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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Von: Ansgar Hegerfeld am 20. März 2026
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ADFC Frankfurt fordert freie Wahl des Verkehrsmittels

Frankfurt am Main, 20. März 2026 – Anlässlich der Koalitionsverhandlungen fordert der ADFC ein parteiübergreifendes Bekenntnis zum Radverkehr. Um die Mobilität in der wachsenden Stadt Frankfurt aufrecht erhalten zu können, braucht es mehr radfahrende Menschen.

Die Frankfurterinnen und Frankfurter legen inzwischen 50% mehr Wege pro Tag in der Stadt zurück (Zeitraum: 1998-2023). Da der verfügbare Platz begrenzt ist, müssen aus Sicht des ADFC platzsparende Fortbewegungsarten gefördert werden. Aktuell fehlen aber an vielen Stellen sichere Radwege, wodurch unsichere Radfahrerinnen und Radfahrer vom Radfahren ausgeschlossen werden.

Ansgar Hegerfeld, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Frankfurt: „Menschen können nur dann ihr Verkehrsmittel frei wählen, wenn sie sich bei allen Fortbewegungsarten sicher fühlen und komfortabel vorwärts kommen. Wir möchten auch älteren Menschen und Kindern das Radfahren im Alltag ermöglichen. Aktuell trauen sich viele nicht mit dem Fahrrad zu fahren, weil sie häufig Falschparkern ausweichen müssen und Radwege im Nichts enden.“

Der ADFC Frankfurt fordert daher von den Frankfurter Parteien:

  1. Ausbauen von Rad- und Fußwegen mit dem Ziel eines flächendeckenden und sicheren Netzes
  2. Fortsetzen des Radentscheid-Stadtverordnetenbeschlusses
  3. Ausweiten der „Tempo 30“-Bereiche unter Nutzung der neuen rechtlichen Möglichkeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
  4. Konsequentes Ahnden von Falschparken und unsicheren Baustellen im gesamten Stadtgebiet
  5. Bekennen zum Masterplan Mobilität, der die Zielrichtung für die Verkehrsplanung vorgibt und mit der umfangreichsten durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt erarbeitet wurde

Hintergrund
Beim ADFC-Fahrradklimatest 2024 belegte Frankfurt bundesweit Platz 1 in der Größenkategorie, allerdings mit einer Schulnote 3,5. Bemängelt wurden vor allem die fehlenden Kontrollen von Falschparkern (Note 4,7), Konflikte mit KFZ-Führenden (4,6) und allgemein die vielen Konflikte im Mischverkehr (4,3).

Frankfurterinnen und Frankfurter haben 2023 2,7 Millionen Wege/Tag zurückgelegt (1998: 1,8 Millionen). Das entspricht 2023 3,5 Wegen pro Person und Tag (1998: 2,8 Wege). Die mit dem Fahrrad gefahrenen Wege haben sich in diesem Zeitraum mehr als verfünffacht und damit das insgesamt gestiegene Verkehrsaufkommen aufgefangen. Gleichzeitig ist der Anteil des privaten Kraftverkehrs leicht gesunken.
Quelle: Broschüre der Stadt Frankfurt zur SrV-Studie 2023. Die Zeitreihenuntersuchung „Mobilität in Städten – SrV“ (System repräsentativer Verkehrsbefragungen) wird seit 1998 auch in Frankfurt regelmäßig durchgeführt.