Ausgabe 3/2000   Mai / Jun.


Fahrradroute Nordweststadt – Innenstadt endlich im Bau

Eine kleine Rückschau

Acht lange Jahre hat es gedauert, nun hat der K(r)ampf ein Ende: Der Bau der zweiten Frankfurter Fahrradroute hat begonnen! Sechs Jahre nach der Einweihung der ersten Strecke von Seckbach in die Innenstadt im Frühjahr 1994 durch den damaligen Baudezernenten Hanskarl Protzmann (SPD) wird es, wenn alles glatt läuft, wieder ein SPD-Dezernent sein, der die neue Strecke einweiht. Nach zwei CDU-Vorgängern – Udo Corts (Oktober 95 - Oktober 97) und Horst Hemzal (Oktober 97 – Februar 2000) hat jetzt Martin Wentz, bis zum Februar Chef im Planungsdezernat, das Ruder im Baudezernat übernommen. Er ist somit der vierte Baudezernent, der mit der Realisierung der Fahrradroute Nordweststadt-Innenstadt befasst ist.

Am 17. Dezember 1992 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die "Radverkehrskonzeption Frankfurt am Main", eine Netzplanung für den Radverkehr, die das einschlägig ausgewiesene Bonner "Büro für integrierte Stadt- und Verkehrsplanung" (BiS) gemeinsam mit dem ADFC Frankfurt im Auftrag von Martin Wentz 1991 vorgelegt hatte

Im Januar 1993 wurde die Vorplanung für die Fahrradroute Nordweststadt-Innenstadt erstmals der Arbeitsgruppe Radverkehr unter der Leitung des Fahrradbeauftragten der Stadt Frankfurt – das gab es damals tatsächlich – Peter Blöcher vorgestellt.

Vor fünf Jahren, im April 1995, schickte der Magistrat mit dem Magistratsvortrag M 67 die stark zu Lasten des Radverkehrs veränderte Vorplanung auf den parlamentarischen Weg. Der ADFC schrieb eine umfangreiche Stellungnahme und suchte die Unterstützung von Ortsbeiräten und Stadtparlament.

Am 18. April 1996 fand daraufhin im großen Saal des Technischen Rathauses auf Initiative von Planungsdezernent Martin Wentz (SPD) das erste "Fachgespräch über den Fortgang der Radroutenplanungen in Frankfurt am Main" statt. Die lange Teilnehmerliste umfasste 27 Namen, unter anderem den des damals frisch gekürten neuen CDU-Stadtrates für Bau und Sicherheit, Udo Corts.

Die Kritik des ADFC wurde weitestgehend berücksichtigt. Noch im selben Jahr wurde die baureife Planung abgeschlossen und die nötigen Zuschussanträge in Wiesbaden gestellt. Es sollte fast vier volle Jahre dauern, bis sich wieder etwas tat.

Was lehrt uns das? Wer in Frankfurt etwas für die radfahrenden Menschen erreichen will, muss einen langen Atem haben. Der ADFC hat ihn. Mehr zur neuen Fahrradroute demnächst von

Fritz Biel

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