Ausgabe 4/1999   Jul. / Aug.


Autofreie Wohnoase Burgstraße?

Eigentlich wollte sich der Arbeitskreis Autofreies Wohnen in Frankfurt am Main Zeit lassen mit der Suche nach einem für autofreies Wohnen geeignetem Gebiet. Als aber eines seiner Mitglieder im März bei seinem Surfen im Internet auf die Ausschreibung für eine Wohnbebauung der Feuerwache 2 in der Burgstraße stieß, war es mit der Ruhe vorbei.

    Auf Anhieb erschien dem Arbeitskreis (AK) dieses Gebiet nach allen Kriterien, die er bisher zusammengetragen hatte, für seine Zwecke nahezu ideal geeignet. Insbesondere die Anbindung an den ÖPNV, die Lage an der Fahrradroute 1 sowie die Nähe von Einzelhandel und Schulen stachen hervor. Dazu wird das Gebiet von der umliegenden Bebauung zu einem guten Teil vom Lärm abgeschirmt.
    In der Ausschreibung wurde zwar auch ein Angebot für das Grundstück gefordert, aber gleichzeitig betont, es käme nicht nur auf das Geld an, sondern mindestens ebenso auf ein schlüssiges Konzept. So fühlten wir uns aufgerufen, ein solches zu entwickeln. Abgabetermin war der 30.4.99. Bis dahin schaffte es der AK in mehreren langen Sitzungen, ein gutes Konzept auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig gelang es auch, für "nix" einen Architekten zu gewinnen, der einen ent- und ansprechenden Bebauungsplan entwarf. Vorgesehen sind darin unter anderem ca. neunzig bis hundert Wohnungen (je nach Aufteilung), viel Grün (Dachbegrünung, Mietergärten), Sozial- und Gemeinschaftseinrichtungen sowie nichtstörendes Gewerbe. Für Fahrradfahrer sind ebenerdige Stellräume vorgesehen. Angedacht wurden auch die Einrichtung einer Mobilitäts- und Servicezentrale und einer Fahrradwerkstatt.
    Während wir nun darauf warten, was in den Entscheidungsgremien mit unserem Konzept, ohne Geldangebot, geschieht, wollen wir versuchen, öffentliche und politische Unterstützung für unser Vorhaben zu gewinnen. Einer Vorstellung unseres Konzeptes im Ortsbeirat 3 am 20.5. folgte eine ebensolche im Arbeitskreis Nordend 2010. Weitere Vorstellungen und eine öffentliche Veranstaltung sind geplant. Weitere Informationen sind von Matthias Biemann, Telefon 069/774137 oder auch vom Autor Tel. 0177/3633120 zu erhalten. Faltblätter, mit denen man sich als Interessent für autofreies Wohnen zu erkennen geben kann, liegen an verschiedenen Stellen, auch im Infoladen des ADFC, aus. Nach deren Ausfüllung und Rücksendung wird man/frau in eine Liste aufgenommen und erhält gelegentlich unverbindliche Informationen.

Hans-Peter Heinrich

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