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4.8.2020

Bild Radstreifen mit Busfahr-Erlaubnis: die neue Realität auf der Friedberger Landstraße
Bild: Bertram Giebeler

Radfahren auf der Friedberger Landstraße – ein Anfang ist gemacht!

Wie vom Verkehrsdezernat versprochen, wurde jetzt in den Sommerferien begonnen, auf der Friedberger Landstraße, genauer an ihrem unteren Abschnitt zwischen Cityring und Friedberger Platz, eine KFZ-Fahrspur für den Radverkehr freizumachen. Stadtauswärts ist dies schon weitgehend realisiert, stadteinwärts soll es ebenfalls noch im Laufe der Schulferien fertig markiert werden. Was derzeit noch fehlt, sind Fahrrad-Piktogramme.
Die jetzt gefundene Lösung hat noch eine Besonderheit: auf dem Radstreifen darf der Linienbus (z.Zt der 30-er) fahren, muss aber gegebenenfalls langsam hinter dem Radverkehr bleiben. Dies ist eine Innovation: Busspur mit Radverkehr frei – das gibt es schon länger, auch in Frankfurt. Radsteifen mit Busverkehr frei – das gab es bislang noch nicht. Die Tatsache, dass dort regelmäßig ein Bus fährt, sollte auch deutlicher als derzeit visualisiert werden – es hält Falschparker ab!

Die Perspektive für die Friedberger Landstraße:
multimodale Hochleistungs-Verkehrsachse!

Die jetzt markierte Radverkehrslösung erforderte politischen Mut auf Seiten des Dezernats und den Rückenwind der 40.000 Unterschriften für den Radentscheid vor zwei Jahren. Sie ist aber auch nur ein Provisorium, aus der Sicht mancher Radentscheid-Aktivisten mangels baulicher Abtrennung vom Autoverkehr sogar unbefriedigend. Spätestens wenn die Straßenbahn- und Bushaltestellen barrierefrei gemacht werden, steht ein Umbau der ganzen Straße an. Dann sollte die Chance genutzt werden, diese wichtige Verkehrsachse in den und aus dem Nordosten komplett neu zu konzipieren.

Die Friedberger muss mittelfristig nicht nur für den stetig wachsenden Radverkehr, sondern besonders für den öffentlichen Verkehr ertüchtigt werden, um eine noch größere Leistung in der Mobilität von Menschen zu erbringen. Schon bald soll eine zusätzliche Straßenbahnlinie von der Friedberger Warte aus in die City fahren. Darüber hinaus sind zwei Projekte zumindest in der Diskussion, wenn auch noch nicht beschlossen: eine Straßenbahnlinie nach Bad Vilbel und der Bau eines großen Park-and-Ride-Parkhauses, ähnlich dem an der Borsigallee, im Bereich des BGU-Unfallkrankenhauses. Die Autofahrer sollen dann in ein öffentliches Verkehrsmittel umsteigen (ganz nebenbei – ein praktisches Faltrad im Kofferraum dabei, und ruck zuck ist von dort die City erreicht!). Wer diese Projekte auch nur andenkt, muss auch eine bessere Infrastruktur für den ÖV mitplanen.

Wenn wir davon ausgehen, dass das Gesamt-Platzangebot an der Friedberger so bleibt wie es derzeit ist, dass also keine Bäume gefällt und schon gar nicht Häuser abgerissen werden, so sieht die Perspektive, von außen nach innen konzipiert, so aus: auf ganzer Länge vom BGU bis zum Main gibt es außen einen Fußweg; links daneben einen Radweg oder einen (möglichst geschützten) Radstreifen; links daneben eine KFZ-Fahrspur, bei großzügigem Platzangebot, etwa nördlich der Rat-Beil-Straße, auch mal zwei; und in der Mitte eine leicht separierte oder angehobene ÖV-Spur, die nur von Feuerwehr/Rettungsdienst/Polizei überfahren werden darf. Hierfür sind an manchen Stellen Umbauten des Gleisbetts nötig, etwa im Bereich des Hessendenkmals.

Kritische Engstellen sind zwei Abschnitte: erstens zwischen Rohrbach- und Egenolffstraße; die Breite der ÖV-Spur reicht hier für zwei sich begegnende Busse nicht aus. Das größere Platzangebot am Mathias-Beltz-Platz könnte hier für eine Busbegegnung hilfreich sein. Zweitens der Abschnitt zwischen Wieland- und Koselstraße stadteinwärts. Hier könnte – das ist erst mal nur die Meinung des Autors dieser Zeilen - für Rad- und KFZ-Verkehr ein temporeduzierter Mischverkehr realistisch und für den Radverkehr zumutbar sein. Stadtauswärts kann hier der früher schon einmal existierende und sogar an der Pflasterung noch erkennbare Radweg rechts von den Bäumen reaktiviert werden, der irgendwann in der autobegeisterten Vergangenheit den Parkplätzen geopfert wurde.

Die Leistungsfähigkeit einer städtischen Straße bemisst sich am Durchsatz von Menschen, ob zu Fuß, auf dem Fahrrad, in Bahn und Bus oder auch – zu rückläufigem Anteil - im Auto. Das gilt für alle Großstadtstraßen mit vielfältigen Nutzungsansprüchen in Deutschland und Europa. Die Friedberger Landstraße in Frankfurt könnte ein Modell sein für eine funktionierende multimodale Mobilitäts-Achse!

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