Editorial

Eisige Temperaturen schon seit Wochen. Ich erspare es mir inzwischen sogar, die wirklich kurze Strecke zur S-Bahn mit dem Fahrrad zurück zu legen und laufe lieber. Am Mittagstisch in der Firma erfahre ich dann, dass nicht alle so kälteempfindlich sind. Zahlreiche Kolleg/inn/en sind auch bei diesem Wetter noch mit dem Fahrrad unterwegs. Sie kommen teilweise aus Hoechst oder noch weiter weg ins Gallus geradelt.

Einfach sind die Touren nicht. Da wird von, trotz dickster Handschuhe, frierenden Fingern berichtet, von völlig vereisten Rad- und Niddauferwegen, von vereisten Spurrinnen, die das Rad wie auf Schienen laufen lassen und von an den Pedalen festgefrorenen Schuhen. Stürze lassen sich daher nicht immer vermeiden.

Ich bin schwer beeindruckt und beschließe, die Verkehrsmittelwahl für den Weg zur S-Bahn zu überdenken. Noch beeindruckter bin ich allerdings, als ich erfahre, dass fast alle keine ADFC-Mitglieder sind. Sie fahren auch bei zweistelligen Minusgraden täglich dutzende Kilometer mit dem Rad und sind keine ADFC-Mitglieder. „Die im ADFC sind doch alles Verrückte“ ist die fast einhellige Meinung. Mich selbst als überzeugendes Gegenbeispiel darzustellen ist nicht vollständig gelungen.
Offensichtlich ist, dass ein beträchtliches Informationsdefizit besteht. Ich werde mein Bestes tun, um dies zu beseitigen und unseren etwas zweifelhaften Ruf zu korrigieren.

An unsere Leser/innen appelliere ich, doch mal im eigenen Kollegenkreis nachzuforschen, ob es nicht noch potenzielle Mitglieder gibt. Wahrscheinlich ist das (Vor-) Urteil nicht überall so vernichtend wie in meiner Firma und daher die Anwerbeaktion etwas einfacher.

Vielleicht können wir uns dann Anfang Mai bei den ersten wärmenden Strahlen der Frühlingssonne über zahlreiche neue ADFC-Mitglieder freuen.

Erfolgreiche Werbung wünscht

Ralf für das Redaktionsteam

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10.03.2005 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt