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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Von: Bertram Giebeler am 13. Februar 2020, Kategorie: Politik/Verkehr

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Bild Vor, an und hinter der Straßenbahnhaltestelle Konstablerwache in Richtung Friedberger Tor ist jetzt für jeden die Regelung klar: Autos haben eine Spur, Fahrräder haben einen Radstreifen, Schluss ist mit Geschiebe und Gedrängle
Bild: Bertram Giebeler

Umsetzung der Radentscheid-Koalitionsvereinbarung:
Es geht weiter!

Nachdem noch im November 2019 der Rad- und Schutzstreifen an der Schönen Aussicht markiert wurde, geht es jetzt mit kleinen aber nicht unwichtigen Schritten weiter. Das relativ milde Wetter ermöglicht Markierungsarbeiten auf dem Asphalt, die bei strengem Frost nicht funktionieren würden. Andere Arbeiten wie Bepollerungen sind ohnehin weitgehend wetterunabhängig

Anfang Februar wurde auf der Kurt-Schumacher- und Konrad-Adenauer-Straße in Fahrtrichtung Norden zwischen Allerheiligenstraße und Heiligkreuzgasse der Radstreifen abmarkiert und rot eingefärbt. Die Fortsetzung bis zur Seilerstraße soll zeitnah danach erfolgen. Noch in diesem Monat soll auch die Fassadensicherung am AOK-Gebäude an der Battonstraße realisiert werden, sodass dann die ärgerliche Engstelle mit der Gerüstüberbauung verschwinden kann. Der Autoverkehr wird ab jetzt klar und eindeutig einspurig an der Straßenbahnhaltestelle Konstablerwache vorbeigeführt, das für den Radverkehr gefährliche Geschiebe mit versetzter Zweispurigkeit hat ein Ende – wenn sich die Autofahrer*innen daran halten.

Eigentlich war auch beabsichtigt, diesen Radstreifen mit baulichen Trennelementen vor Überfahrung und Falschbeparkung zu schützen. Dagegen spricht aus Sicht der Stadt direkt an der Haltestelle die räumliche Enge und weiter nördlich in Höhe C&A die Nachtbushaltestelle. Die Nachbusse, die einem anderen "Busbündel" angehören als die Linienbusse 30 und 36, dürfen im Gegensatz zu diesen nicht auf dem Straßenbahn-Gleiskörper fahren – warum auch immer. Also kann der Nachtbus-Knoten nicht in die Mitte auf die Gleise verlegt werden, sondern muss an der derzeitigen Haltestelle bleiben, was eine Protektion des Radstreifens verhindert. Gerade dort aber, in Zeil-Nähe, ist das Szenario häufiger Falschbeparkung ziemlich wahrscheinlich. Das Problem mit den Nachbussen müsste eigentlich lösbar sein. Wir bleiben an der Sache dran.

Bild So soll es sein, und zwar bald auf der ganzen Hanauer Landstraße zwischen Osthafenplatz und Intzestraße: ein breiter gut befahrbarer Radweg!
Bild: Bertram Giebeler

Eine weitere Maßnahme ist eigentlich erst nur zu einem kleinen Teil umgesetzt, aber wir vermelden sie schon jetzt, weil auch das Teilstückchen schon einen Eindruck vermittelt von dem wie es hinterher einmal auf längerer Strecke aussieht: die Hanauer Landstraße bekommt auf ihrer Südseite einen vernünftigen Radweg!

Derzeit sieht man die beabsichtigte Neugestaltung etwa in Höhe der Hausnummern 160 ff. Sie kostet schon einige Parkplätze, aber die Anlieger sind fast nur Firmen und haben daher die Verantwortung, für Parkraum ihrer Mitarbeiter*innen selbst zu sorgen – und zwar nicht im öffentlichen Raum, sondern auf Privatgrundstücken, was dann den Fahrzeughalter auch etwas kosten darf. Der bisherige handtuchbreite Holper-Radweg war (und ist noch) wirklich eine Zumutung, und dazu noch ständig zugeparkt. Höchste Zeit, dass hier endlich Abhilfe geschaffen wird!