentiert.

Stephan Krall und Claudia Kipka

links: So müssen Fahrräder derzeit an der Burg abgestellt werden.

rechts: Die Umlaufsperre („Drängelgitter“) am Ende des Nonnenpfades behindert Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger.

Stephan Krall

Claudia Kipka

Die Querung der Schwalbacher Straße (L 3015) vom erhöhten Radweg in die Straße Im Tries in Richtung Kläranlage ist durch eine steile Treppe nur schwer möglichStephan Krall

links: Text
mitte: Text
rechts: Text
gemeinsameUSchrift
Ansgar Hegerfeld