Radroutenkonzeption Oberursel
Bei einem Termin des ADFC mit der Stadtverwaltung Oberursel wurde die Wegführung des Fahrradverkehrs in Oberursel grundlegend überarbeitet.

Anlass war ein zurückliegender Termin zur Rundroute um Oberursel (wir berichteten in der letzten Ausgabe), bei dem als sinnvoll erachtet wurde, nicht nur eine solche Route um Oberursel analog zu Bad Homburg zu entwickeln, sondern auch im Rahmen der Kreisausschilderung ein Ortsnetz festzulegen und mit auszuschildern, auch um in den Genuss der Landesförderung zu kommen. Teilgenommen haben von Seiten des ADFC der OG-Sprecher Niels Raczek, als Aktiver Markus Mezger sowie Stefan Pohl vom Kreisverband und von Seiten der Stadt Hr. Richter (Geschäftsbereichsleiter Stadtentwicklung) und Fr. Koch (Verkehrsplanung).

Die bisherige Radroutenkonzeption wurde in einem sehr positiven Gesprächsklima konstruktiv besprochen und die Wegführung festgelegt sowie größere Problemstellen identifiziert. Seitens der Stadt ging man bestens vorbereitet mit einer Quellen-Ziele-Analyse in das Gespräch. Es stellte sich heraus, dass die aus ADFC-Erfahrungen heraus entwickelten Vorstellungen sehr gut in Deckung zu bringen waren mit dem Entwurf der Stadt, so dass die so entstandene Planung eine wirklich gute Grundlage für eine positive Entwicklung für den Radverkehr geworden ist.

Auch Problemstellen wurden angesprochen und auf ihre Lösungschancen abgeklopft. So wird es in der Frankfurter Straße keine geradlinige Fortführung von der Fußgängerzone über den Bahnhof Richtung Frankfurt geben, sondern die bestehende Anbindung über die Gablonzer Straße genutzt. Auch wird geprüft, ob erneut ein Anlauf zur Verlängerung der Henchenstraße Richtung Bahnhof genommen werden kann, was die Nutzung der verkehrsreichen Bärenkreuzung vermeiden könnte. Im Bahnhofsbereich wird grundsätzlich auf den geplanten Umbau des gesamten Vorplatzes gesetzt und der Abschnitt im Netz belassen. Allerdings wird geprüft, ob eine Verbreiterung des vorhandenen Fußweges bis zur U-Bahn möglich ist, um das direkte Fahren im starken Verkehr vermeiden zu können. Der ADFC wird als „Hausaufgabe“ einen Beschilderungsplan anhand des besprochenen Netzes erarbeiten und der Stadt zur Verfügung stellen.

Inzwischen hatten Aktive des ADFC eine weitere Befahrung auf der projektierten Rundroute vorgenommen und auf ca. der Hälfte der Strecke Standorte für Pfeilwegweiser und Zwischenwegweiser erhoben. Gleichzeitig wurden Mängel festgestellt, in Bildern dokumentiert und der Stadt übergeben, so dass nun nach einer Prüfung die Kosten ermittelt und im nächsten Haushalt beantragt werden können. Positiv zu vermerken ist, dass es auf der Rundroute nur sehr wenige Problemstellen gibt, die zumindest im schon abgefahrenen Teil nach unserem Ermessen mit wenig Aufwand behoben werden können.

Nach der 2. Befahrung am 15. Juni (wegen Redaktionsschluss hier nicht mehr enthalten) kann die Erhebung abgeschlossen und eine Standort- und Schilderliste für die Rundroute anfertigt werden. Eventuell kann damit unter Berücksichtigung künftiger Schilderstandorte im Kreis- und Ortsnetz bereits nächstes Jahr die Rundroute ausgeschildert werden.

Die bereits aktualisierten Overlays sind wie immer im Web
unter www.adfc-hochtaunus.de unter „Service“ zu finden.

Stefan Pohl / Niels Raczek

Letzte Meldung
Die Bemühungen des ADFC tragen Früchte: Am 23.06.2005 um 18 Uhr tagte die Stadtverordnetenversammlung Oberursel u. a. mit folgenden TOP:

  • TOP 5 Antrag B90/Grüne: Überarbeitung des Radverkehrskonzeptes aus dem Jahr 1995 mit dem Ziel, eine Maßnahmenliste mit Priorisierung zu erstellen.
  • TOP 6 Antrag B90/Grüne: Radrundroute Oberursel – die Stadt soll prüfen, ob das ADFC-Konzept übernommen wird und welche Kosten der Stadt dadurch entstehen.

Beide Anträge wurden am 23. Juni vom Oberurseler Stadtparlament einstimmig angenommen.

Stefan Pohl

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07.07.2005 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt