Ausgabe 4/2001   Juli/August

10 Jahre ADFC Bad Vilbel

Im Juni 1991 traf sich ein kleiner Kreis von Fahrradbegeisterten, um in Bad Vilbel eine Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu gründen. Auslöser waren damals die Pläne der Stadt zur Umgestaltung der innerstädtischen Frankfurter Straße zur Einbahnstraße.
Mittlerweile hat sich der Gründerkreis zu einem Verband mit 80 Mitgliedern gemausert – wobei die Verfasser dieser Zeilen durchaus der Ansicht sind, dass es auch mehr werden dürfen.
Neben der Planung und Durchführung von für alle Interessierten offenen geführten Radtouren lag das Hauptaugenmerk der ADFC-Gliederung von Anfang an darauf, bei den städtischen Gremien verkehrspolitische Initiativen zu Gunsten des umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels einzubringen. Später kamen die Verbreitung von Informationen und Aktionen zum Thema Diebstahlschutz hinzu. Die Fahrradkodierung beispielsweise dürfte – maßgeblich auch dank der Schützenhilfe des Frankfurter Nachbarverbandes – heute für die Bad Vilbeler Radfahrer kein Fremdwort mehr sein.
Nicht zuletzt auf die Beharrlichkeit der Aktiven dürfte es beispielsweise zurückzuführen sein, dass heute das innerörtliche Radwegenetz flächendeckend einheitlich ausgeschildert ist. Geeignete Fahrradabstellanlagen wurden unter anderem auch aufgrund der Anregung des Bad Vilbeler ADFC installiert. Schließlich ist der Ausbau der Verlängerung des Berkersheimer Weges in Richtung Frankfurt ebenfalls ein schönes Resultat der Bemühungen des ADFC Bad Vilbel.
Andererseits muss registriert werden, dass noch weiterhin dicke Bretter vor den Köpfen der Verantwortlichen zu bohren sind. Das gilt sowohl für die Frage der Freigabe von ausgewählten Einbahnstraßen für den Radverkehr in beide Richtungen als auch für die Umsetzung zeitgemäßer Standards bei der Neuanlage von Radwegen.
An der Durchführung einer Umfrage zur Zufriedenheit mit den Radverkehrsbedingungen in ihrer Stadt im Jahre 1999 beteiligten sich 240 Vilbeler Bürger. Die Ergebnisse wurden allen städtischen Gremien und Parteien zugesandt. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese die geäußerten Wünsche und Anregungen aufgreifen.
Insgesamt also eine beachtliche und erfreuliche Bilanz im Sinne des Mottos "Gut Strampeln in Bad Vilbel!", die die Ortsgruppe auch gebührend feiern wird. Den Rahmen dazu bietet eine Jubiläumsfahrt zum Freilichtmuseum Hessenpark im August.
Schlussendlich noch etwas zum Vorstand: Harald Wysk, der bisherige geschäftsführende Vorsitzende, hat sein Amt niedergelegt. Maßgeblich für diesen Schritt, den alle Vorstandskolleginnen und -kollegen lebhaft bedauern, sind berufliche Gründe, die ihm nicht mehr erlauben, dem ADFC so viel Zeit zu widmen wie bisher. An seine Stelle wurde Ute Gräber-Seißinger gewählt, bislang wie künftig im Vorstand für die Koordination des Tourenprogramms verantwortlich. Sie wird zusammen mit Wulfhard Bäumlein, der weiterhin schwerpunktmäßig Verkehrspolitik betreibt und als Sprecher fungiert, das sechsköpfige Vorstandsgremium nach außen vertreten.

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