„Es geht besser, wenn das Rad dabei ist“
Ob als Einzelperson mit einer seelischen Erkrankung im Alltag oder mit anderen Betroffen im Rahmen der MUT-TOUR:
Radfahren ist gut für die Psyche!
Ich zähle 1, 2, 3 – los! – und bei ‚los‘ treten wir gleichzeitig die rechte Pedale runter! Henny Friedrich versteht es, Tandem-Neulinge einzuweisen. Tatsächlich gelingen die ersten Meter auf dem Sattel hinter der Projektkoordinatorin der MUT-TOUR (siehe Infokasten) mühelos. Später, beim Überqueren von Landstraßen und beim Durchfahren enger Kurven, merke ich, wie knifflig es werden kann. Die letzte Tour von Team 4, dem neben Henny die von Depression Betroffenen Clara, Corinna, Lukas und Petra angehören, begleite ich unter Leitung von ADFC-TourGuide Herbert Schmetzer von Groß-Gerau nach Mainz auf einem der Tandems, weil das sechste Teammitglied Vera krankheitsbedingt aussteigen musste. Für alle war diese Etappe von Freiburg nach Mainz in der letzten Juniwoche – Stichwort: Hitzewelle – eine unglaubliche Herausforderung. So konnten nicht so viele Kilometer wie geplant radfahrend zurückgelegt werden, auch einzelne Veranstaltungen mussten hitzebedingt abgesagt werden. Allemal eine richtige Entscheidung: „Unser Thema ist ja nicht Powern, sondern Gesundheit“, bringt es Petra auf den Punkt.
Dabei kann sich niemand sicher sein, psychisch ein Leben lang gesund zu bleiben. Jeden und jede kann es treffen. Und belastend sind psychische Erkrankungen nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern oft auch für deren Angehörige.
Corinna aus Hannover fährt seit 2019 bei der MUT-TOUR mit und kennt beide Perspektiven: Bei ihrem Onkel wurde eine bipolare Störung diagnostiziert, ein Krankheitsverlauf, in dem die Betroffenen zwischen depressiven und euphorischen Phasen schwanken. Corinna selbst ist an einer sogenannten rezidivierenden Depression erkrankt. Das heißt, es treten immer wieder depressive Phasen auf, die von beschwerdefreien Zeiten unterbrochen sind. Begonnen hat das, als die heute 48-Jährige ein Teenager war, erstmals erkannt wurde die Krankheit aber erst, als sie Anfang 20 war.
Zur Diagnose gehörte auch die düstere Perspektive, von dieser Form der Depression vermutlich lebenslang nicht mehr frei zu werden. „Das gehört jetzt zu mir, so wie für manche auch Diabetes einfach dazugehört“, begriff Corinna und entschied sich sofort, mit ihrer Erkrankung ganz offen umzugehen: „Damit kann ich nicht hinterm Berg halten, das ist ja noch mehr Stress!“ So rannte die Idee der MUT-TOUR bei der begeisterten Radfahrerin Corinna förmlich offene Türen ein.
„Ich fühle mich auf dem Rad einfach wohl, das ist ein Ort, wo ich auch entspanne.“
Schon als Kind habe sie jeden Weg möglichst mit dem Rad zurücklegen wollen, heute ist ein Lastenrad ihr Fortbewegungsmittel Nummer eins, jährlich ist sie zweieinhalbtausend Kilometer damit unterwegs. „Ich fühle mich auf dem Fahrrad einfach wohl. Das ist ein Ort, wo ich auch entspanne“, erklärt Corinna.
Auch Marcel, 44, gelernter Zerspanungsmechaniker aus dem Münsterland, saß schon oft auf einem der MUT-TOUR-Tandems. Seine schwere Depression trat im Zuge der Corona-Pandemie hervor. Fehlende Wertschätzung von Vorgesetzten, die erzwungene Isolation von Arbeitskolleg:innen – all das belastete den Vater zweier Kinder schwer.
Als er sich seinem Hausarzt erklären will, bringt er kein einziges Wort heraus, kann nur minutenlang weinen. Einerseits ist es ganz klar: Marcel wird wegen einer Depression arbeitsunfähig geschrieben, die Symptome umfassen unter anderem Tinnitus, Schlafstörungen, Rückenschmerzen. Andererseits ist völlig unklar, wie es jetzt weitergehen soll. In der Arztpraxis legt man dem verzweifelten Patienten einen kostenpflichtigen Workshop für Führungskräfte nahe. Wie absurd diese Empfehlung ist, begreift Marcel erst viel später: „In dem Moment, wo man am zerbrechlichsten ist, muss man immer noch darauf gefasst sein, schlecht betreut oder abgelehnt zu werden.“
Denn in der Regel liegt es an den Betroffenen selbst, einen Therapieplatz für sich zu suchen. Eine Anforderung, die Patient:innen in einem von Ängsten und dem Gefühl der Ausweglosigkeit geprägten Zustand als zusätzlich extrem belastend erleben. „Die innere Anspannung, sich dazu zu überwinden,
ist unbeschreiblich“, erinnert sich Marcel an diese Zeit: „Es scheint ja einfach nur um einen Anruf zu gehen, aber die Furcht vor Zurückweisung und Ablehnung ist so mächtig, dass dabei schon einmal zwei Wochen vergehen können.“
„Radfahren war für mich immer eine Lösung, aus Problemen herauszukommen, Abstand zu gewinnen.“
Ist ein Therapieplatz gefunden, bedeutet dies nicht automatisch, dass Betroffene dort gleich die erhoffte Heilung erfahren. Auf die erste Einrichtung, in der Marcel stationär behandelt wurde, blickt er mit gemischten Gefühlen: „Ich wollte unbedingt Fahrradfahren, als ich im Krankenhaus war“, berichtet Marcel. „Das Radfahren war für mich immer eine Lösung, um aus Problemen herauszukommen, Abstand zu gewinnen.“ Für die Behandelnden spielte das keine Rolle. Marcels Wunsch wurde brüsk abgeschmettert: „Das gibt’s nicht!“
Eine solche Abfuhr hätte Marcel am Zentrum für Psychiatrie Reichenau auf keinen Fall erlebt. Dort arbeitet Hanno Bröcker, studierter Rehabilitationspädagoge und ausgebildeter Motopäde. Sein Fachgebiet am ZfP Reichenau ist die Bewegungstherapie. Dabei wird sportliche Betätigung genutzt, um psychische Erkrankungen mit zu behandeln. „Ein körperlich aktiver Lebensstil ist für die Gesundheitsförderung unglaublich wichtig“, betont Hanno Bröcker, der eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien benennen kann, die das belegen. Die vom Patienten selbst gewählten Aktivitäten seien besonders erfolgversprechend für die Behandlung.
Bis zu Marcels Einrichtung hatte sich diese Erkenntnis noch nicht verbreitet. Wegen des ärztlich verhängten Radfahrverbots entdeckt er das Spazierengehen für sich. Insgesamt folgt eine wahre Therapie-Odyssee, ein Wechsel von Höhen und Tiefen. Am Ende hat Marcel seine Stabilität zurückgewonnen, nicht zuletzt dank eines Arbeitsplatzwechsels.
Weil er sich schon als Jugendlicher aus kritischen Phasen regelrecht herausgeradelt hat, stand für Marcel früh fest: „Radfahren ist meins“. Heute kann sich der Besitzer von sieben Rädern ein Leben ohne Radfahren nicht mehr vorstellen. Auf die Tandems der MUT-TOUR traf Marcel ganz zufällig bereits zwei Jahre vor seiner Erkrankung. Zunächst dem Projekt gegenüber eher skeptisch eingestellt, entschloss er sich mitzufahren, als er selbst zu den Betroffenen zählte. 2026 ist er bereits zum fünften Mal dabei – in Team 6, das im Juli von Bonn nach Minden radelt.
Zurück zu Team 4 und Petra aus Frankfurt. Der 60-Jährigen ist es besonders wichtig, sich über ihre Erkrankung austauschen zu können und zu merken, „ich bin nicht allein, wir sind viele!“ Dabei gilt es auch, gegen Vorurteile anzugehen: „Depression ist nicht: ‚ich hab mal ein bisschen schlechte Laune‘, sondern eine ernste Erkrankung.“ Innerlich geradezu brüllen muss Petra bei oberflächlichen Kommentaren wie „jetzt kommt ja der Sommer, da scheint die Sonne, und es geht dir gleich viel besser.“
„Das Rad ist für mich ein Schutzraum.“
Was Petra wirklich hilft, ist aber nicht Sommer, Sonne, Sandstrand: „Wenn depressive Phasen schwieriger und intensiver werden, ist Radfahren für mich etwas, das es mir erleichtert, vor die Tür zu gehen.“ Wenn das Gefühl eigentlich sagt: „ich kann nicht“, geht es viel besser, wenn das Rad dabei ist, hat Petra an sich selbst beobachtet: „Interessanterweise ist das Rad für mich eher ein Schutzraum, als das beim Auto oder auch zu Fuß der Fall ist.“
Clara aus Mainz ist zum ersten Mal dabei. Sie ist an Multipler Sklerose erkrankt, die oft eine Depression als Folgekrankheit auslöst, erklärt die 51-Jährige. Damit verbrachte sie drei Monate in einer Tagesklinik, an die sich eine vierjährige Therapie anschloss. Das Fahrrad spielt im Leben von ADFC-Mitglied Clara eine wichtige Rolle. Auf eine achttägige Fahrradreise zu starten, ist aber auch für sie eine Premiere und Herausforderung.
Nicht zuletzt die ungeplanten Begegnungen machen jede Etappe der MUT-TOUR einzigartig. So berichtet Clara, wie ihre Tandemgruppe in Herbolzheim keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hat und daher eigentlich schon per Zug weiterreisen wollte. Am Bahnhof kommen sie mit einer älteren Dame ins Gespräch, die ihnen spontan ihren Garten zum Zelten anbietet. Auch durch das Auffüllen der Wasserflaschen kommt das Team regelmäßig mit Menschen ins Gespräch. Für Aufmerksamkeit sorgen insbesondere die restlos beladenen Tandems. Auch die im MUT-TOUR-Design „gebrandete“ Kleidung der Teilnehmenden fällt auf: Als sie wegen eines technischen Problems an einem der Tandems bei einem Fahrradladen anhalten, ruft der Inhaber freudig aus: „Ich kenne Sie doch, meine Frau organisiert ja den Aktionstag mit …!“
Über 50 Aktionstage im Rahmen der gesamten MUT-TOUR geben Bevölkerung und lokalen Medien die Möglichkeit, sich dem Thema anzunähern und mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Dafür engagieren sich Selbsthilfegruppen, Betreuungseinrichtungen, karitative Organisationen und weitere Initiativen. Auch zahlreiche Ortsgruppen des ADFC – wie hier der ADFC Kreis Groß-Gerau unterstützen Aktionstage und leiten Etappen als TourGuides. Am Sandböhl in Groß-Gerau wird das Team der MUT-TOUR außerdem vom Ersten Kreisbeigeordneten Adil Oyan, der selbst zwanzig Jahre als Pfleger in einer psychiatrischen Einrichtung gearbeitet hat und der Ersten Stadträtin, Susanne Theisen-Canibol herzlich in Empfang genommen.
Mindestens so vielfältig wie die an den Aktionstagen beteiligten Organisationen sind die Geschichten und Verläufe der wegen einer psychischen Erkrankung behandelten Patient:innen, erklärt Bewegungstherapeut Hanno Bröcker: „Manche finden nach einer bewältigten Krise wieder zu einem normalen Leben zurück, manche durchleben wiederholt depressive Episoden und andere sind durch die Krankheit dauerhaft auf eine Betreuung angewiesen“. Depressionen böten grundsätzlich gute Anknüpfungspunkte für eine bewegungstherapeutische Behandlung, und das Radfahren in der Gruppe sei bei Depressionen wichtig und gut, erläutert Bröcker. Die Herz-Kreislauf-Aktivierung wirke außerdem gut bei Angst-Erkrankungen. Denn die aufgrund von Ängsten entstandenen Vermeidungsstrategien – etwa, dass Betroffene sich nicht mehr trauen, das Haus zu verlassen – lassen sich durch körperliche Aktivität und das damit verbundene Erfolgserlebnis allmählich wieder aufbrechen.
„Wenn jemand Rad fährt, ist es gut, damit schon in der Behandlung anzusetzen.“
Patient:innen mit Psychosen oder Schizophrenie helfe die körperliche Aktivität, um die Aufmerksamkeit von Halluzinationen wieder auf den eigenen Körper und den Kontakt zu den Mitmenschen zu lenken, erklärt Bröcker. Langfristig wirke Radfahren an der frischen Luft der bei diesen Patient:innen oft zu beobachtenden Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustands entgegen. Zudem ist Radfahren gelenkschonend, für viele recht einfach umsetzbar, gut in den Alltag integrierbar. „Es geht auch immer darum: Was kann ich einem Patienten mitgeben für die Zeit danach. Wenn jemand Rad fährt, ist das ein guter Anknüpfungspunkt, damit auch schon in der Behandlung anzusetzen.“
Doch was, wenn der Zustand eines Betroffenen das Radfahren gar nicht erlaubt, insbesondere hinsichtlich der verordneten Medikamente? Bei manchen Patient:innen kann dann ein Tandem die Lösung sein – oder dass man ausschließlich mit Begleitung losradelt.
Von diesem Modell profitierte der über 80-Jährige Jochen aus Frankfurt. Radfahren spielte immer eine herausragende Rolle in seinem Leben. Aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung konnte er nicht mehr alleine mit dem Fahrrad unterwegs sein. Als Alltagsbegleiter ermöglichte der ehemalige Altenpfleger Ulrich Noll drei Jahre lang dennoch solche Touren: „Einiges in der Stadt konnte Jochen trotz der Demenz wiedererkennen, das er gerne auch aussprach und damit an Zeiten erinnerte, da er aktiv im öffentlichen Raum sich souverän und selbstbewusst fühlte. Die teilweise Orientierung und auch die ruhige, stetige Bewegung taten ihm sichtlich gut“, resümiert Ulrich Noll die Wirkung der gemeinsamen Touren.
„Freude am Erlebnis, mit dem geliebten Fahrrad draußen in der Welt zu sein …“
Jochens Krankheitsbild beinhaltete, dass er sich an frühere Zeiten relativ gut, an die jüngste Vergangenheit kaum erinnern konnte: Und so schätzte er seine Kondition oder seinen Appetit wie bei einem jungen Mann ein. Hier war der Alltagsbegleiter manchmal gefordert einzugreifen, der auch bei der Routenwahl stets zwischen Jochens spontanen Impulsen und körperlichen Fähigkeiten abwägen musste. Wieder zuhause angekommen, war Jochen zwar oft erschöpft, aber sehr zufrieden, berichtet Ulrich Noll. Allmählich ließen Koordination und Feinmotorik nach, doch „das Wahrnehmen zunehmender mentaler Schwäche überdeckte nicht die Freude am Erlebnis, mit dem geliebten Fahrrad draußen in der Welt zu sein.“ Auch wenn das Radfahren hier nicht zur Gesundung beitragen konnte, steigerte es definitiv Wohlbefinden und Lebensqualität des Patienten.
Das Wohlbefinden von Team 4 der MUT-TOUR könnte besser nicht sein als am frühen Nachmittag dieses sehr sonnigen letzten Junitages: Mainz ist erreicht! Alle sind erschöpft, von sehr starken Gefühlen überwältigt und liegen sich glücklich und erleichtert in den Armen. Auch Außenstehende bekommen so eine Ahnung, was es bedeutet, bei der MUT-TOUR mitzuradeln.
Lässt sich nun abschließend das Fazit ziehen: „Radfahren ist gut für die Psyche“? Sofern damit nicht die Erwartung eines „Allheilmittels“ verbunden ist, lautet die Antwort eindeutig „Ja!“ Denn das Radfahren weckt bei den Betroffenen die Idee, das eigene Leben wieder in Bewegung zu bringen, in die eigenen Hände nehmen zu können. Es ist vor allem die aktive Bewegung, durch die sich die Betroffenen besser, oft wie befreit fühlen – von negativen Gedanken oder auch Stimmungen. Und das ist wirklich keine Kleinigkeit.
Torsten Willner
Gruppenfoto mit Mitfahrenden und „Offiziellen“ in Groß-Gerau.
Hanno Bröckerprivat
Über die MUT-TOUR
In Deutschland sind jährlich fast 18 Millionen Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen, das ist mehr als jede vierte erwachsene Person – dennoch fühlen sich viele allein gelassen und erfahren Stigmatisierung. Die MUT-TOUR ist ein Aktionsprogramm, bei dem Menschen mit und ohne Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen zusammenkommen, um sich für einen offenen Umgang mit diesem Thema stark zu machen. Seit 2012 fahren jeden Sommer mehrere Tandem-Teams jeweils acht Tage lang Etappenziele in verschiedenen Städten Deutschlands an, um ein Zeichen zu setzen und diese Botschaft ins Land zu tragen: Psychische Erkrankungen sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche, sie sind behandelbar. Die MUT-TOUR 2026 begann am 30. Mai in Kassel und endet am 12. September in Bremen. Die Fotos entstanden am 30. Juni, als die MUT-TOUR von Groß-Gerau nach Mainz radelte.
Marcel auf einem seiner sieben Räder.privat
MUT-TOUR Team 4 mit Corinna, Petra, Henny und Lukas in Groß-Gerau.
Glücklich und erschöpft am Etappenziel in Mainz angekommen.
Das große Aktionsbanner wandert immer mit:
hier ans Etappenziel in Mainz. Torsten Willner (7)
… und wenn ich selbst betroffen bin?
Wer sich selbst in einer psychischen Krise sieht und Hilfe benötigt, findet Anlaufstellen im Mut-Atlas des Vereins Mut fördern e.V. – mut-atlas.de/akuthilfe
Kümmernde Menschen sind direkt über den (KI-freien!) Krisenchat – krisenchat.de – zu erreichen oder telefonisch bei der Telefonseelsorge:
0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.
Über die MUT-TOUR
In Deutschland sind jährlich fast 18 Millionen Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen, das ist mehr als jede vierte erwachsene Person – dennoch fühlen sich viele allein gelassen und erfahren Stigmatisierung. Die MUT-TOUR ist ein Aktionsprogramm, bei dem Menschen mit und ohne Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen zusammenkommen, um sich für einen offenen Umgang mit diesem Thema stark zu machen. Seit 2012 fahren jeden Sommer mehrere Tandem-Teams jeweils acht Tage lang Etappenziele in verschiedenen Städten Deutschlands an, um ein Zeichen zu setzen und diese Botschaft ins Land zu tragen: Psychische Erkrankungen sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche, sie sind behandelbar. Die MUT-TOUR 2026 begann am 30. Mai in Kassel und endet am 12. September in Bremen. Die Fotos entstanden am 30. Juni, als die MUT-TOUR von Groß-Gerau nach Mainz radelte.




















