Ausgabe 4/1999   Jul. / Aug.


Einlenken statt ausrasten

ADFC-Kampagne für mehr Rücksicht im Verkehr

Auch neun Monate nach der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) herrscht vielerorts noch große Verwirrung darüber, wann ein Radweg benutzt werden muß und wann nicht. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) beobachtet, daß viele Radler nicht wissen, ob die Radwegbenutzungspflicht für sie gilt oder nicht.

Seit dem 1. Oktober 1998 müssen Radwege nur noch benutzt werden, wenn sie mit dem blauen Radweg-Schild gekennzeichnet sind. Voraussetzung ist dafür in der Regel eine Breite von zwei Metern - mindestens 1,50 Meter - und ein ordnungsgemäßer baulicher Zustand.
    Der ADFC kritisiert, daß manche Kommunen das Thema bisher auf die lange Bank schieben. So seien die Möglichkeiten der neuen StVO erst zögerlich oder noch gar nicht umgesetzt worden. ADFC-Bundesvorsitzender Wolfgang Große: "Oft entstehen gefährliche Konfliktsituationen mit Autofahrern, die die veränderte Rechtslage für Radler nicht kennen. Wenn ein Radler auf der Straße fährt, weil er dort sicherer, komfortabler und schneller vorankommt, ist das für viele Autofahrer noch immer überraschend." Die Umsetzung der neuen Regeln, so Große, müsse nicht nur in der Verkehrsplanung, sondern auch in den Köpfen erfolgen. Nur so sei ein besseres Miteinander im Straßenverkehr möglich.
    Unter dem Motto "Einlenken statt ausrasten" startet der ADFC jetzt seine jährliche Verkehrssicherheitskampagne. Mit witzigen Postkarten, die in vielen Kneipen in ganz Deutschland erhältlich sind, weist der ADFC auf die Neuregelungen der StVO hin. Die Postkarten können zusammen mit dem Info "Mehr Rechte für Radler" auch über den ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen gegen Einsendung von 2,20 Mark in Briefmarken (Kennwort: Infoset) bezogen werden. Der ADFC informiert außerdem im Internet unter www.adfc.de über die neuen Bestimmungen.

ADFC Pressemitteilung mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.

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