Leserbrief

Qualität Niddaufer- und anderer Radwege
Folgende email an die Bürgerberatung der Stadt Frankfurt (buergerberatung@stadt-frankfurt.de) erreichte uns in Kopie, wir drucken sie leicht gekürzt ab:

Sehr geehrte Damen und Herren, täglich benutze ich den Niddauferweg zwischen Praunheim und Hausen auf dem Weg zur Arbeit. Dieser Abschnitt war einmal mit einer Asphaltdecke versehen. Im Zuge von Entsiegelungsmaßnahmen wurde diese entfernt und durch eine sogenannte „wassergebundene Decke“ ersetzt. Diese wurde zwischenzeitlich zweimal nachgebessert. Das Resultat ist aber nach wie vor mehr als mies. Bei Regen versinkt man im schlammigen Boden und versaut sich Rad und Kleidung. Bei Trockenheit verschwindet man in einer Staubwolke. Die Qualität der Wege ist völlig unzureichend. Abhilfe kann hier nur geschaffen werden durch einen vernünftigen Unterbau, der auch die dort gelegentlich verkehrenden Lkw des Gartenamtes aushält, sowie eine Teerdecke feinerer Art. Der Niddauferweg gilt sowohl als Freizeit- und Fernradwanderweg, als auch als ideale und von der Routenführung her angenehm zu fahrende Strecke im Berufsverkehr.

Was habe ich nun an dessen Wegqualität konkret auszusetzen?
Auf dem Abschnitt zwischen Höhe Willi-Brundert-Siedlung/Niddaaltarm und Stauwehr Hausen ist die als „wassergebundene Decke“ ausgeführte Wegoberfläche zwar vor kurzem erneuert worden, aber dennoch ist nach Regen der Weg kaum benutzbar. Man hat das Gefühl, die Reifen kleben auf dem Boden. Ähnlich ist es auf den Abschnitten im Brentano- und Solmspark, zwischen Nied und Beginn des Parks an der Wörthspitze, sowie auf großen Streckenabschnitten zwischen der BAB 661-Brücke und Harheim. Diese Abschnitte sind nach Regen matschig und nach längerer Trockenzeit sehr staubig. So lobenswert die Neugestaltung des Flusslaufes am Berkersheimer Bogen auch ist, warum wurde gleichzeitig der vorhandene Weg gleich mit renaturiert? Warum werden diese Abschnitte nicht mit einer befestigten Oberfläche aus Asphalt versehen? Diese wäre vom Unterhalt her pflegeleicht, würde im Berufsverkehr alltäglich eher benutzt und würde so mithelfen, Kraftverkehr auf der Straße zu vermeiden, die Wohnqualität der Stadt und den Freizeitwert der Wege zu steigern.

Jürgen Johann

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15. Juli 2002 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt