Der Kampf mit den Pixeln
Was man beim Fotografieren mit der Digitalkamera und dem Scannen von Bildern beachten sollte

Nachdem Digitalkameras immer weitere Verbreitung finden und schon bei Aldi auf den Verkaufstischen liegen, wird auch die Redaktion von frankfurt aktuell häufig mit den Ergebnissen der digitalen Fotokunst konfrontiert.

Doch leider, liebe Fotografen, ist das, was der heimische Computerbildschirm als Ergebnis präsentiert, nicht immer für eine Weiterverarbeitung in einer Zeitung tauglich. Wer versucht, mit geringer Pixelzahl möglichst viele Motive auf die Kamera-Festplatte zu bannen, hat später im PC Internetfähige Bilddaten, deren Auflösung von 72 dpi (das ist die Bildschirmdarstellung) aber nicht für die Verwendung im Zeitungsdruck geeignet ist. Abhängig von der Qualität der Druckerzeugnisse werden hier bis zu 300 dpi, bezogen auf die Endgröße der Abbildung, benötigt. Wer also Bildmaterial für eine spätere Veröffentlichung in frankfurt aktuell oder anderen Printerzeugnissen benötigt, sollte unbedingt hier weiter lesen.

Digitalfotografie
Als Grundregel gilt, immer mit höchstmöglicher Auflösung zu fotografieren. Bei einer 2,1 MegaPixel Kamera ist die Einstellung 1600x1200 Pixel zu wählen. Niedrigere Einstellungen sind in der Regel für den Zeitungsdruck unbrauchbar. Bei Kameras mit höherer Auflösung (3,3 oder 4 MegaPixel) sollte man nicht unter das Minimum von 1600x1200 Pixel gehen, lieber etwas höher. Als Bildmaterial für späteren Druck ermöglicht die hohe Auflösung, eventuell nur Bildausschnitte (vergrößert) zu verwenden.
Anhand eines Bildes soll gezeigt werden wie sich die verschiedenen Auflösungen beim Drucken im Heft darstellen. Siehe dazu Bild 1 mit einer Auflösung von 400x300 Pixel und Bild 2 mit einer Auflösung von 1600x1200 Pixel. Die Dateigrößen sind 25,7 Kilobyte und 855,9 Kilobyte für die beiden Bilder im JPG-Format. Um es dreispaltig wie Bild 2 zu verwenden, muss es auf 400 % vergrößert werden, was mit deutlichen Qualitätseinbußen verbunden ist (siehe Ausschnittvergrößerung).

Scannen
Analog gelten diese Regeln auch für gescannte Bildvorlagen: Je höher die Auflösung, desto besser die Druckqualität. Hier sollte mit hoher Auflösung der Scansoftware gearbeitet werden. Wenn möglich, scannen im (Farb-) RGB-Modus in 400 oder 600 dpi, damit der Scanner möglichst viele Bildpunkte liest. Die dann recht große Datei muss anschließend auf 300 dpi verkleinert werden. Wenn die Bildbreite bei ca. 12 cm liegt, hat die Datei im JPG-Format noch eine handhabbare Größe.

Noch einfacher ist es natürlich, die Fotoabzüge rechtzeitig per Post an die Redaktion zu schicken – wir kümmern uns dann gerne um alles Weitere! kh/ps

Wer die unterschiedlichen Bildgrößen im Zeitungsdruck sehen möchte holt sich die gedruckte Ausgabe des FRANKFURTaktuell im Infoladen, Fichardstrasse 46, ab.

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15. Januar 2003 ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt