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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main
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Mit dem Rad durchs Elsavatal

Eine Standorttour im Spessart

Mit dem Tourenrad ging es für die 16 Teilnehmer von der Rhein-Main-Metropole mit Gepäck am Rad nach Eschau. Die Gruppe nahm vom 17. bis 22. Mai Quartier im Gasthaus „Zum Löwen“ in Eschau am Mühlbach.

Das Gasthaus ist weithin für seine hervorragende Küche bekannt. Das Team des Hauses besteht aus einer großen Familie, alle helfen irgendwie mit. Frische italienische Cappelletti, Seehechtfilet und Garnelenspieße waren die „Renner“, natürlich auch die fränkische Küche.

Vier Tagestouren standen auf dem Programm. Zunächst auf dem Elsavatal-Radweg über die Spessart-Wasserschloss-Route zum Schloss Mespelbrunn, wo wir uns das Schloss etwas näher ansahen. Bevor es in die Höhe ging, stärkten wir uns im romantisch liegenden Schloss-Café. Der Elsavatal-Radweg ist größtenteils asphaltiert mit angenehmer ondulierter Wegstrecke. Die Weiterfahrt über die Höhe nach Volkersbrunn stellte an die Teilnehmer die erste Fahrprüfung, da es auf einem geschotterten Weg bergauf ging. Eine Besonderheit auf dem weiter genutzten Höhenweg ist die Freizeitanlage am Nebelhorn in Leidersbach-Roßbach, von wo bei guter Sicht die Frankfurter Skyline zu erkennen ist. Im Wirtshaus zu Obernburg wurde original Fränkisches Schäuferla oder auch eine Wirsingroulade gewählt.

Über Mönchberg ging es zum Franziskanerkloster Engelberg. Nach Besichtigung der Klosterkirche fuhren wir hinab ins Maintal in das mittelalterliche Miltenberg, wo wir im wahrscheinlich kleinsten Café mit Bio-Produkten – inklusive Gastgarten mit leckerem Kuchen unter schattenspendenden Bäumen – einkehrten. Flussabwärts ging es über den Mainradweg nach Klingenberg und Obernburg zurück über Rück. Hier trafen wir den „Rück-Besinnungsweg“. Der sechs Kilometer lange Weg wurde 2015 eingeweiht. Nun mit den Rädern rauschten wir vorbei, da war eine „Rückbesinnung“ kaum möglich. Im Weinlokal Schalkhaus vereint sich fränkische Küche mit lokalen Spezialitäten (eigener Weinanbau und Brennerei).

Der Rotwein-Wanderweg über Erlenbach zur Clingenburg brachte uns ins Röllbachtal bis Mönchberg. Der Weg führt durch unglaublich große Beerenfelder, hier sollte man zur Zeit der Weinlese etwas Zeit mitbringen.

Ein weiterer Tagesausflug führte uns in den bayrischen Odenwald über Wörth nach Breuberg ins Mümlingtal. Leider konnte die geplante Tour über Geißhöhe und Abfahrt durch den Wald „Zur Heppe“ nicht realisiert werden, da das steile geschotterte Wegstück bergab zur Heppe nicht für Tourenradler geeignet ist. Die Teilnehmenden wollten und konnten die teilweise schweren Räder nicht bergab schieben. In Lützel-Wiebelsbach besuchten wir eine am Berg liegende Bäckerei. Interessant war es zu beobachten, dass Schulkinder in den Laden kamen und ihren Wunsch äußerten, das leckere Stück nahmen und ohne zu bezahlen die Bäckerei verließen. „Kein Thema“, sagte der junge Inhaber. Er kenne alle mit Namen und einmal in der Woche kommen die Eltern und rechnen mit ihm ab.

In der Gruppe fanden sich vier Bio-Biker und zwölf Pedelec-Nutzer zu einer harmonischen Gruppe zusammen. Ein fröhlicher Mix aus elf Mädels und fünf Jungs im Alter von 62+. Man ist nie zu alt für solche Radeltouren, auch wenn der Spessart mancherorts sehr hüglig ist. Die Tagesetappen lagen zwischen 40 und 65 Kilometern mit bis zu 485 Höhenmetern. Besonders hervorzuheben sind nicht nur die malerische Landschaft, sondern auch die kulinarischen Highlights. Wir werden wiederkommen. Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen.

Peter Lill-Hendriks

Über TourGuide und Tour

TourGuide Peter Lill-Hendriks entdeckte die idyllische Uferlandschaft der Elsava im Juli 2016, als er ein Seminar für Wegmarkierer vom Spessartbund in Mespelbrunn besuchte. Die Rückfahrt per Rad führte ihn damals die Elsava entlang, bis diese bei Obernburg in den Main mündet. Lill-Hendriks engagiert sich als Wanderführer im Spessartbund und im Verein Spessartfreunde e.V. 1880 Aschaffenburg und möchte auch die Wanderbegeisterten fürs Radeln gewinnen.