Ausgabe 5/1999   Sep. / Okt.


Auch Bad Vilbel hinkt hinterher

Offener Brief des ADFC Ortsverbandes Bad Vilbel zur Novelle der Straßenverkehrsordnung

Auch neun Monate nach Inkrafttreten der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) muß man feststellen, daß deutschlandweit die Städte und Gemeinden die neuen gesetzlichen Möglichkeiten nicht in Anspruch nehmen.

Auch Bad Vilbel macht in dieser Hinsicht keine rühmliche Ausnahme.

Bezüglich der Freigabe geeigneter Einbahnstraßen für den Radverkehr in entgegengesetzter Richtung scheinen die Bad Vilbeler Stadtväter eine radfreundliche Lösung zu scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Vor gut einem Jahr wurde die von uns erstellte Liste rundweg abgelehnt. Wenn es schon nicht möglich erscheint, die Frankfurter Straße im Innenstadtbereich freizugeben, was hindert die Verantwortlichen daran, z. B. die Schulstraße oder die Eibenstraße in Dortelweil entsprechend der StVO-Novelle neu auszuschildern?

Bei letztgenannter Straße hat die Stadtverwaltung betreffs der Schulwegesicherheit vor nicht allzulanger Zeit auch einigen Wagemut bewiesen.

Hinzuzufügen wäre noch, daß für den Radverkehr freigegebene Einbahnstraßen, die als Tempo-30-Zonen oder Spielstraßen deklariert sind, für alle Verkehrsteilnehmer ungefährlicher sind als z. B. die Friedberger Straße (keine Einbahnstraße, verläuft parallel zur Schulstraße).

Zweiter Punkt wäre die Ausschilderung von Radwegen. Zugegebenerweise ist diese Problematik in Bad Vilbel nicht so gravierend wie etwa in Frankfurt a. M. Allerdings dürfte am Weg von der Wiesengasse bis Woolworth seit 1.10.1998 kein blaues Radweg-Schild mehr hängen. Voraussetzung dafür ist nämlich in der Regel eine Breite von zwei Metern — mindestens 1,50 Meter - dieser "Radweg" mißt gerade 1,20 Meter. Ähnlich gelagert ist der Fall zum Teil am Südbahnhofkreisel.

In der Hoffnung, daß irgendwann die Segnungen der StVO-Novelle auch die Radfahrer/innen in Bad Vilbel erreichen, verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen

Wulfhard Bäumlein, Jürgen Knies

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