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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Gedanken eines baustellenerprobten Nidda-Radweg-Pendlers

Lange hatten wir darauf warten müssen: Zeitgleich zum Erscheinen der vorletzten Ausgabe von Frankfurt aktuell (Heft 5/2025) war der Nidda-Radweg zwischen Bad Vilbel und der Mündung der Nidda in Frankfurt-Höchst nach gut vier Jahren endlich einmal wieder baustellenfrei. Bis zu sechs Baustellen waren es gleichzeitig gewesen, die diese beliebte Strecke unterbrachen.

Bis zu sechs Mal war man auf Umleitungen geführt worden, teils über mehrere Kilometer am Stück. Umleitungen haben nicht nur zur Konsequenz, dass die Strecke länger wird. Das wäre meines Erachtens noch akzeptabel. In der Regel aber ist die Oberflächenqualität nicht wie gewohnt (Stichworte Matsch und Schlaglöcher) und/oder man wird auf Strecken mit starkem Autoverkehr mit all seinen Gefahren und Konfliktpotenzialen umgelenkt. Dort wo die Baumaßnahmen der Erneuerung des Weges dienen, hält die Vorfreude auf den Qualitätssprung die Stimmung noch im grünen Bereich. So haben mittlerweile die Abschnitte zwischen dem Freibad in Bad Vilbel und Frankfurt-Harheim sowie zwischen dem Westkreuz Frankfurt, an dem sich die A 5 und die A 648 kreuzen, und Frankfurt-Nied ein ganz neues Niveau erreicht: breiter, schlaglochfrei, einfach eine Lust, dort unterwegs zu sein.

An anderer Stelle, wo die Unterbrechung nicht dem eigentlichen Radweg gilt, wie bei der Nidda-Brücke in Hausen oder dem Düker im Solmspark, ist es schon ärgerlicher, den gewohnten Weg verlassen zu müssen – und das umso mehr, wenn die Baustelle weit länger besteht als ursprünglich angekündigt. Beim Düker im Solmspark reden wir von sieben Monaten Verzögerung, bei der Brücke in Hausen gar von 16 Monaten. Auch die Wegeabschnitte Sossenheimer Wehr und Praunheimer Wehr blieben mit neun und zehn Monaten weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Das mag alles seine guten Gründe haben. Wenn aber gleichzeitig zu beobachten ist, dass die Bautätigkeiten für längere Zeit unterbrochen werden, dann fällt es schwer, Verständnis aufzubringen.

Die eine ist davon einfach nur genervt, der andere reagiert mit Ignoranz und umfährt bzw. öffnet vorhandene Absperrungen. Letzteres Verhalten wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für den Bereich der Baustelle Sossenheimer Wehr im Sommer letzten Jahres ausführlich thematisiert – nach meinem Empfinden allerdings recht einseitig, denn die oben genannten Ärgernisse wurden erst gar nicht erwähnt.

Umso verblüffter war ich, als ich im Sommer letzten Jahres das Baustellenschild am Streckenabschnitt Bad Vilbel-Harheim las. Dort wurde die Nutzung der Umleitung als Bitte formuliert. Das waren ja nun ganz neue Töne. Dass dieser Bitte nicht immer entsprochen wurde, hat die Fahrradzählstelle am Ende der Huizener Straße festgehalten. Und ja: Dieser Streckenabschnitt wurde tatsächlich zum genannten Termin freigegeben.

Christian Martens