Zu früh gefreut?
Zwei Meldungen aus frankfurt aktuell 3/07 bedürfen einer Nachbetrachtung       

So schnell kann es gehen: Kaum haben wir uns ausgiebig über den neuen Radweg auf dem Hochkai entlang des Museumsufers  gefreut, ist dieser schon wieder verschwunden. Die letzte Ausgabe von frankfurt aktuell war noch nicht gedruckt, als Bautrupps den Schaumainkai zwischen Filmmuseum und Städel großräumig absperrten. Auf der Website der Stadt Frankfurt ist zu erfahren: „Wegen der Straßenbauarbeiten am südlichen Mainufer zwischen der Untermainbrücke und Dürerstraße steht demnächst nur noch ein Fahrstreifen in westliche Fahrtrichtung zu Verfügung. (...) Gleichzeitig ist die Sperrung des nördlichen Geh- und Radweges erforderlich.

Die Arbeiten (...) werden voraussichtlich bis Ende August dauern.…“ Warum der erst vor einem halben Jahr fertig gestellte Radweg zweimal gebaut wird, ist dort nicht zu erfahren (Foto unten).

Eine andere Nachricht aus der Welt der Asphaltpisten, die über die Erneuerung eines Stücks Mainuferweg berichtete („Sensation nahe Mainkur“), ist noch nicht ganz überholt. Aber: nur wenige Wochen nach den Bauarbeiten ist der erste Schaden in dem neu angelegten Belag zu beobachten. Kleine Pflanzen lassen sich von Straßenbauern offensichtlich nicht unterdrücken und verschaffen sich Luft durch ansehnliche Asphaltaufbrüche (Foto oben).

Normalerweise eher auf der Seite der Unterdrückten und Benachteiligten stehend, hadern die häufig diese Stelle passierenden Redakteure nun mit ihrem Gewissen. Denn eigentlich war man hocherfreut über die lang ersehnte „Sanierung“ dieser Wegstrecke, befürchtet aber jetzt den Aufstand der Unterdrückten, die diesen Pfad mangels vernünftigem Grundaufbau wieder zur alten Holperstrecke werden lassen, lange noch vor den ersten Frostschäden.

Text und Fotos: Peter Sauer

 

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