Skip to content

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main   

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

Artikel dieser Ausgabe

Main-Taunus

Energiewende und Radverkehr

Als Folge der Energiewende werden Stromleitungen von den Windparks in Norddeutschland zu den großen Verbrauchern im Süden verlegt. Eine dieser Leitungen wird unter dem Namen Rhein-Main-Link vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion realisiert (rhein-main-link.amprion.net/Rhein-Main-Link/Verlauf/), der Start ist nordwestlich von Bremen, das Ende bei Biblis. Die Stromübertragung erfolgt mit vier Erdkabelverbindungen, zur Reduktion der Verluste werden die Kabel so verlegt, dass die Breite von 30 Metern als Schneise erfolgt. Wo zuvor Wald war, kann anschließend keiner mehr sein, denn die Erdkabel vertragen sich nicht mit Bäumen oder tief wurzelnden Pflanzen.

Der Radverkehr scheint davon nicht betroffen zu sein, doch bei genauerer Betrachtung verläuft die Trasse am Westrand des Main-Taunus-Kreises mit Abstechern nach Liederbach und verschiedenen Varianten im Bereich Hochheim. Besonders umfangreiche Maßnahmen sind im Bereich des Bahnholzes zwischen Langenhain und Diedenbergen vorgesehen, ebenso zwischen der Rhein-Main-Therme und Liederbach und südlich von Diedenbergen an der A 66. Je nach Art der Bebauung werden wichtige Radverbindungen zerschnitten und kaum kalkulierbar nutzbar sein. Der ADFC dringt bei den Baumaßnahmen darauf, dass die wichtigen Radverbindungen ebenso wie die wichtigen Straßen dauerhaft benutzbar bleiben.

In diesem Zuge wurde jetzt möglicherweise auch eine Zufahrt an einer wichtigen Verbindung zwischen Hofheim und Lorsbach durch groben Schotter (Kantenlänge ca. 5 Zentimeter) schwer befahrbar gemacht (siehe Foto). An dieser Stelle steht nicht zu erwarten, dass hier Gräben quer zum Weg verlegt werden, hier ist voraussichtlich ein Tunnel geplant, für den vertikale Probebohrungen vorgenommen wurden und werden.

Holger Küst
Leitungstrassen für Strom aus den Windparks im Norden
Grober Schotter weist auf Bauarbeiten hin (und behindert den Radverkehr)
links: Leitungstrassen für Strom aus den Windparks im Norden
Quelle: Amprion
rechts: Grober Schotter weist auf Bauarbeiten hin (und behindert den Radverkehr)
Holger Küst